Frage von Basti1989, 84

Mutter wegen Unterhalt, Kindergeld etc. verklagen?

Hallo Leute

Was kann ich gegen folgenden Sachverhalt tun?

Meine Freundin (17 Jahre alt) wohnt seit Dezember 2015 bei mir in der Wohnung. Die Mutter kümmert sich kein Stück um sie. Der Vater hat kein Sorgerecht mehr. Zwecks Geld haben wir für sie ALG II beantragt damit sie überhaupt etwas hat, da sie ja nur zur Schule geht und kein eigenes Einkommen hat. Leider kann meine Freundin auch kein eigenes Konto eröffnen, da sie dazu die Unterschrift der Mutter benötigt, diese jedoch nicht bekommt. Unterhalt zahlt die mutter natürlich auch nicht. Dazu kommt, dass die Mutter in der Schweiz arbeitet und meine Freundin auch kein Kindergeld bekommt. Die Mutter bekommt aber mit ihren Lohn ein sogenannten "Ausbildungszuschuss" von ihren Arbeitgeber in der Schweiz. Nur sehen wir leider nichts von dem Geld. Nun hat uns das Arbeitsamt diesen Zuschuss angerechnet, obwohl wir diesen ja nicht von der Mutter bekommen. Die Mutter hat dies beim Arbeitsamt nachgewiesen, dass sie ja diesen bekommt, aber nicht an meine Freundin weiter gibt, da sie ja kein eigenes Konto hat. (was wir ja nicht eröffnen können, da die Mutter ja nicht unterschreibt). Beim Jugendamt waren wir auch schon, und die machen auch nichts. Achja und das Arbeitsamt will uns jetzt diesen Ausbildungszuschuss gegen das ALGII rechnen und das auch rückwirkend, was sich zu einer hohen Summe zusammen rechnet, was wir zurück zahlen sollen, wo wir aber nie einen Cent davon gesehen haben.

Wir haben jetzt schon überlegt die Mutter auf Unterhalt und Betruges (wegen dem Ausbildungszuschuss) und wegen Vernachlässigung der elterlichen Sorge zu verklagen. Aber was können wir noch tun?

Antwort
von DFgen, 26

Erst einmal vorneweg. "Ihr" könnt garnichts tun.

Deine Freundin ist noch minderjährig - um alle ihre Belange muss sich ihre Mutter kümmern. Sie ist der Tochter unterhaltspflichtig, muss also dafür sorgen, dass die Tochter verpflegt wird und ihr eine angemessene Unterkunft und Kleidung zur Verfügung steht. Sie ist aber nicht verpflichtet, der Tochter dafür Bargeld zur Verfügung zu stellen (auch wenn sie selbst Kindergeld oder Zuschuss... für die Tochter bezieht).

Kommt die Mutter ihrer Verpflichtung nicht nach, muss deine Freundin sich an das Jugendamt wenden. Dieses müsste sich dann um die Freundin kümmern... und die Kosten für ihre Verpflegung und Unterkunft (ggf. in einer Einrichtung des Jugendamtes) von der Mutter einfordern.....

Antwort
von DerHans, 41

Wenn sie noch zur Schule geht, steht ihr AlG 2 gar nicht zu. Sie steht dem Arbeitsmarkt ja gar nicht zur Verfügung.

Ihre Mutter ist für sie unterhaltsverpflichtet. Das ist vollkommen unabhängig davon, wo sie arbeitet.

Die Freundin kann sich Hilfe vom Jugendamt holen. Die werden dann auch den Unterhalt für sie einklagen

Kommentar von Basti1989 ,

naja das ALGII bekommt sie ja, da sie ja auch vor irgend etwas leben muss, wenn sie nicht bei der Mutter wohnt. 

Antwort
von passaufdichauf, 24

Wenn deine Freundin ohne Einwilligung der Mutter ausgezogen ist, dann steht ihr auch kein Unterhalt zu. Sie hätte sich den Auszug genehmigen müssen, entweder von der Mutter, oder eben vom Jugendamt. 

So kann die Mutter die Zahlung verweigern mit dem Hinweis darauf, dass die Tochter genausogut bei ihr wohnen könnte.

Auch das Kindergeld steht ihr als Minderjährige nicht zu.

Sobald sie 18 ist, kann sie bei der Familienkasse einen Abzweigungsantrag für das Kindergeld stellen, da die Mutter keinen Unterhalt zahlt.

Kommentar von haufenzeugs ,

die mutter lebt im ausland. darum wird kind kein kindergeld erhalten und kann auch nichts abzweigen, worauf sie keinen anspruch hat.

Antwort
von SquareMatrice, 47

Vielleicht kann das Jugendamt euch etwas helfen:/ Wirklich schlimm sowas! Ich hoffe ihr bekommt einen guten Berater, sonst gibt es auch nette Anwälte die schon vor der Bezahlung (was euch/ihr eh fast kostenlos zusteht durch Förderungen) helfen möchten

Kommentar von Basti1989 ,

aber sie selber kann noch nicht klagen oder ?

Kommentar von SquareMatrice ,

Glaube nicht, aber ein Stellvertreter bestimmt. Das ist ja auch als Härtefall anzusehen.

Kommentar von Basti1989 ,

aber ein Stellvertreter muss doch auch ein Vormund sein oder ?

Kommentar von SquareMatrice ,

Denke schon, wäre doch aber ok, oder? Gibt ja auch da nette Leute.

Antwort
von Wohlfuehlerin, 49

nun, wenn die tochter aus freien stücken ausgezogen ist, dann hat sie vermutlich schlechte chancen..

die mutter ist nicht verpflichtet, ihr unterhalt etc. zu zahlen, wenn sie genauso gut zuhause leben könnte.

Kommentar von Basti1989 ,

ja aber ihr steht ja der Unterhalt zu und das Verhältnis zur Mutter ist auch absolut unzumutbar. Sie ist ja nicht ohne Grund ausgezogen

Kommentar von haufenzeugs ,

nein der unterhalt steht ihr nicht zu, sie hat ein zimmer bei ihrer mutter.

Antwort
von haufenzeugs, 14

sie hat ein zimmer bei mutti und dort kann sie leben. das arbeitsamt kann nichts anrechnen, was nicht existiert. deine freundin sollte zurück nach hause  ziehen oder sich an ihren vater wenden.

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