Mythos der Vampire?

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5 Antworten

Der Vampirmythos ist deutlich älter als Vlad Tepes "Draculea", man findet bereits in alten russischen Schriften Hinweise auf "upir" (ggf. bezeichnete man damit nur jemanden, dem man Zauberei nachsagte). Vampiren wird mitunter eine gewisse "Zauberfähigkeit" nachgesagt (z.B. die der Verwandlung).

In südslawischen Gebieten bezeichnete "vapir" ein geflügeltes Wesen, und im Albanischen ist "dhampir" gleich "Zahn-Trinker", daraus wurde möglicherweise das Wort "vampir" (ein geflügeltes Wesen, das mit den Zähnen (Blut) trinkt).

Recht verblüffend finde ich dabei, dass es tatsächlich (in Südamerika) blutsaugende Fledermäuse gibt. Damals konnte man das aber in Europa noch nicht wissen.

Erst später bekam auch Vlad, der Wojwode aus Rumänien, der durch besonders grausame Kriegsführung auffiel (aber auch gleichzeitig der Verteidiger des "christlichen Abendlands" gegen die Osmanen war), den Beinamen des Vampirs. Der Drachenorden war ein christlicher Orden, dem auch Deutsche angehörten. Und Vlad war ein Adliger (später zum "Graf" umgedeutet), der auch leitende Funktionen im Heer innehatte.

Er war aber weder der einzige, noch der erste, der als "Upir/Vampir" bezeichnet wurde. Lediglich der Bekannteste (und dafür hat vor allem Bram Stoker gesorgt).

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Kommentar von Zito99
03.06.2016, 15:56

Ergänzend kann man noch hinzufügen, dass auch verschiedenen Naturreligionen im pazifischen Raum, wie auch in Afrika seit Jahrtausenden an die "Wiederkehr der Toten" glauben. Ebenso wie es im europäischen Gebiet seit der "Sesshaftwerdung" der Menschen (und somit der dauerhaften Konfrontation mit den Toten und ihren Überresten) ganz viele verschiedene "Vampirbilder" gibt, die alles eines gemeinsam haben - Untote steigen bei Nacht aus ihren Gräbern und saugen das Blut der Lebenden.

Ist es in vielen Gebieten eher ein tierähnliches Wesen, in das sich die Untoten Toten verwandeln, so herrscht meist tatsächlich das Bild einer wandelnden Leiche vor z.B. Asanbosam in Afrika, Aswang in Asien. Alles in allem blutsaugende und/oder leichenfressende Kreaturen.

Begünstigt wurden solche Mythen immer in Gegenden, wo aufgrund der Bodenstruktur oder anderer Gegebenheiten die vergrabenen Leichen nicht in normalem Tempo verrotteten. (hier aufzuführen wären z.B. diverse Gebiete in Osteuropa, die durch einen kalten, sehr schweren und somit fast luftdichten Boden dazu neigen ihre Toten auch nach Monaten/Jahren in fast unverwestem Zustand zu belassen) Bzw. in Kulturräumen mit einem "ausgefallenen" Totenkult, der z.B. das Ausgraben nach einem Jahr und das anschließende Verbrennen beinhaltet. (hier aufzuführen wären einige afrikanische wie auch asiatische Traditionen)

Die Menschen wurden hier des Öfteren mit fast unverwesten Leichen oder anderen (zu der damaligen Zeit unerklärlichen) Dingen konfrontiert - z.B. Nachbluten von Wunden (im Prinzip rotes/braunes Wasser, als Produkt des Zersetzungsprozesses) oder Fingernagelwachstum bei Leichen (im Prinzip nur Hervortreten der Fingernägel durch die zunehmende Vertrocknung/Verwesung des Fingergewebes) - und suchten sich ihre Erklärungen.

Letztlich ist der Glaube an Untote in allen Kulturen verbreitet und mancherorts hat sich eben der Vampir als Bild durchgesetzt.

Gesellschaftsfähig wurde das Ganze dann durch Bram Stoker, der aus den verwesenden, blutsaugenden, hässlichen Leichen, die nachts aus ihren Löchern kriechen einen menschengleichen, schön anzusehenden, aber dennoch mordlustigen Edelmann machte, der in schwarzem Samtmantel und blasser Haut dem damaligen Schönheitsideal entsprach und somit die Phantasie vieler beflügelte.

Hätte Bram Stoker sich der Ghule oder der Zombies angenommen und diese gesellschaftsfähig "aufgehübscht", würde Edward vielleicht nicht in der Sonne glitzern, aber dafür hin und wieder einen Arm verlieren. ;-)

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Wie immer gab es einen Kranken. Die Krankheit nennt sich Porphyrie, auch bekannt als Vampir Krankheit. Kannst die Symptome googeln. Und weil sich die Menschen die Symptome nicht erklären konnten haben sie sich Geschichten ausgedacht, die von Generation zu Generation weitererzählt wurden.

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Hallo, lolo275.

Der Mythos setzt sich aus mehreren Teilen zusammen:

# 1 http://www.wissen.de/vlad-der-pfaehler

# 2 https://de.wikipedia.org/wiki/Porphyrie - wer rot pieselt, muss Blut getrunken haben, dachten die Leute früher

# 3 https://www.gutefrage.net/frage/mythos-der-vampire?foundIn=recent_questions der wichtigste Teil beginnt unter dem Titel Legenden recht weit unten.

# 4 Leichenbewegungen im Verwesungsgeschehen: im Mittelalter etwa wurden arme Leute nur recht oberflächlich begraben und es konnte schon mal geschehen, dass sich ein Arm wie mahnend aus dem Erdreich gen Himmel reckte...

# 5 Scheintod: da klopfte und kratzte es dann, wimmerte aus dem Sarg..., lG.

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Vlad der pfähler, mit ihm fing alles an, google den mal

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Blut ist das Lebenselixier

-> Die Nacht ist schlecht (ich kann nix sehen

-> Svheißgruselige Dinge könnten nachts passieren. Ich könnte gegessen werden.

->wenn ich Tiere esse, was kann mich dann essen ?

-> Vielleicht Menschen. Nachtmenschen. Die mal tot waren. Klingt gut.

Und dann wird das ganze noch über die Jahrhunderte verfeinert.

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