Frage von delo12, 63

Mutterschaftsgeld trotz befristetem Vertrag?

Hallo ihr Lieben, Ich habe einen befristeten Vertrag bis Dezember 2016. Habe am 01.06. begonnen zu arbeiten somit 6 Monate Probezeit bis Dezember. So wie es aussieht, wird die probezeit bestanden sein und ich würde für weitere 6 Monate quasi bis Juni 2017 einen weiteren befristeten Vertrag unterzeichnen müssen. Dann wird über eine Festeinstellung gesprochen. Wenn ich jetzt nach Bestehen der Probezeit schwanger werden sollte, beispielsweise im Februar 2017, bekomme ich trotz unbefristetem Vertrag und weniger als 12 Monate gearbeitet zu haben, Mutterschaftsgeld? Einige sagen, man muss entweder eine Festeinstellung oder mindestens 12 Monate gearbeitet haben und andere sagen, ich würde trotz befristetem Vertrag so lange weiter bezahlt werden, wie ich bis zum Beschäftigungsverbot gearbeitet habe. Ich wohne in Berlin, falls es eine Rolle spielt. Ich würde mich sehr um hilfreiche Antworten freuen. Danke im Voraus!

Antwort
von Mieze1231, 33

Ich glaube du bringst Mutterschaftsgeld und Elterngeld durcheinander.

Mutterschaftsgeld zahlt die Krankenkasse während des Mutterschutzes (6 Wochen vor bis 8 Wochen nach Geburt). Das richtet sich nach deinem aktuellen Einkommen. Ist der Vertrag dann also schon ausgelaufen und du hast keinen weiteren bzw die Festanstellung bekommen, bekommst du gar kein Mutterschaftsgeld! Arbeitslose bekommen das Geld nicht, da es ja keinen Lohn auszugleichen gibt.

Elterngeld bekommst du von der Elterngeldstelle ab der Geburt für 12 Monate (bzw für 24 Monate, dann aber jeden Monat nur den halben Betrag). Voraussetzung ist, dass man in Elternzeit geht, also nicht mehr als 30 Stunden pro Woche im dieser Zeit arbeitet. Das bekommt jeder, egal ob vorher gearbeitet oder nicht oder wie viel. Allerdings richtet sich die Höhe des Elterngeldes nach dem Einkommen der letzten 12 Monate. Man bekommt 65-67% vom durchschnittlichen Einkommen der letzten 12 Monate. Ist das Einkommen zu gering (oder sogar gar keines vorhanden) bekommt trotzdem jede Mutter in den 12 Monaten 300€ (bzw. 150€ für 24 Monate).

Kommentar von Mieze1231 ,

Was ich nicht verstehe an deiner Frage: Wenn du im Februar 2017 schwanger werden solltest, hast du doch bis zum Mutterschutz schon längst 12 Monate gearbeitet. Der Mutterschutz beginnt ja erst 6 Wochen vor der Geburt. Dafür ist es aber im übrigen auch irrelevant, wie lange du vorher gearbeitet hast oder ob dein Vertrag befristet ist.

Die 12 Monate ist nur für die Höhe des Elterngeldes relevant, wie oben beschrieben.

Dann bringst du noch den Begriff Beschäftigungsverbot rein. Das ist wieder etwas ganz anderes. Solltest du während der Schwangerschaft ein BV bekommen, wird dir dein Gehalt so lange weiter gezahlt, bis dein Vertrag ausläuft (bei einem befristeten Vertrag). Bei einem unbefristeten wird durchgehend bis zum Mutterschutz gezahlt und ab dann das Mutterschaftsgeld. Wie lange du davor schon gearbeitet hast spielt dabei auch keine Rolle.

Antwort
von NameInUse, 47

Das ist Geld, das die Krankenkasse leistet. Grundlage ist das aktuelle Gehalt. Kümmere Dich rechtzeitig um die Unterlagen, das wird nicht nachträglich gezahlt. Beim Elterngeld ist die Grundage das Gehalt der letzten 12 Monate.

Antwort
von FuHuFu, 27

Ein befristeter Vertrag wird durch den Mutterschutz nicht in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt. Wenn Du einen bis 30.06. befristeten Vertrag hast, dann endet der trotz einer evtl. bestehenden Schwangerschaft zu diesem Termin und Du hättest keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Die Schutzfrist 6 Wochen vor vssl. Termin bis 8 Wochen nach der Geburt muss während der Vertragslaufzeit beginnen, damit Du Anspruch aif Mutterschaftsgeld hast. Du kannst aber ALG in dieser Zeit beziehen.

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