Frage von Anonymus1324, 103

Nach 8 Jahren Vater, und nie kam mal eine Nachricht der Mutter?

Hallo liebe GuteFrage-Nutzer,

ich habe ein Anliegen. Mein Mann hat im 04/16 erfahren das er ggf. Vater eines knapp 8 jährigen Kindes sein könnte. Nachdem wir Licht ins das Dunkle gebracht haben - und wir uns nun sicher sind das er der Vater ist habe ich einige Fragen.

Sie hatte damals Ihren Freund betrogen, mein Mann wusste dies erst im Nachhinein. Als dann wohl ein Kind entstanden ist , hat sie dieses dem Scheinvater untergejubelt. Jedenfalls - so die Aussage vom Jugendamt - wollten die beiden ein 2. Kind. Es kam allerdings raus das der Freund von ihr Impotent ist. Also stellte er sich die Frage, ob dieses Kind was bereits da war, überhaupt seines ist.

Da frage ich mich, nach 8 Jahren - und als Frau kann man sicherlich mal rechnen - dass eventuell der Freund nicht der Vater vom Kind sein kann. Wieso man sich nicht einmal melden kann - erst nach 8 Jahren fällt ihr ein das es ja sein kann, das ein anderer in Betracht kommt, der dann jetzt mal zahlen soll. (Ich weiß das mein Mann zahlen muss, sind ja immer 2 dran beteiligt wenn ein Kind entsteht) .

Aber ich frage mich - Die DNA der Mutter und vom Kind liegen seit 06/15 beim Jugendamt vor. Der Scheinvater hat die Vaterschaft angefechtet - wieso trägt das Kind noch den Nachnamen vom Vater? Sollte sowas nicht nach über einem Jahr geklärt sein?

Zwecks Unterhalt. Wir haben einen Kredit zusammen aufgenommen. Ebenso bin ich leider psychisch erkrankt, sodass ich gerade nicht arbeiten kann und Krankengeld beziehe. Wird sowas mit einbezogen in die Rechnung?

Wie schon beschrieben- ich weiß das er zahlen muss. Finde es leider nur sehr unverschämt sich nach 8 Jahren über ein Amt zu melden und mir deshalb manche Fragen kommen.

PS. Anwalt leider haben wir noch nicht befragt - denn - wir haben keine Rechtsschutz (Also bitte keine Vorwürfe - wir ärgern uns selbst) & können keine finanziellen Sprünge machen, gerade weil sicherlich einiges auf uns zukommen wird.

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von DFgen, Community-Experte für Unterhalt, 26

Wenn der "Scheinvater" die Vaterschaft für das Kind damals anerkannt hatte, so gilt er so lange als rechtlicher Vater des Kindes (mit allen Rechten und auch Pflichten), bis diese Vaterschaft durch richterliches Urteil im Rahmen einer "Vaterschaftsanfechtungsklage" beendet (bzw. aufgehoben....) wurde.

Dein Mann sollte die Vaterschaft also tatsächlich nur anerkennen, wenn diese entsprechend festgestellt wurde durch einen seriösen (ggf. gerichtlich angeordneten...) DNA-Test und der bisherige Vater als solcher "richterlich annulliert" wurde. 

Denn es besteht ja theoretisch die Möglichkeit, dass die Vaterschaftsanfechtungsklage des Scheinvaters zu spät angestrebt wurde o.ä....., in solchem Fall bliebe er der rechtliche Vater, auch wenn er tatsächlich nicht der leibliche ist.....

Ab Anerkennung der Vaterschaft ist dein Mann unterhaltspflichtig für sein Kind - und hat dann automatisch auch ein Umgangsrecht mit seinem Kind. 

(Da dieses auf dem "Recht des Kindes auf Umgang mit beiden Eltern" beruht, besteht im Grunde genommen die Pflicht zum Umgang..... Er hätte als leiblicher Vater ebenfalls Anspruch auf das gemeinsame Sorgerecht mit der Kindsmutter für sein Kind.)

Wenn der "Scheinvater" bisher den Unterhalt für das Kind bestritten hatte, könnte er diesen nur selbst auf zivilrechtlichem Weg vom leiblichen Vater zurückfordern.

Die Höhe des Unterhaltes für das Kind ist abhängig von seinem Alter und dem Einkommen deines Mannes als sein leiblicher Vater. Dein Einkommen spielt dabei keine Rolle - dass du momentan finanziell auf deinen Mann angewiesen bist, aber auch nicht... Denn Unterhalt für minderjährige Kinder (egal aus welcher Beziehung) hat immer Vorrang vor Unterhalt an Erwachsene.

Der Nachname des Kindes ist nicht unbedingt davon abhängig, wer der tatsächliche leibliche (oder "rechtliche") Vater ist.

Antwort
von petrapetra64, 13

Das ganze hat 8 Jahre gedauert, weil die Mutter wohl gehofft hat, dass das Kind von ihrem Freund ist oder zumindest, dass er es nicht bemerkt, dass es ein Kuckuckskind ist. Erst nach Jahren des fruchtlosen Versuches, schwanger zu werden, hat der angebliche Vater Lunte gerochen und das untersuchen lassen. Das hat eben so lange gedauert. Dann hat er 2 Jahre Zeit, die Vaterschaft anzufechten, was er wohl getan hat. 

So lange die 3 glücklich als Familie zusammen gelebt haben, bestand für die Mutter ja kein Interesse, den richtigen Vater zu kontaktieren, sie wollte ja nicht auffliegen. Erst jetzt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, fordert das Amt für das Kind Unterhalt. Ich denke mal, es wäre der Mutter peinlich, selbst Kontakt aufzunehmen.

Was hat der Nachname des Kindes jetzt damit zu tun? Warum sollte der sich denn ändern? Wenn die beiden  verheiratet waren, dann trägt die Mutter doch meist den gleichen Namen. Gut, wenn die Mutter einen anderen Nachnamen hat, könnte es den annehmen. Aber warum spielt das für dich nun eine Rolle, was mit dem Namen ist? Hat ja mit Unterhalt gar keine Bewandtnis.

Mein 2. Sohn trägt seit Geburt den Nachnamen meines Ex-Mannes, mit dem das Kind gar nichts zu tun hat, weil ich da schon seit langen Jahren geschieden war. Aber da ich ja nach der Scheidung den angeheirateten Namen behalten habe (vor allem wegen meinem ersten Sohn) und mein 2. Sohn unehelich geboren war, bekam er meinen derzeitigen Namen und damit den Namen vom Ex. Und den wird er auch zeitlebens wohl behalten.

Unterhaltspflichtig war natürlich der leibliche Vater, der die Vaterschaft auch anerkannt hat nach der Geburt. 

Antwort
von rasperling1, 30

Zunächst einmal muss Dein Mann den Kindesunterhalt zahlen, sobald er die Vaterschaft entweder anerkannt hat, oder seine Vaterschaft gerichtlich festgestellt wurde. Und zwar muss er Unterhalt zahlen ab der Aufforderung der Kindesmutter bzw. des Jugendamts. Eine andere Frage ist, ob er dem Scheinvater für die vergangenen 8 Jahre den Unterhalt ersetzen muss. Das hängt von vielen Umständen ab, setzt aber vor allem voraus, dass der Scheinvater überhaupt eine solche Forderung stellt. Den Familiennamen des Kindes kann erst geändert werden,. wenn die Vaterschaft Deines Mannes feststeht. Auch dann kann de Mutter es aber beim bisherigen Familiennamen des Kindes belassen, was ja auch sinnvoll wäre. Für die Höhe des von Deinem Mann zu zahlenden Unterhalts kommt es allein auf seine Einkommensverhältnisse an. Der Mindestunterhalt beträgt monatlich 289,-. Euro. Je nach seinem Verdienst muss er auch mehr zahlen. Da das Kind vorgeht, wird eine etwaige Unterhaltspflicht Dir gegenüber nicht vom Einkommen abgezogen. Ob Kreditraten abgezogen werden können, hängt davon ab, wozu der Kredit diente.

Antwort
von Menuett, 23

Eine Rechtsschutz würde hier nicht zahlen, allenfalls eine erste Auskunft beim Anwalt der Versicherung gibt es da.

Wenn der Kredit auch dem Kind nützlich ist, dann kann er angerechnet werden.

Du als Frau stehst hinten an. Das bedeutet im schlimmsten Fall, dass Du zum Jobcenter gehen mußt.

Da Kind trägt den Nachnamen des Scheinvaters weil der nun mal eingetragen ist.

Der Unterhalt kann bis zur Geburt vom Scheinvater nachgefordert werden.

Und was heißt unverschämt - irgendwie mußte sie sich ja melden.

Antwort
von TygerLylly, 11

Geht zum Anwalt. Beratung ist erstmal kostenlos und ggf steht euch auch PKB zu. Wenn ihr verheiratet seid, dann wird deine Krankheit bzw der Verdienstausfall bei der Berechnung des Unterhaltes berücksichtigt, da Eheleute einander unterhaltspflichtig sind und er dann quasi für dich auch zahlen muss. Im Gegenzug musst du auch für ihn aufkommen und er kann mehr Unterhalt ans Kind zahlen, wenn du voll verdienst. Offiziell heißt es immer, dass das Geld der Frau für Unterhalt von Kindern des Mannes unantastbar ist - genau durch eben beschriebene Sache ist das in der Realität aber nicht ganz der Fall (weiß ich aus eigener Erfahrung).

Ansonsten tut mir nur das Kind leid. Vermutlich hat es acht Jahre geglaubt, dass ein anderer Mann der Vater ist. Ebenso leid tut mir dein Freund, der es nun echt schwer haben wird, einen Bezug zu dem ihm fremden Kind zu bekommen.

Rechtsschutz für Familiensachen bieten übrigens nur sehr wenige an und wenn, dann ist das unverschämt teuer - da braucht ihr euch garnicht ärgern.

Antwort
von martinzuhause, 40

erst mal muss da garnicht gezahlt werden. als erstes muss die vaterschaft da festgestellt und dann anerkannt werden. dann auch gleich das gemeinsame sorgerecht. es muss auch geregelt werden wie der umgang stattfinden soll

wenn die kindesmutter denkt das sie da einen braucht der geld überwesist kann sie da schon pech haben mit.

der unterhalt wird erst mit feststellung/anerkennung der vaterschaft fällig.

um einen anwalt zu nehm,en müsst ihr keine rechtsschutz haben. das ist zivilrecht und da gibt es bei geringem einkommen verfahrenskostenhilfe. die muss da nur beantragt werden

Kommentar von Anonymus1324 ,

Wir sollen nun Zeitnah, oder mein Mann , die Vaterschaft anerkennen lassen da der Test positiv ausgefallen ist. Ich habe das Gefühl das uns das Amt ziemlich bedrängt und uns kaum Zeit gibt richtig zu handeln oder überhaupt mal nachzudenken.

Also sollte er erst ab Juli zahlen, da er da erfahren hat das er der Vater zu 99,9999% ist?

Kommentar von martinzuhause ,

das amt drängt da immer gerne. teilt ihnen mit, das natürlich ein testgemacht wird und wenn der positiv ist dann auch eine anerkennung erfolgt. den unterhalt erkennt ihr da errst mal nur für die zukunft an - ab vaterschaftsanerkennung.

auch wenn das amt meint sie wollen das zurück was sie da schon gezahlt haben.

wenn sie euch etwas unterschreiben lassen wollen nehmt es immer mit nach hause und prüft es erst mal ganz in ruhe.

Antwort
von Peppi26, 44

Sind die beiden verheiratet? Wenn ja muss der andere eh zahlen und nicht dein mann! Ich glaube die Frau wollte ihr fremd gehen verheimlichen! So schnell geht das nicht mit Namensänderung! Seit ihr verheiratet? Dann zählen beide Gehälter! Habt ihr Kinder? So wird das auch angezogen, denn er müsste auch für euer Kind zahlen! Der Freund muss erstmal die Vaterschaft anfechten und dein mann muss die Vaterschaft anerkennen! Vielleicht wäre ein Anwalt garnicht so verkehrt!

Kommentar von Anonymus1324 ,

Die beiden waren nicht verheiratet, sind aber mittlerweile getrennt. Mein Mann und ich sind verheiratet und haben keine Kinder.

Kommentar von Peppi26 ,

euer Gehalt wird zusammen gerechnet und davon wird dann errechnet wie viel ihr an das Kind zahlen müsst!

Kommentar von martinzuhause ,

wie kommst du auf den unsinn das die einkommen zusammengerechnet werden?

der vater ist für den unterhalt zuständig - er war daran beteiligt. aber nicht die ehefrau. die hat mit dem kind garnichts in finanzieller hinsicht zu tun

Kommentar von Anonymus1324 ,

Die Bank meinte aber auch wir sollten die Konten trennen. Nur wissen wir jetzt nicht was "besser" wäre da ich selber ja kein Gehalt bekomme in dem Sinne

Kommentar von martinzuhause ,

das mit dem konten trennen kann sicher nicht schaden. für den kindesunterhalt zählt aber nur das einkommen des kindesvaters. das ist dann natürlich besser zu trennen.

auf jeden fall sollte er nach der feststellung der vaterschaft gleich regeln das regelmässiger umgang stattfinden kann.

Kommentar von Anonymus1324 ,

Umgang soll gar nicht stattfinden , da mein Mann mit dem Kind keine Verbindung haben möchte, da Sie ihm das Kind untergejubelt hat weil ihr Freund damals es nie "geschafft" hat. 

Kommentar von Menuett ,

Wer ohne Gummi fxxx kann, der kann sich hinterher auch kümmern.

Es besteht eine gesetzliche Pflicht, dass er sich kümmert.

Kommentar von Menuett ,

Doch, das schadet, das kostet Geld.

Er sollte sich vielleicht erstmal um eine Anbahnung bemühen.

Das Kind dürfte erstmal unter Schock stehen.

Kommentar von Menuett ,

Dafür gibt es keine Begründung.

Kommentar von Menuett ,

Schmarrn.

Allein der Vater ist für den Unterhalt zuständig.

Sollte es sich hier um einen Mangelfall handeln, dann braucht man das Gehalt der Frau um eine ggf. vorhandene Haushaltsersparnis zu errechnen.

Kommentar von Peppi26 ,

Doch die sind verheiratet und das zählt zusammen! Mein ex hatte auch ein Kind und wären wir verheiratet gewesen hätte ich auch alles offen legen müssen! Dafür ist eine Ehe da,das man zusammen einsteht!

Kommentar von martinzuhause ,

da habt ihr was falsch verstanden. die einkünfte beider eheleute müssen nur offengelegt werden um zu prüfen ob einer ein wesentlich höheres einkommen hat. der wäre dann dem ehepartner gegenüberunterhaltspflichtig, aber nicht dem kind des ehepartners

Kommentar von Peppi26 ,

Ist für mich so ähnlich! ich muss dann meinem Partner unterstützen weil er Geld ans Kind abzahlen muss!

Kommentar von martinzuhause ,

richtig. du musst "deinen" partner unterstützen wenn du ihm gegenüber unterhaltspflichtig bist. das ist für ihn einkommen. und nur das wird  mit berechnet. nicht dein einkommen

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