Frage von Romi1980, 14

Nach 5-monatiger Arb.losigkeit: Arbeitsstelle als Sekretärin mit scheinbar anhänglichem Vorgesetzten antreten und Sperre, wenn ich kündigen sollte?

Ich fange nächsten Monat nach 5-monatiger Arbeitssuche einen neuen Job als kaufm. Angestellte im Einkauf an. Den Vertrag werde ich morgen unterzeichnen. Es lief alles gut beim Vorstellungsgespräch, mein zukünftiger Vorgesetzter und die Firmeninhaberin waren sehr nett und locker. Nach ein paar Tagen bekam ich die Zusage. So überzeugt von der Stelle bin ich nicht. Aber heutzutage darf man nicht wählerisch sein. Nur: Ich finde, dass mein zukünftiger Vorgesetzter ein bisschen zu locker ist. Beim Zweitgespräch wegen der Vertragsmodalitäten hat er mich sofort geduzt, kam mir beim Sprechen so unangenehm nah und hat mir gerade per WhatsApp eine Sms geschickt, wann ich denn vorbeikäme, um den unterschriebenen Vertrag zu unterzeichnen. Sein WhatsApp Bild zeigt ihn in Bikerklamotten an sein Motorrad angelehnt an irgend einem tollen Ort in Spanien oder sonst wo! Einige werden jetzt sagen, wieso ist doch nett. Aber ich finde, es ist zu früh einen komplett neuen Mitarbeiterin eine private WhatsApp Nachricht zu schreiben. Er hätte ja auch vom Geschäftstelefon anrufen können und nicht mit seiner Privathandynummer schreiben. Ich bin so unsicher.....und total perplex. Der Vertrag ist auf ein Jahr befristet und ich habe drei Monate Probezeit. Aber mein Bauchgefühl ...... Wie seht ihr das? Übertreibe ich? Wenn sich mein Bauchgefühl bewahrheitet und ich in der Probezeit kündige, bekomme ich dann eine Sperre, oder?! Falls es interessant ist: Ich bin eine 35jährige alleinerziehende Mutter ohne Partner. Vielen Dank für Eure Kommentare!

Antwort
von Tasha, 14

Ich kenne mich damit nicht aus, würde aber mal beim Amt fragen, wie das geregelt ist, wenn sich ein Mitarbeiter unangemessen verhalten würde. 

Auf der anderen Seite würde ich erst mal "locker", also ohne Angst vor Belästigungen, an den Job rangehen. Vielleicht ist Dein Chef einfach so drauf, dass er jeden duzt und gern Whatsapp-Nachrichten verschickt, ohne sich etwas dabei zu denken. Du kannst trotzdem freundlich, aber bestimmt, Grenzen setzen, z.B. wenn er Dir zu nahe kommt einfach etwas zurück gehen und freundlich, aber bestimmt sagen, dass Du das nicht möchtest. Oder dies eben mit Deiner Körperhaltung zeigen. Es gibt Menschen, die einem einfach sehr nahe kommen, weil das ihre Art ist und andere, die sich damit gar nicht wohl fühlen. Hier kann es einfach zu Missverständnissen kommen.

Ich persönlich würde die Probezeit auch mal als solche ansehen: Mache Deine Arbeit korrekt und setze Deine persönlichen Grenzen freundlich, aber bestimmt. Wenn Du merkst, dass es dabei Probleme gibt, dass Du entweder an der korrekten Ausführung Deiner Arbeit durch das Verhalten des Chefs oder der Mitarbeiter gehindert wirst oder Deine Grenzen nicht respektiert werden, würde ich mir Hilfe (Beratung) suchen. Und ggf. im Jobcenter noch mal nachfragen, was in diesem Fall für Optionen bestehen.

Kommentar von Romi1980 ,

Danke für die ausführliche Antwort. Ich werde so daran gehen.

Antwort
von FragaAntworta, 13

Das ist heute eher der normale Umgang miteinander. Wenn es Dir zu nah ist, dem Chef freundlich aber konsequent darauf hinweisen.

Kommentar von Romi1980 ,

Ja, das ist wohl mein "Problem". Ich trenne nur zu gerne das Private vom Beruflichen... auch bei der Medienkommunikation. Danke!

Kommentar von FragaAntworta ,

Absolut verständlich. Wünsche Dir alles Gute und viel Spaß in Deinem neuen Job.

Antwort
von KleinToastchen, 11

Wenn dir das unangenehm ist, solltest du deinen Mut zusammen nehmen und deinen Vorgesetzten darauf ansprechen. Jetzt hast du wieder einen Job und solltest ihn dir wegen sowas nicht vermiesen lassen. Eine gewisse Distanz muss man im Berufsleben immer bewahren!  Aber wenn du deswegen dann kündigst, wirst du eine Sperre bekommen, da das kein ausreichender Grund ist.. 

Antwort
von Hexe121967, 12

auch chefs benutzen die modernen medien. warum hast du dem chef denn deine private nummer gegeben? 

ich versteh jetzt nicht wirklich dein problem ausser mit dem "duzen". ohne meine zustimmung duzt mich niemand und das kann man freundliche klarstellen.

Kommentar von Romi1980 ,

Ich habe ihm die Nummer nicht gegeben. In meiner Bewerbung war die Mobilnummer, was ja üblich ist, angegeben.

Kommentar von Hexe121967 ,

echt, ist das üblich? bei mir nicht. festnetznummer reicht vollkommen aus. privates handy ist privates handy und da geh ich ganz sparsam mit der nummer um. ich würde jetzt einfach mal den arbeitsbeginn abwarten und sehen was auf mich zukommt. nur wegen einer whatsapp-nachricht die stelle nicht antreten halte ich für übertrieben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten