Frage von KennyyxD, 45

Nach 12 Wochen Blutabnahme HIV Negativ, jedoch psychische Narben noch verblieben?

Hallo, liebe Community. Ich hatte schon mal, wie erwähnt hier einen Vorfall geschildert, dass ich mich auf einer Zugtoilette leicht an einer Insulinnadel verletzt hatte und hatte danach eine sehr schwere psychische Zeit, obwohl mir mein Arzt und viele Menschen in meinem Umfeld mir sagten, es würde nichts passieren. Trotz all dem hatte ich immer meine Zweifeln und war mir sicher, dass ich HIV hättte. Man könnte schon beinahe von einer Hypochondrie sprechen. Nun nach den 12 Wochen freue ich mich ziemlich, aber merke, wie mich diese schwere Zeit mitnimmt und ich immer noch ziemlich oft unglücklich deshalb werde. Was kann ich dagegen tun, hat irgendjemand damit ähnliche Erfahrungen gemacht?

MfG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von svenwie, 10

Hallo KennyyxD,

das sind doch mal gute Nachrichten. Glueckwunsch zu dem negativen Test !!!

Ich habe letztes Jahr eine recht aehnliche Erfahrung gemacht. In meinem Fall wurde meine Ex positiv getestet und wir hatten halt zuvor ungeschuetzten GV. Ich war fest der Meinung, dass ich mich infiziert haben muss. Das war allerdings gluecklicherweise nicht der Fall !!!

Das war eine schlimme Zeit ...

Mittlerweile ist ein Jahr vergangen und ich merke noch immer, dass ich nicht komplett damit abgeschlossen habe - auch wenn ich mittlerweile ausreichend negative Testergebnisse habe. Ich muss allerdings sagen, dass die Situation schon um einiges besser geworden ist. 

Zu Anfang hab ich ueberall nur HIV gesehen - beim Zahnarzt, im Restaurant, auf der Strasse, etc. Ich wusste zwar um die Risiken und auch um die Uebertragungswege und trotzdem hatte ich das Gefuehl, als wuerde all das Wissen nicht wirklich bei mir ankommen. Das ist schwer zu beschreiben.

Mit anderen Worten : Ich wusste zwar, dass es kein Risiko gab, hab mir aber trotzdem immer und ueberall Sorgen gemacht. Das hat auch nicht zuletzt dazu gefuehrt, dass meine Ex sich von mir getrennt hat (zumindest war es unserer Beziehung nicht zutraeglich).

Wie auch immer - ich glaube, nach so einer Erfahrung braucht es einfach eine gewisse Zeit, bis sich die Emotionen wieder normalisiert haben. Gib dir ruhig noch etwas Zeit, diese ganze Situation zu verarbeiten. Bei mir hat es auch etwas gedauert, bis es besser geworden ist.

Es spricht meines Erachtens nach auch nichts dagegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn du das Gefuehl hast, selber nicht damit klar zu kommen. Manchmal hilft es auch, einfach mal mit irgendjemanden zu reden um sich mal etwas Luft zu machen zu koennen ...

Kommentar von KennyyxD ,

Danke für die hilfreiche Antwort. Es tut mir sehr Leid,dass du ähnliches durchmachen musstest und freue mich, dass es dir ebenso gut geht. :)

Kommentar von KennyyxD ,

Außerdem habe ich genau das gleiche empfunden... dachte auch überall in der Gesellschaft könnte irgendwo HIV lauern, obwohl ich ebenfalls eigentlich ziemlich gut aufgeklärt bin.

Antwort
von FaibOouh, 26

Ich persönlich glaube, wenn man die Angst vor etwas besiegen will, muss man das Ungeheuer beim Namen nennen.

Suche vielleicht jemanden an einer Universität etc. auf, der gut Bescheid weiß über dieses Thema. Lass dir die Dinge exakt erklären - vielleicht auch unter dem Mikroskop zeigen, damit du eine Vorstellung davon hast.

Wenn du weißt, womit du es zu tun hast, dann wirds bestimmt leichter für dich damit umzugehn.

Kommentar von KennyyxD ,

Ich habe kein HIV.

Kommentar von KennyyxD ,

Also ich bin negativ

Kommentar von FaibOouh ,

Ja aber du hast Angst davor wie ich das verstanden habe. Da hilft es, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Kommentar von KennyyxD ,

Habe ich schon recht viel. Hab mich ganze Zeit auf Statistiken ect. gehalten, aber hatte trotzdem Angst. Wie gesagt Hypochondrie trotz guten Vorwissen.

Kommentar von FaibOouh ,

Statistiken sagen nicht immer die Wahrheit.

Versuche dir selbst ein Bild der Krankheit zu machen und mache dich mit dem Gedanken vertraut, dass du diese Krankheit nicht hast.

Vielleicht kannst du zu einer Organisation dazugehen, welche HIV-Kranke betreut. Um dich so selbst einzubringen. Davonlaufen oder nicht daran zu denken hat glaube ich eher den gegenteiligen Effekt.

Viel Glück!

Antwort
von KeineAhnug2016, 25

Denke, dass du nach so langer Zeit erst mal die gute Nachricht und natürlich die vergangenen Wochen verarbeiten musst ehe du psychisch zur ruhe kommst.. 

lass dir zeit und lenke deine Gedanken auf schöne Dinge.. Ablenkung wird dir helfen ..

Viel Erfolg!

Expertenantwort
von MaxGuevara, Community-Experte für HIV, 20

Da hilft wohl nur ein Psychologe. 

Kommentar von KennyyxD ,

Ist das nötig?

Kommentar von MaxGuevara ,

Das musst du einschätzen. Wenn du deine Psyche nicht mehr beruhigen kannst und dich die zeit weiterhin so mitnimmt, ist es manchmal besser mit einem Fachmann zu reden. 

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