dagmar164 am 10.02.2007 um 18:54 Uhr
Muß er (20 Jahre in Ausbildung) die "Spielregeln" beachten und wenn ja, wie bringe ich ihn dazu. Zur Zeit tut er nur das was ihm so paßt und obwohl wir noch vieles für ihm tun, kommt keine Gegenleistung.
Wenn er die Regeln nich befolgt und sich nicht am Haushalt beteiligt soll er doch ein bißchen von seinem Gehalt als Miete abgeben. Vielleicht trifft man da den richtigen Punkt.
Habt ihr ihm das auch mal genau so gesagt? Er ist immerhin zwanzig Jahre alt und damit eigentlich erwachsen. Ich würde ihn mal freundlich darauf hinweisen, dass er sich von seinem Ausbildungsgehalt auch ein kleines Zimmer mieten kann und dann kann er tun und lassen was er will. Du darfst mich nicht falsch verstehen. Er soll natürlich nicht ausziehen. Aber vielleicht kann ihm in einem Gespräch dann mal vor Augen führen, wie gut er es zu Hause hat, wenn Mama wäscht, kocht....
dagmar164 am 10. Februar 2007 19:37 ...ihm außerdem das Auto finanziert, die Handyrechnung bezahlt(Azubi-Vergütung 160€) und ihn jeden morgen weckt,(damit er nicht verschläft) und das Frühstück zubereitet...
Kai aus Berlin am 10. Februar 2007 19:47 Im Hotel nehme ich auch gern jeden Service mit, wenn er nicht separat auf der Rechnung steht. Wenn Dir das ähnlich geht, dann verstehst Du vielleicht Deinen Sohn ... ;)
dagmar164 am 10. Februar 2007 20:36 Hallo Kai, genau so ist es, im Hotel Mama lebt es sich prima und dehalb weiß ich ebend nicht, welche Grenzen bzw. Regeln sinnvoll sind. Auf Fragen von mir gibt es oft nur ein genervtes "ja" oder "hab jetzt keine Zeit". Und dabei dachte ich immer Jungs sind pflegeleichter :-) als Mädchen.
Kai aus Berlin am 10. Februar 2007 21:09 Stell Dir vor, Du gründest mit jemanden eine WG. Du hättest bestimmt genaue Vorstellungen, wie die Grenzen und Regeln aussehen würden. Mach es genauso mit Deinem Sohn. Und für ernsthafte Gespräche läßt Du ihn einen Terminvorschlag machen, Grundsätzliches bespricht man auch nicht zwischen Tür und Angel.
JA !!! Nur muß das ganz eindeutig abgeklärt werden, welche und wann. Der Extremfall, wenn es gar nicht mehr geht, ------- HOTEL MAMA GESCLOSSEN ----------- Aber vorher sollte man zuerst, wie oben schon mehrfacherwähnt, 1. Gespräch ( evtl. an neutralem Ort ) 2. Bezahlung und als dritte Möglichkeit gibt es auch Hilfe von Öffentlichen und sozialen Einrichtungen, die in Gesprächen helfen können, solche Dinge ins Lot zu bringen.
Ich bin selber über 20, ich wohne aber auch nicht mehr daheim und ich bin auch schon selber Mama. Ehrlich gesagt sollte er sich schon an die Regeln im Haushalt der Eltern halten. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen würde ich es vielleicht mal damit probieren das man sagt entweder oder. Halte dich an unsere Regeln und wir sind bereit dir weiterhin zu helfen (Wäsche waschen, Essen kochen, usw.). Ihm halt mal zeigen das es auch anders geht. Wenn er sich nicht daran halten will, soll er auch erfahren wie das leben ist wenn man ihm nicht mehr bei allen Dingen mit Rat und Tat zur Seite steht. Bei mir hat das auch geholfen.

Ja, regle das über Preis oder Leistung. Er zahlt einen Basispreis für Miete usw. und übernimmt bestimmte häusliche Pflichten. Für Extras, wie z.B. das Wäschewaschen verlangst Du einen Obolus. Deinem Sohn steht frei, Ersatzleistungen innerhalb der Familie zu übernehmen oder seine Wäsche selbst zu waschen oder sie in den Waschsalon zu tragen und dort dafür zu bezahlen. Solange Du ihm "den Hintern für lau hinterher trägst" wird sich nichts ändern. Schließlich hat er es so von kleinauf gelernt. Änderst Du nichts, wird er auch nichts ändern. Akzeptiere aber auch, dass er erwachsen ist. Reglementiere nur Dinge, die Euer Zusammenleben direkt betreffen. So allgemeines Blabla, wie "Solange Du Deine Beine unter unseren Tisch ... usw." sind kontraproduktiv. Wenn er Lust hat, sich ein Tattoo machen zu lassen, geht Dich das genausowenig an, wie die Uhrzeit, wann er nach Hause kommt.
Meine Eltern haben mir in meiner Pflegelzeit immer gesagt: "Solange Du hier bei uns wohnst, hast Du Dich an unsere Spielregeln zu halten!" Irgendwann haben sie mir auch einmal Nahe gelegt, mir eine eigene Wohnung zu suchen. Ich bin da wohl ganz schnell wieder normal geworden.
Vielleicht hilft das bei Eurem Sohn ja auch. Viel Glück!