Mutter zur Zeit im Pflegeheim, wer trägt die Heimkosten?

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4 Antworten

Bevor jemand Sozialhilfe erlangen kann, hat er sein gesamtes
„verwertbares Vermögen“ einzusetzen ( § 90 Abs. 1 SGB XII). Das
Sozialamt prüft also zunächst, ob der Betroffene selbst noch über
verwertbares Vermögen verfügt. Ich habe beruflich wie privat auch schon mehrere Fälle erlebt, wo Wohneigentum zur Finanzierung der Heimkosten veräußert werden musste.

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Hat sie keine Pflegestufe?

Wenn ja, dann trägt die Pflegekasse bis zum Höchstbetrag der jeweiligen Pflegestufe die Kosten des Heimes.

Wenn dieses nicht ausreicht muss von der Rente abgezweigt werden, reicht das auch nicht, ist das Vermögen der Mutter inanspruch zu nehmen ( keine Angst das Haus muss nicht verkauft werden) reicht das auch nicht aus, kommen die nächsten Verwandten an die Reihe.

Bevor das Sozialamt einspringt, wird das Sozialamt nach einer Pflegestufe fragen und verlangen, wenn noch keine Pflegestufe vorhanden, diese umgehend bei der Pflegekasse der Mutter zu beantragen. Erst dann wird das Sozialamt aktiv werden.

Jedoch wird von den nächsten Verwandten abverlangt einen kleinen Teil zu den Kosten mit beizutragen

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Zuerst einmal springt das Sozialamt mit ein.

Was das Haus angeht: WEM gehört es? NUR der Mutter oder auch dem Sohn?

Schonvermögen sind bei Grundsicherung 2600€. Bei der Grundsicherung im Alter ist - meines Wissens - ein eigenes Haus in angemessener Größe (90 qm dürften ok sein) als Schonvermögen geschützt.

ABER: Das Sozialamt wird nach dem Tod der Mutter auf das Erbe (Haus) zugreifen!

Und es wird schon zu Lebzeiten prüfen, ob die nahen Angehörigen möglicherweise unterhaltspflichtig sind.

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