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Mutter gestorben, wir hatten 15 Jahre keinen Kontakt- soll ich auf Beerdigung?

gefragt von Gloria am 13.09.2007 um 21:32 Uhr

Meine Mutter war eine Meisterin darin, mich zu beschimpfen und nieder zu machen ohne ersichtlichen Grund. War deshalb auch ab dem elften Jahr in einem Heim. Danach ab und an Kontakt, aber immer das gleiche, bis ich ihn abbrach. Gestern hat meine Schwester angerufen, sie ist gestorben. Bin jetzt ziemlich durcheinander und weiß nicht mal, ob ich auf die Beerdigung gehen soll. Chaos im Kopf. Hat jemand eine Idee?


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gri1su
beantwortet von gri1su am 13. September 2007 21:41
11x
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Zunächst einmal trotz Allem mein Beileid. Daß Du jetzt ein Gefühlschaos verspürst, kann ich gut nachvollziehen. Wenn Du dir solche Gedanken machst, war dir Deine Mutter trotz dem, was sie Dir angetan hat, doch nicht ganz so gleichgültig.

Diese Frage von einem Außenstehenden zu beantworten, ist fast unmöglich. Die Antwort kannst eigentlich nur Du selbst finden. Geh einfach mal in Dich und überlege:

  • Warum mache ich mir jetzt solche Gedanken? War sie mir nicht gleichgültig?

  • Habe ich nur schlechte Seiten von ihr kennen gelernt, oder gab es da auch etwas Gutes?

  • War sie nicht auch für mich da, als ich sie brauchte, besonders als Kind?

  • Kann ich an ihrem Sarg endlich meine innere Ruhe finden, eine gewisse "Versöhnung" zustande bringen?

Ich denke, Du wirst zu der richtigen Antwort kommen, und ich weiß, Du wirst an der Beerdigung teilnehmen. Letztendlich war es Deine Mutter, die Dich geboren hat. Und ich glaube, es ist wichtig für Deinen inneren Frieden, daß Du Deine Mutter auf ihrem letzten Weg begleitest.

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 13. September 2007 22:09

Eine sehr gute Antwort.DH


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 13. September 2007 21:42
9x
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Wie fühlst Du Dich? Nur darauf kommt es an. Vergiß die Konventionen. Horche in Dich hinein und finde heraus, was Du wirklich willst und was gut für Dich ist.

Wenn Du das festgestellt hast, laß Dir von keinem reinreden. Du bist nichts und niemandem verpflichtet - nur Dir selbst.

Kommentar von 8852d6c5d7c543b504c3a6286bbb58fcsmallEastside am 13. September 2007 22:23

DH !!!

auch meine Meinung


angel000
beantwortet von angel000 am 13. September 2007 21:36
8x
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schwere frage. erstmal mein beileid.....ich denke ja um dich zu verabschieden zur not schreib einen brief mit all den empfindungen ihr gegenüber und wirf ihn mit ins grab

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 13. September 2007 21:38

Das mit dem Brief finde ich gut...

Kommentar von 6bde64de31a93ecf6d9d83860f720248smalldock69 am 13. September 2007 23:27

Zu Lebzeiten hätt sie den Brief ja noch lesen können, aber so ...


xyungeloest
beantwortet von xyungeloest am 13. September 2007 21:40
8x
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komm erst mal zur ruhe und besprich dich mit deinen anderen angehörigen.

ich verstehe, dass es dir sehr weh getan hat, dass deine mutter nicht sehr liebevoll mit dir war und du sogar im heim deswegen warst.

aber geh noch mal in dich und komm vielleicht zu dem schluss, dass dadurch das du zu dieser beerdigzng gehst auch ein abschnitt deiner schlechten erinnerungen irgendwie beendet werden könnte.

zumindest etwas leichter werden kann.

ich wünsche dir viel kraft und alles gute.


wandpilz
beantwortet von wandpilz am 13. September 2007 21:44
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Mir schwirrt immer die Redensart "die letzte Ehre erweisen" im Kopf umher. Du musst also entscheiden, ob du das Leben deiner Mutter ehren willst oder nicht.



dock69
beantwortet von dock69 am 13. September 2007 21:44
8x
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Entscheide das allein für Dich, nicht für andere. Wenn Du ein Bedürfnis verspürst, dann geh hin. Wenn Du Dich damit nicht wohl fühlst, dann lass es einfach. Wenn Ihr Euch im Leben nichts mehr zu sagen hattet, dann "nützt" dieser Gang nun auch kaum noch etwas.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 13. September 2007 21:36
7x
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Du solltest schon, finde ich. Trotz allem hat sie dir dein Leben geschenkt; da solltest du wenigstens nach ihrem Tod einmal bei ihr sein. Und: Vielleicht machst du dir irgendwann mal Vorwürfe, wenn du nicht dabei gewesen bist und ihr (wenigstens zum Teil) verziehen hast. Dann kannst du es nicht mehr nachholen.


anonym
beantwortet von poetvl am 13. September 2007 21:37
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Auch wenn bei dir wohl im Leben einiges schiefgelaufen ist, zumindest was dein Verhältnis zu deiner Mutter betraf. Sie ist wohl gestorben, ohne das Sie dich nochmal gesehen hat, oder gar mitdir geredet hat. Das ist traurig, aber ich kenne ja die näheren Umstände nicht. Auf die Beerdigung zu gehen ist ein Muss. Es ist der letzte Weg, den du mir Ihr gehst. Sie jetzt alleine zu lassen, kannst du ihr nicht antun. Ich wünsch dir den Mut und die Kraft dazu. Dein Gewissen dürfte dich wohl ewig plagen, wenn du es nicht machst.

Kommentar von 8852d6c5d7c543b504c3a6286bbb58fcsmallEastside am 13. September 2007 22:34

@poetvl: ich glaube nicht, daß die Mutter bei der Beerdigung noch mitbekommt, wer aller dabei ist...


anonym
beantwortet von hellmi am 13. September 2007 21:40
4x
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tja, ich verstehe, das ist sicher schwierig für dich, aber trotzdem würde ich hingehen - hass über den tod hinaus kann nicht guttun - dir selbst würde es irgendwann leidtun - geh also hin und verabschiede dich von ihr. sicher hat sie wohl einiges falsch gemacht, aber immerhin hat sie dir das leben geschenkt und außerdem sind wir lebenden hier ja nicht die richter - also, kopf hoch und durch, du schaffst das schon !

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 13. September 2007 21:47

Genauso sehe ich das auch, wenn Du nicht gehst, wird sie Dein Leben lang Macht über Dich haben und das solltest Du Dir nicht antun. Mein Beileid, erst recht für Deine unglückliche Kindheit.


ina1992
beantwortet von ina1992 am 13. September 2007 21:35
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hallo, ich als kind würde sagen: ja! sie ist deine mutter, hat dich groß gezogen, geliebt und dich gewollt. sie hat alles für dich gegeben und nun solltest du sie noch ein letztes mal sehen, später wirst du es sonst bereuen. glaub mir. lg

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 13. September 2007 21:36

sag mal, liest du schlecht oder fehlt die brille?

Kommentar von 83505e3688b460db0c1b23cf1e0d548asmallina1992 am 13. September 2007 21:39

na hör mal, nicht so frech :-) ein guter bekannter hatte das selbe problem, und es ist und bleibt nun mal die mutter. es mag ein fehler gewesen zu sein, sicher sogar, aber man sollte nicht vergessen, mutter ist mutter. und die liebe ist noch da, sonst würde man sich nicht die frage stelen, auf die beerdigung zu gehen. ach ja, entschuldigung, auch mein beileid.

Kommentar von Simple_avatar10smallxyungeloest am 13. September 2007 21:43

was du schreibst, ist genau das gegenteil, was die fragestellerin erlebt hat.

nämlich keine liebende mutter, die sie gewollt hat und geliebt hat.

sie wurde beschimpft und war im heim.

daher denke ich, du hattest die frage nicht wirklich gelesen, ina.

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 13. September 2007 21:47

Mutter hin-Mutter her, als Kind habe ich es aber auch nicht nötig, mich von ihr ein Leben lang treten zu lassen.


charlytake
beantwortet von charlytake am 13. September 2007 21:39
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Wer soll Dir das hier beantworten. Das mußt Du mit Dir (deinem Gewissen) selber ausmachen.


Qetan
beantwortet von Qetan am 13. September 2007 21:40
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Wenn Du des Todes Deiner Mutter wegen ein Chaos im Kopf hast, zeigt das ganz klar, dass Du trotz allem, was zwischen Euch war, noch Gefühle für sie hast. In dem Fall würde ich unbedingt zur Beerdigung gehen. Beschimpfen kann sie Dich ja nicht mehr. Du kannst in aller Ruhe Abschied von ihr nehmen. Wenn Dir die Beerdigung nichts bringt, kannst Du sie ja einfach vergessen.


JakobsEltern
beantwortet von JakobsEltern am 13. September 2007 21:40
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Ja, gehe hin. Dann musst Du Dir niemals vorwerfen es nicht getan zu haben.


Marah
beantwortet von Marah am 13. September 2007 22:29
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Ich kann nur sagen, was ich machen würde...Ich würde hingehen um mit der Sache abzuschließen. Ob Du deine Mutter ehren möchtest oder nicht, es endet ein Lebensabschnitt und das sollte man, meiner Meinung nach, dierekt erleben.Erstmal wird bestimmt einiges wieder hochkommen aber vielleicht hilft Dir dieser Vorgang, um das Erlebte zu verarbeiten. Ich wünsche Dir auf jeden Fall, Alles Gute!


minister
beantwortet von minister am 13. September 2007 22:02
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Mein Beileid.

Es gibt Fälle, da muss man sich mit seiner eigenen - unangenehmen - Vergangenheit versöhnen.
Selbst wenn keine Liebe oder Sehnsucht für die Mutter mehr zu spüren ist, ist dies vielleicht der Augenblick, um höhere Gerechtigkeit zu beweisen, frei nach dem Motto "Vergelte Böses mit Gutem".



Nordlicht
beantwortet von Nordlicht am 14. September 2007 01:56
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Herzliches Beileid....

An Deiner Stelle, würde ich gehen. Lass es hinter Dir. Die Frage hast Du Dir übrigens schon selbst beantwortet. Du beschäftigst Dich damit, das heisst es ist Dir nicht so "egal".

Wenn Dir das alles zuviel ist, verabschiede Dich später, aber bitte, tu es....Für Deinen Frieden!!!


Luise
beantwortet von Luise am 14. September 2007 05:49
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Ich würde hingehen und Angels Briefidee finde ich auch gut, beleidige sie aber nicht, sondern stelle klar. Einfach sachlich bleiben, versöhnlich schreiben, dann bekommst Du einen klaren Kopf, eine normale Beziehung und einen guten Abschied.


chieren
beantwortet von chieren am 14. September 2007 06:39
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Es ist wirklich Traurig,das sowas gibt - eigen Fleisch und Blut !?Aber nichts desto trotz sie war deine Mutter....vielleicht hätte man zu Lebzeiten durch Gespräche wieder zusammen zu finden!!Nun ist es zu spät wie oftmals im Leben!!


galix
beantwortet von galix am 19. Dezember 2007 15:26
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Trotz allen Kontroversen: Mein herzlichstes Beileid! Ich würde dir raten zu der Beerdigung zu gehen. Es wäre bestimmt viel schwerer zu ertragen, wenn du zu einem späteren Zeitpunkt erkennen müsstest, dass du eine unwiederbringliche Gelegenheit verpasst hast. Meist bereuen wir doch die Dinge, die wir NICHT getan haben weit mehr als alles, was wir falsch gemacht haben.


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