Frage von brokkoligsischd, 6

Mutter ein Hypochonder, Familiensituation am Bröckeln?

Hallo Leute!

Es folgt ein langer Text. Ich danke jetzt schon einmal jedem, der sich die Zeit nimmt, diesen zu lesen und zu antworten.

Seit ich klein bin, war Hygiene in der Familie sehr wichtig. Ich finde es sehr gut, dass ich so erzogen wurde, da mir auffällt, bei wie vielen Menschen dieses Thema vernachlässigt wurde. Innerhalb der letzten zwei Jahre ist mir aber aufgefallen, wie sehr meine Mutter dieses Thema übertreibt.

Ich habe den Verdacht, dass sie an einer hypochondrischen Störung leidet. Körperkontakt gegenüber ist sie abgeneigt, selbst bei Familienmitgliedern. Hände waschen nach jeder Tat ist oberste Priorität, jeder kleinste rote Fleck oder Hubbel wird kritisch beäugt und sofort nachgeforscht, was das sein könnte. Die darauffolgenden Tage dürfen mein Vater und ich uns dann anhören, ob das etwas Schlimmes sei, ob sie zum Arzt soll usw. Bei jedem roten Hubbel, den ein anderer auf dem Körper (vorzugsweise Gesicht) hat, schöpft sie sofort den Verdacht auf Herpes. Normales Kommunizieren ist danach nicht mehr möglich, da es dann nur noch dieses Thema im Haushalt gibt.

Ständig wirft sie einem vor, dass man nicht vorsichtig genug sei. Dabei ist die gesamte Familie alt genug, um selbst auf sich aufzupassen. Wenn sie davon ausgeht, dass mein Vater Herpes hat, bemängelt sie jede Verhaltensweise an ihm. Wenn er sich die Nase putzt, wenn er sich das Gesicht wäscht, überall sei er zu unvorsichtig, er würde uns alle damit infizieren und seine Krankheiten in der Familie verbreiten.

Jedes Mal wenn mein 8jähriger Cousin uns besuchen kommt und sich nach Eintreten in die Wohnung nicht die Hände wäscht, sondern sich sofort auf den Sofa setzt, wird nachdem er gegangen ist, sofort alles desinfiziert, dem er sich ansatzweise genähert hat. Teilweise fängt meine Mutter an zu heulen, weil sie sagt, dass sie es hier einfach nicht mehr aushält in der Gegenwart von infizierten Menschen.

Oft habe ich versucht, mit ihr ein Gespräch zu suchen, um die Gründe für ihr krankhaftes Verhalten herauszufinden. Hygiene ist wichtig, das sehe ich ein, aber ihr Verhalten schafft bei uns allen nur Unruhe und Streit, weil jeder genervt von ihr ist und sie nichts anderes mehr im Kopf hat. Sie sagt dann immer, sie sei der Meinung, dass sie niemand versteht und dass es ihr einfach wichtig sei, dass sie und ich nicht angesteckt werden, da sie sich sonst vor sich selbst ekelt und diese Krankheiten alle so gefährlich seien.

Ich bin der Meinung, sie sollte einen Psychotherapeuten aufsuchen, oder zumindest einen Psychologen. Ich konnte ihr Verhalten hier nicht so gut schildern, aber sie treibt es echt in ein unbeschreibliches Extrem. Doch wenn man sie damit konfrontiert, sagt sie nur, sie sieht das nicht ein, denn wir alle seien nur zu unvorsichtig und mit ihr stimmt alles.

Es hört sich vielleicht so an, als ob ich übertreibe, aber hier wird nur noch gestritten und ich will, dass das ein Ende hat. Es ist echt nicht mehr auszuhalten. Was soll ich machen?

Antwort
von beangato, 3

Deine Mutter IST krank - schon das ständige Händewaschen deutet drauf hin.

Hygiene ist wichtig. Aber wenn man es übertreibt, entwickeln sich Allergien.

Ich glaube auch, dass sie professionelle Hilfe braucht. Ihr könnt leider gar nichts machen (höchstens nicht auf ihre Äußerungen reagieren), denn sie muss selbst einsehen, dass sie Hilfe braucht.

Antwort
von yaral, 4

Wenn deine Familie es genau so nervt wie dich solltest du deine ganze Familie einsammeln ib deine Mutter ins Gewissen reden. Meine Freundin leidet an sowas auch und helfe ihr dabei indem ich sage das es nicht schlimm ist denn sie weiß es selber. Wenn also sein Mutter weiß das es 'krankhaft' ist (nicht fies gemeint Tschuldigung;-;), wird alles leichter. Darf ich fragen wie alt du bist?

Kommentar von brokkoligsischd ,

Bin 16

Antwort
von Janaenkel, 3

Jo, deine Mutter ist eindeutig psychisch krank und sollte dringend zum Arzt gehen. Das klingt nach einer Mischung aus Hypochondrie und Zwang. Das ist eine ernste Erkrankung, du kannst davon ausgehen, dass deine Mutter sehr darunter leidet.

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