Frage von FailLord2014, 80

Mutter denkt ich mache nichts "sinnvolles"?

Abend,

also seid ich jetzt aus der Klinik draußen ist meine Mutter nicht mehr so wie vorher. Klar in der Zeit der Therapie hat sie sich auch geändert, aber jetzt ist für sie anscheinend alles was ich tue "sinnlos" oder "fördert meine Depressionen". Ich war schon immer der Typ Mensch der lieber für sich ist, und wenn ich schon eine Mintue zu lange mit anderen zusammen bin, bedrängt mich das. Aber seit ich jetzt mit der Therapie in der Klinik fertig bin, drängt sie mich fürmlich, was mit meinen Freunden zu machen. Ob diese keine Zeit haben interessiert sie in keiner Weise, oder zieht sie einfach nicht in erwähgung, oder sie hält eine "Standpauke" darüber das ich nicht wieder in so ein Loch fallen soll, und mich von anderen isolieren soll. Und da ich momentan auf eine Rückmeldung des Arbeitsamtes warte habe ich nichts zu tun. Also zeichne ich die meiste Zeit, oder schreibe mit Freunden, die in anderen Ländern wohnen/leben. Raus gehen tu ich auch, aber das dann wiederrum nur alleine.

Selbst das zeichnen sieht meine Mutter als "sinnlos" an. Das macht mich echt fertig weil, das einfach das einzige ist was ich relativ gut kann.

Momentan wünsche ich mir einfach das meine Mutter damit aufhört. Es macht mich einfach so fertig, einfach weil es für mich so ist als würde sie alles sche*ße finden was ich mache.

Was kann ich machen damit mich sowas nicht mehr so fertig macht? Oder was kann ich machen, damit meine Mutter damit aufhört?

Antwort
von Laurena94, 6

Hallo

Das Problem hatte ich mit meiner Mutter auch. Jetzt zum Glück nicht mehr. 

Aber früher da hat sie immer nur an mir herumgemeckert. Das Schreiben das ich tat hielt sie für zeitverschwendung. Sie hätte es nicht mal gelesen wenn ich sie nicht solange überredet hätte. Was ich tat war ihr nie gut genug und immer zu wenig. 

Besonders auch seit ich wegen der Psyche in Behandlung war. Sie War übervorsichtig. Sie dachte sie weiß es besser und wollte eigentlich nur helfen, was ja ein toller Zug von ihr war, hat es im Grunde aber nur verschlechtert. 

Ich konnte auch nicht mit ihr reden weil sie nicht verstand. Oder falsch verstand und am ende haben wir immer gestritten. 

Mit der Zeit, als sie sah das es mir besser ging und auch längere zeit besser ging ist sie aber lockerer geworden. Nicht mehr so übervorsichtig. Vielleicht braucht deine Mutter auch einfach mehr zeit. 

Auch ich hab mich bemüht ruhiger zu werden. Nicht alles was sie sagte als Kritik aufzunehmen. 

Du kannst auch versuchen doch mit ihr zu reden? Was soll schlimmstenfalls schon passieren. Das ihr streitet? Das passiert auch wenn ihr darüber nicht miteinander redet und dann einfach explodiert weil der Druck sich in euch angestaut hat. 

Wenn du trotzdem nicht willst dann erzähl ihr einfach was dir helfen würde. Wobei du dir Unterstützung wünscht. Du brauchst ihr dann gar nicht sagen was sie verkehrt macht. 

Ansonsten mach entspannungsübungen oder besorgen dir einen Stress Ball. Damit kannst du dann herunter kommen versuchen wenn sie dich wieder unter Druck setzt.

Ich wünsche dir auf jeden Fall alles gute und auch das du weiterhin gesund bleibst 

Antwort
von karinili, 21

Zwei Sachen.

Erstens, deine Mutter macht sich nur Sorgen um dich. Das ist ihre Art das zu zeigen und sie meint zu wissen, da sie jetzt die Diagnose kennt, dass das was du tust, nicht das beste für dich ist. Sie will, dass du etwas aus deinem Leben machst und das was du tust, ist ihrer Meinung nach, nicht das, wie du es handhaben sollst.

Ich betone das "ihrer Meinung nach". Sie meint es nicht böse. Sie will das beste für dich. Aber Menschen – und Mütter scheinbar sehr oft – scheinen zu vergessen, dass das, was für sie das beste scheint, nicht das beste für dich und deinen Gefühlszustand ist. Das kannst nämlich nur du selbst wissen, was dir in diesem Moment gut tut und was nicht.

Zweitens: Rede mit ihr. Sprich sie darauf an, dass deine Bedürfnisse nach Zeit mit deine Freunden anders ist. Dass du diese Ruhephasen brauchst, eben um nicht wieder in dieses Loch zu fallen. Dass das Zeichnen dir Kraft gibt, die du brauchst, um den Bescheid des Arbeitsamtes – wie auch immer der Ausfallen mag – dann weiter anzugehen. Es gibt Menschen, die Kraft aus der Zeit unter Leuten ziehen und es gibt Leute, die Kraft tanken, wenn sie alleine und für sich sind. Du scheinst letzteres zu sein, und das wird auch früher oder später deine Mutter begreifen müssen.
Wenn du den Mut hast, sage ihr auch vorsichtig, dass sie dich mit ihrem Verhalten unter Druck setzt, was in deiner Situation nicht hilfreich ist, da du im Moment versuchst, das beste aus deiner Situation zu machen. Und nur weil eine Therapie beendet ist, heißt das noch lange nicht, dass du wieder "funktionierst wie früher". Nach einer langen Grippe ist man doch auch erst mal schwach, und muss wieder zu kräften kommen ;)


Viel Glück!

Kommentar von FailLord2014 ,

Ich denke das fasst so ziemlich zusammen wie die Situation momentan ist.

Ich habe aber angst mit meiner Mutter darüber zu reden.

Kommentar von karinili ,

Es nützt nichts, wenn du damit hinter dem Berg hältst.
Ich kenne das selbst, ich halte damit immer hinter dem Berg, bis ich es nicht mehr aushalte und meiner Mutter in einem Streit um die Ohren pfeffere – nicht der beste Weg^^°

Kommentar von FailLord2014 ,

Das, dass nicht der beste Weg ist kann ich mir schon vorstellen.

Antwort
von PCtiger, 29

Wie wäre es mit einem Gespräch mit deiner Mutter zusammen beim Therapeuten um die Probleme anzusprechen und gemeinsam zu einer Lösung zu kommen? :)

Kommentar von FailLord2014 ,

Ich weiß aber von meine Mutter das sie dort, dann so tut als würde sie verstehen was ich meine oder so. Und wenn wir dann draußen sind meckert sie rum, was denn damit meine, oder wieso ich das meine.

Antwort
von Elektro1997, 15

Gehst du jetzt im Anschluss noch zu einer ambulanten Psychotherapie? 

Wenn ja nimm deine Mutter mit und sprich mit ihr und der Therapeutin über eine aktuelle Lage, sie wird deiner Mutter deine Empfinden auf eine andere Art und Weise klar machen .

Nach Abschluss kann ich dir nur empfehlen dir noch eine kleine Hilfe zu holen.

Lg Kim

Kommentar von FailLord2014 ,

Ja ich gehe ab Morgen zur ambulanten Therapie. Ich habe angst es dort an zu sprechen. Das letzte mal als ich etwas angesprochen habe, was meine Mutter nicht so empfunden hat lief nicht so gut. Sie hat während der Sitzung so getan als würde sie verstehen, und als wir draußen waren hat sie förmlich, rum gemeckert was ich den damit meinen würde.

Antwort
von Murdocai, 22

Ich würde sagen das deiner Mutter natürlich alles daran liegen wird, das du nicht noch einmal so eine Therapie machen musst, sie hat wohl einfach große Angst davor.

Rede mit ihr, sag ihr es hat sich bei dir was geändert und das du momentan wirklich versuchst das beste draus zu machen. Und das Zeichnen? Man, jeder braucht ein Hobby, auch du :)

Kommentar von FailLord2014 ,

Nur leider hält meine Mutter von dem Hobby anscheinend gar nichts.

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