Frage von renamickel, 113

Mutter wurde 1 Stunde reanimiert, Gehirnschaden,kann ich veranlassen das die Geräte abgeschaltet werden?

Antwort
von mexp123, 71

Hey, das tut mir sehr leid für dich.

Das hängt davon ab, ob sie eine Patientenverfügung hat (und was da drin steht) und ob es noch weitere nahestehende Verwandte gibt, z.B. Ehemann, weitere Kinder...
Wenn du der einzige nächste Verwandte bist kannst du das glaube ich entscheiden.

Antwort
von Wuestenamazone, 53

Dafür braucht sie eine wasserdichte Patientenverfügung. Dann müssen 2 Ärzte den Hirntod bestätigen. Erst dann können die Maschinen abgestellt werden. Bei meiner Schwester war das so. So ohne weiteres wird das nicht gemacht. Aber ich denke nach einer Stunde wird das Gehirn keinerlei Funktionen mehr haben. Tut mir sehr leid

Kommentar von renamickel ,

Sie wurde fast eine Stunde reanimiert,der Arzt hat von einem schweren Gehirnschaden gesprochen,das ist doch kein Leben mehr,Danke für die Rückmeldung 

Kommentar von Wuestenamazone ,

Das kommt darauf an wie die Patientenverfügung verfasst ist. Wenn das eindeutig verfasst wurde dann wird nach Begutachtung der Neurologen sicher auch abgeschalten. Nein das wäre kein Leben mehr und für die Angehörigen eine Qual den Menschen so zu sehen. Ich kann das gut verstehen

Antwort
von Realisti, 52

Sie werden zumindest eine Patientenverfügung dafür verlangen. Du kannst versuchen die Vormundschaft zu bekommen. Dann darfst du die Entscheidung treffen, wenn alle Bedingungen dafür erfüllt sind.

Meine Schwägerin war beim Eintreffen ihres Mannes schon an alle Maschinen angeschlossen. Die Verfügung lag beim Testament und wurde daher zu spät gefunden. Mein Bruder wollte ihren Wunsch erfüllen konnte ihn aber nicht beweisen.

Sie musste also körperlich so stabil werden, dass man die Geräte abstellen konnte. Da mein Bruder inzwischen Vormund war, konnte er verfügen, dass sie nicht wieder angestellt wurden. Ich glaube es waren 24 Stunden, die sie von den Geräten war, bevor ihm das erlaubt war.

In der Zwischenzeit hatte das Amtsgericht eine Vormundschaftsprüfung anberaumt. In der sollte seine Motivation (warum er die Vormundschaft wollte) geprüft werden. Damit wollte man Erbschleicherei ausschließen. Dazu kam es aber nicht mehr.

Ich wünsche dir viel Kraft für die Zeit die jetzt vor dir liegt.

Kommentar von renamickel ,

Dankesehr 

Antwort
von TheAllisons, 58

Solche Dinge solltest du besser mit den behandelnden Ärzten besprechen, die können dir sagen, wie sowas abläuft.

Antwort
von Gnubbl, 66

Falls deine Mutter eine dementsprechende Patientenverfügung hat, könnte man, je nachdem wie schwer der Hirnschaden ist, die Maschinen abschalten lassen.

Ich wünsche dir viel Kraft die kommende Zeit zu überstehen.

Kommentar von renamickel ,

Erstmal danke,wollte nur sagen das meine Mutter am 9.Juli verstorben ist 

Kommentar von Gnubbl ,

Das tut mir leid für dich, aber für deine Mutter ist es bestimmt besser so. Pass gut auf dich auf.

Antwort
von schwarzwaldkarl, 44

Entscheidend ist wohl, ob es eine Patientenverfügung gibt... 

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