Frage von Doppelkeks0815, 95

Mutter ist Mittellos- was tun?

Hallo ihr Lieben. Ich habe soeben mit meiner Mutter telefoniert. Sie ist pleite,hat nicht mal mehr was zu essen zu Hause. Ich habe sie diesen Monat (wie schon einige Monate zuvor) bereits finanziell unterstützt und bin nun nicht mehr in der Lage, ihr helfen zu können.

Sie hat eine Pfändung im Konto, 500 Euro sind momentan also weg. (P-Konto bereits vorhanden, leider war der Unterhalt und das Kindergeld meiner kleinen Schwester nicht mehr geschützt) Sie bezieht aktuell keine Leistungen vom JC oder ähnlichem. Gibt es eine Möglichkeit der Unterstützung? Es ist immerhin noch 1 Woche bis zum ersten... Ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann. Ich bin selbst pleite bis auf das Fahrgeld für auf die Arbeit...

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Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Geld & Jobcenter, 16

Solange deine Schwester noch keine 25 ist steht deiner Mutter weiterhin Kindergeld zu,dazu müsste sich deine Schwester z.B. nur bei der Agentur für Arbeit Ausbildung suchend melden und das dann der Familienkasse nachweisen !

Ihren 400 € Job könnte sie dann trotzdem weiter machen bzw.beginnen und wenn deine Mutter nur 800 € Netto verdient dann bleibt nur das Jobcenter als Hilfe übrig,für Wohngeld reicht das Einkommen nicht aus.

Das Jobcenter berücksichtigt aber nur die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) ohne andere Kosten wie Abschlag für den Haushaltsstrom.

Es müsste dann also von den 740 € einiges abgezogen werden,geht man mal davon aus des dann die KDU - 600 € betragen würde dann kämen bei deiner Mutter min. noch mal derzeit 404 € Regelsatz dazu und bei deiner Schwester 324 € wenn sie noch unter 25 aber min. 18 ist.

Demnach sollte der Bedarf dann min. bei ca. 1328 € liegen.

Wenn deine Mutter 800 € Netto hat dann sollte sie min. ca. 1000 € Brutto haben,darauf stehen ihr erst mal ihre 100 € Grundfreibetrag zu,von 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag.

Diese Freibeträge würden dann addiert,theoretisch vom Netto abgezogen und ergeben dann das anrechenbare Einkommen,dieses wird dann auf den Bedarf angerechnet.

Deine Mutter dürfte dann als ca. 280 € an Freibeträgen haben,abzüglich von ihren 800 € Netto würde das ca. 520 € anrechenbares Einkommen ergeben.

Der Bedarf deiner Mutter läge dann bei 600 € KDU - geteilt durch 2 Personen bei 300 € Kopfanteil der KDU + min. 404 € Regelsatz = min. 704 € pro Monat.

Sie hätte aber nur ca. 520 € anrechenbares Einkommen,demnach stünden ihr alleine schon ca. 184 € an Aufstockung vom Jobcenter zu.

Deiner Schwester stünden dann auch diese ca. 300 € KDU - Kopfanteil zu + die 324 € Regelsatz = min. ca. 624 €.

Wenn sie 400 € Brutto wie Netto verdient stehen ihr dann auch die Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu,dass sind dann 160 € und 240 € wäre das anrechenbare Nettoeinkommen.

Zu diesen 240 € würde dann angenommen noch das Kindergeld von 190 € kommen,dass sind dann ca. 430 € gesamt und bei ca. 624 € Bedarf würden ihr ca. 194 € zustehen.

Beiden gesamt stünden dann ca. 378 € pro Monat zu.

Antwort
von habakuk63, 38

Woher hat deine Mutter bisher ihr Einkünfte bezogen, wenn du ihr kein Geld gegeben hast?

Ist es eine neue Situation oder ist es eher die Regel, dass am Ende des Geldes noch etwas vom Monat über ist?

War deine Mutter schon bei einer Schuldnerberatung? Weißt du wofür deine Mutter ihr Geld ausgibt?

All diese Informationen helfen und sind eigentlich notwendig um das Finanzproblem erstmal zu verstehen, um danach eine Lösung erarbeiten zu können.

Kommentar von Doppelkeks0815 ,

Meine Mutter bezieht ihr Geld aus ihrem Job, Zeitarbeit, Mindestlohn. Dazu kommen noch Kindergeld/Unterhalt für meine Schwester.(Was beides ab Mai ausläuft). Es ist keine neue Situation,sondern eher die Regel,dass ihr das Geld nicht reicht. Sie verdient ca 800 Euro netto im Monat,dazu 190 Kindergeld,230 Unterhalt. Miete (inkl aller NK) beträgt 740 Euro. Kindergeld und Unterhalt fallen ab Mai weg,da meine Schwester keine Ausbildung oder einen Schulplatz hat. Sie wird sich mit einem 400 Euro Job versuchen über Wasser zu halten. (Davon gehen 150 Euro ab für Ihre Fixkosten) Sie war bei der Schuldnerberatung,die sie weggeschickt hat,weil sie "nicht hoch genug verschuldet ist". Also beläuft sich das Geld für Mama und Schwester ab Mai: 800 Mama 400 Schwester Abzüglich 740 Euro Miete 150 Euro Fix Schwester Bleiben 310 Euro für beide zum Leben. Die ganze Zeit haben meine mittlere Schwester und ich fleißig bei meiner Mutter mit in den Haushalt investiert (mind jede 200 Euro pro Monat) Das geht aber nun nicht mehr. Also muss eine Lösung her. Wir sind beide verzweifelt,weil wir wissen,dass es so nicht geht. Aber unsere Mutter ist naja..kompliziert. Für sie ist es selbstverständlich dass wir ihr helfen. Was wir ja die ganze Zeit gemacht haben. Aber es geht halt nicht mehr. Sie hat ein Talent einem ein schlechtes Gewissen einzureden... Ich gönne mir schon nichts mehr weil ich weiß, dass ich wieder aushelfen muss bei meiner Mutter... Es ist bescheiden...

Kommentar von Krjhg ,

Ne billigere Wohnung wäre wohl sinnvoll. Die find ich mit 740 Euro recht teuer. Meine Eltern wohnen zu zweit in 55 qm und zahlen 500-600 warm

Kommentar von Doppelkeks0815 ,

In den 740 ist alles inkl. Warmmiete,Strom,Internet,... Das sind bei uns in der Stadt leider übliche Preise und das auch noch relativ günstig.

Antwort
von imchewy, 41

Wenn sie wirklich Garnichts mehr zu Essen hat, dann muss sie wohl auf "Die Tafel" oder ähnliches zurückgreifen.

Ich möchte weder dir noch deiner Mutter zu Nahe träten, aber ich würde mich schon mal genauer erkundigen, wo das ganze Geld denn hingeht.

Nicht, dass du dir Sorgen machst und sie versuchst mit Geld zu unterstützen, während deine Mutter das Geld verschwendet und nicht für den eigentlich gedachten Zweck benutzt. (Ich hab natürlich keine Ahnung über eure Umstände, was mich auch wirklich nichts angeht, aber man hört ja von so einigen Vorfällen...)

LG

Kommentar von imchewy ,

*treten natürlich x)

Antwort
von gerd1011, 49

Sie soll zu einer Tafel gehen, die es in jeder größeren Stadt gibt, dort gibt es Lebensmittel. Ansonsten Hartz4 beantragen, Arbeit suchen (zumindest einen Minijob)

Antwort
von Hanninanni23, 54

Sie sollte mal zum Sozialamt gehen und sich beraten lassen. Ansonsten sollte sie natürlich irgendeiner Arbeit nachgehen - selbst, wenn sie irgendwo putzen oder an der Kasse sitzen muss.

Viel Erfolg und Durchhaltevermögen für euch.

Kommentar von Doppelkeks0815 ,

Sie arbeitet...Sogar Vollzeit. Allerdings mit Mindestlohn und über Zeitarbeit..

Antwort
von Dotter1981, 38

Sie soll sofort ALG II oder - falls nicht arbeitsfähig - Grundsicherung/Sozialhilfe beantragen und dann zur Tafel gehen. Ohne Bescheid bekommt sie dort nichts.

Antwort
von Owntown, 36

In Deutschland muss niemand hungern man kann zum Sozialamt gehen und für alles Anträge stellen, sogar dafür das sich jemand mit einem hinsetzt und die Ausgaben durchgeht, damit sowas nicht nochmal passiert.

Kommentar von Doppelkeks0815 ,

Danke für die Antwort. Muss man da dann zum JC oder aufs Sozialamt ? Bei uns in der Stadt gibt es beides...

Kommentar von Owntown ,

Ich würde zum Sozialamt/Bürgerbüro

Antwort
von Shany, 39

Sie sollte mal zum Sozialamt gehen und da nachfragen

Antwort
von Kandahar, 30

Warum bewegt sie ihren Hintern nicht mal zum JobCenter? Was sie mit ihrem Leben macht, ist ja ihre Sache. Aber da hängt ein Kind mit drin, für das sie die Verantwortung trägt! Ebenso lässt sie zu, dass auch du keinen Cent mehr hast. Sorry, aber die Frau sollte sich schämen!

Es gibt auch in solchen Situationen Hilfsangebote, man muss sich nur mal drum kümmern!

Kommentar von Doppelkeks0815 ,

..und da wir uns damit nicht auskennen, habe ich hier gefragt. Sie will sich ja Hilfe holen (bzw sie MUSS).

Kommentar von Kandahar ,

Damit muss man aber nicht warten, bis die eine Tochter pleite ist und die andere hungrig ins Bett gehen muss. Jeder erwachsene Mensch sollte schon einmal etwas von Sozialhilfe gehört haben!

Eine solche Notlage kommt auch nicht von heute auf morgen. Da könnte man sich beizeiten mal Hilfe suchen.

Ich empfehle ihr, so schnell wie möglich einen Termin bei der Sozialberatung zu machen. Die Leute dort sind sehr kompetent und werden ihr ihre Möglichkeiten aufzeigen. Da sie recht unselbstständig zu sein scheint, werden die ihr sogar bei der Durchsetzung berechtigter Ansprüche helfen. Das ist sogar kostenlos.

Antwort
von kokomi, 37

sie muss ihre finanzen auf die reihe bringen, wer soll ihr jetzt geld geben ..., sie trägt verantwortung

Antwort
von Sternchen811, 35

Ich weiss das es bei uns in Dortmund Kirchen gibt die dich Teilweise unterstützen . Frag doch mal da nach . Lg

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