Frage von KevinKielK, 109

Nach 13 Monaten Kfz als Unfallwagen festgestellt, hilfe!. Was kann ich tun?

Hallo,

also, ich habe vor ca. 13 Monaten ein gebrauchtes Auto beim Händler, für 15T€, gekauft. Beim Kauf, unter Zeugen, sagte er mir zu, dass er Wagen unfallfrei sei.

Im Kaufvertrag wurde lediglich festgehalten, Zitat: "Nachlackierungen im Rahmen der Aufbereitung, Heckklappe".

So, nun stelle sich gestern herraus, dass das Auto nur an drei Teilen NICHT nachlackiert wurde. (Selbst das komplette Dach wurde lackiert)

An der hinteren Beifahrertür hilt an ein Stelle, Durchmesser ca. 15-17cm, nichtmal mehr ein Magnet. Zudem stimmen die Spaltmaße nicht und die Tür wurde wohl auch nicht Sachgemäß wieder richtig eingestellt. (Ich bin leider ein leihe und es fiel mir nicht auf)

So, ich war dann bei der Dekra und wollte mir eine zweite Meinung einholen. Der Gutachter vor Ort teilte die Meinung des Händlers, dem ich das Fahrzeug zum Ankauf angeboten hatte.

Nun meine Frage, was kann ich tun??????

Ein erstes, telefonisches Gespräch mit einem Anwalt habe ich bereits geführt. Der Rat: Beweise sammeln. Nun, dass Gutachten würde den Unfall bestätigen, nur wie kann ich beweisen, dass nicht ich in einem Unfall verwickelt war?

Das Auto war und ist die ganze Zeit Vollkaskoversichert. Vielleicht dort eine Bestätigung einholen, dass kein Schaden gemeldet wurde? Ich wäre auch bereit, meine kompletten Kontoauszüge offenzulegen. Daraus ergibt sich, dass ich nie eine Rechnung an, z. B. einem Lackierer, bezahlt habe. Auch wurde nie größere Summen Bargeld abgehoben, um jemanden eventuell "schwarz" zu bezahlen. (Zumal ja für fast das ganze Auto ein erheblicher Betrag zustande kommen würde). Da ich nie einen Unfall hatte, wäre ja auch Polizeilich nichts vermerkt, was gegen mich spricht.

Den Vorbesitzer konnte ich leider nicht ermitteln.

Ich bitte um eure Hilfe?!

Antwort
von DerHans, 59

Wieso soll denn der Vorbesitzer nicht zu ermitteln sein. Du hast doch den KFZ-Brief.

Außerdem wäre bei einem Betrugsverdacht die Staatsanwaltschaft ohne weiteres in der Lage den Vorbesitzer über die Fahrgestellnummer  zu ermitteln.

So musst du dich natürlich fragen lassen, ob die von dir genannten Schäden nicht entstanden sind, in der Zeit wo du diesen Wagen gefahren bist.

Werkstätten die schwarz arbeiten, gibt es ja genügend.

Antwort
von Schnoofy, 70

Das eigentliche Problem hast Du vielleicht noch gar nicht erkannt.

Stellt sich erst nach dem Kauf des Gebrauchten
heraus, dass die Versicherung der Unfallfreiheit nicht wahrheitsgemäß
erfolgt ist, muss nachgewiesen werden, ob es sich hierbei um eine
arglistige Täuschung gehandelt hat, oder der Verkäufer tatsächlich
nichts von den Unfallschäden wusste. Dies ist entscheidend bei der
Frage, ob eine Rückabwicklung des Autokaufs rechtmäßig ist.
Die
Bewertung kann unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob es sich um
einen privaten oder gewerblichen Verkäufer handelt.

Entscheidend ist das in Fettschrift Dargestellte und es stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie willst Du das nachweisen?

Bevor Du Dir weitere Mühen machst um irgendwelche Belege zu sammeln, würde ich an deiner Stelle diesen Punkt zunächst mit dem Anwalt klären. Sonst könnte alles vergebens sein.

Expertenantwort
von fuji415, Community-Experte für Auto, 40

Zu Spät da ist nichts mehr zu machen man sollte sich Fahrzeuge nur mit Fachleuten oder die davon Ahnung haben ansehen und schon mal gar nichts der Verkäufer glauben  . Die versprechen viel und erzählen Märchen  über das Auto . 

Zur Not fährt man bei der Probefahrt zu einer Prüfdienst wo das Fahrzeug untersucht wird auf so was .

Aber man kommt nicht nach über einem Jahr mit so was an so was nennt man Lehrgeld .    

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