Frage von cassandra1999, 89

Mutter von erneutem Ritzen erzählen?

Hallo liebe Community, ich habe mal wieder eine persönliche Frage die mir gerade durch den Kopf geschossen ist.

Ich ritze mich schon seit einem Jahr und meine Mutter hat anfangs recht schnell davon erfahren. Sie sagte mir dass ich damit aufhören solle. Als sie die Narben ein zweites Mal entdeckte war sie enttäuscht. Ich schrieb ihr nach einigen Monaten einen Brief und erzählte ihr darin, dass ich vom Ritzen nicht loskomme und professionelle Hilfe bräuchte. Das nahm sie jedoch nicht ernst und meinte, dass ich keinen Grund zum Ritzen hätte.

Mittlerweile habe ich mehrere kleine tiefe Schnitte am Oberschenkel (sieht im Bikini nicht so schön aus) und mehrere Schnitte am linken Ober- und Unterarm. Ich komme von alleine nicht davon los, Skills helfen nicht. Durch meine panische Angst allein zum Psychologen zu gehen wird die Situation nicht besser. Meine Freunde wissen davon und haben schon versucht mir zu helfen, das hat leider auf Dauer nichts gebracht.

Sollte ich meiner Mutter davon erzählen? Ich möchte einfach nicht dass sie wieder enttäuscht oder sauer auf mich ist 😕

Liebe Grüße, Cassandra

Antwort
von vodkaexer00, 28

Also meine Freundin ritzt sich leider auch und es ist aussichtslos. Tu deinen Nahestehenden Personen den Gefallen und gehe mit einem von ihnen zum Psychologen vor ihm musst du keine Angst haben. Er wird dir versuchen zu helfen auf freundliche Art und Weise. Er wird dich nicht dafür verurteilen. Sprich einfach eine gute Freundin/guten Freund an. Sie/Er wird da sicher mit dir hingehen :) Viel Glück und gute Besserung ;)

Antwort
von Cleolinchen, 10

Hallo cassandra1999,

zuerst einmal tut es mir leid, dass es Dir im Moment so schlecht geht.

Warum verletzt Du Dich denn selbst? Ich habe mir mal deine anderen Fragen angeschaut und daraus geht hervor, dass du seit einiger Zeit wohl unglücklich in einen Freund verliebt bist.

Ich finde es sehr schade, dass Deine Mutter so reagiert, denn es ist sehr lobenswert, dass Du grundlegend schon bereit bist, professionelle Hilfe anzunehmen und einen Psychologen aufzusuchen.

Wenn Deine Mutter Dir dabei gerade noch im Weg steht, kannst Du Dich anderweitig selbstständig an jemanden wenden, z.B. an den Schulsozialarbeiter oder Schulpsychologen. Das wäre ein erster Schritt.

Selbstverletzung kann zur Sucht werden und so wie Du Deine Situation beschreibst bist du auf dem besten Weg da weiter rein zu rutschen. Es bedarf einer großen Portion innerer Überzeugung und Willenskraft gegen diesen Drang anzukämpfen, doch wenn Du wirklich aufhören willst, dann schaffst Du das auch!

Alles Gute,

Cleo

Kommentar von cassandra1999 ,

Eigentlich ritze ich mich hauptsächlich weil ich oft gestresst und traurig bin, da kam ja nun vor einem halben Jahr der Liebeskummer hinzu. Wir haben leider keine solche Person an unserer Schule, an den Vetrauenslehrer würde ich mich ungern wenden da er sich auf diesem Gebiet rein gar nicht auskennt (das habe ich selbst bei einer Freundin erlebt). Ich denke dass das Ritzen bei mir schon zur Sucht geworden ist, deshalb kann ich von allein auch nicht aufhören.

Antwort
von Flupp66, 57

Hey,

Warum bittest du nicht einen deiner sehr guten Freunde, mit zum Arzt zu gehen? Sie helfen dir bestimmt gerne.

Deine Mutter scheint das ja leider nicht so ernst zu nehmen.

Gut, dass du dir Hilfe suchst! 

Kommentar von schokocrossie91 ,

Da kann man nur zustimmen. Nicht ernst nehmen von SvV, Entvalidierung von Gefühle und Verbote bringen genau das Gegenteil.

Kommentar von cassandra1999 ,

Geht das? Also könnte ich eine meiner Freundinnen mit zum Gespräch beim Psychologen nehmen? Meine Mutter ist zwar sonst sehr fürsorglich aber ich hab das Gefühl dass sie bei dem Thema nicht so den Durchblick hat und deswegen einfach enttäuscht von mir ist 😔

Kommentar von Flupp66 ,

Klar geht das. Hatte damals auch Angst, ging mir also auch so. Hab auch jemanden mitgenommen beim ersten Mal. Dann ging es. ;-))

Kommentar von Wtfoxsay ,

nimm halt mit was dran schlimm

Kommentar von cassandra1999 ,

@Wtfoxsay hätte ja sein können dass man das beim Psychologen nicht "darf"?!

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