Frage von HerrNausG, 52

Muss sich ein Erbe um den Hund des Erblassers kümmern bzw. für dessen Unterhalt sorgen?

Eigentlich sagt es schon der Titel. Hunde sind ja eher zeitaufwändig in der Betreuung. Es geht um einen großen Hund, der ordentlich Auslauf braucht.

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von jodelblumenberg, 32

Ist das nicht eher eine moralische Frage? Wenn jemand gestorben ist und ein Haustier bleibt zurück, natürlich sollten sich da die Verwandten darum kümmern. Das Tier ist schließlich auch am Trauern. Wenn sich absolut niemand in der Lage dazu fühlt, dann bleibt ja noch das Tierheim- die Kosten dafür können ja unter den Erben verteilt werden.

Kommentar von HerrNausG ,

Das  sehe ich ganz genauso, ein Tier ist keine Sache. Es geht in meinem Fall um einen Hund, der schon 4 Wochen in der Familie des Erben war, weil der Verstorbene solange im Krankenhaus war.

So ein Tier kann man nicht einfach "wegwerfen" wie ein altes Sofa sondern muss sich drum kümmern. Man hat ja z.B. auch das Auto angenommen. Mir geht es nur um die Frage, ob es die Pflicht war, sich um das Wohlergehen des Hundes zu kümmern.

Kommentar von jodelblumenberg ,

Im deutschen Rechtssystem gelten Tiere ja als Sache- also denke ich, wenn man ein Erbe annimmt, das die Sache Tier beinhaltet, ist man verpflichtet, sich darum zu kümmern. Wenn man einen Wald (z.B.) erbt, muß man diesen ja auch "bewirtschaften". Ich denke schon, dass man rechtlich da verpflichtet werden kann, dafür zu sorgen, dass das Tier nicht verwahrlost oder verhungert.

Kommentar von HerrNausG ,

So sehe ich das auch. Soviel ich weiß, hat der Erblasser auch noch im Krankenhaus nach dem Hund gefragt, als er noch sprechen konnte. Also lag ihm das natürlich sehr am Herzen, obwohl sterbenskrank.

Antwort
von maxi6, 8

Ich bin der Meinung ja, denn wenn man ein Erbe antritt, gilt der Hund als Sache, die man mit dem Erbe übernommen hat.

Ansonsten wäre es für mich auch noch eine Ehrensache, denn wenn ich schon erbe, dann sorge ich auch für evtl. Haustiere und gebe die nicht im Tierheim ab.

Kommentar von unddannkamessah ,

Nicht jeder hat Platz für einen Hund im Leben. Allergie, anderes Tier bereits vorhanden, etc...

Kommentar von maxi6 ,

In meinen Augen sollte so jemand dann auch nicht erben wollen.

Antwort
von sassenach4u, 27

Gibt es ein Testament? Ist die Betreuung des Hundes evtl. damit verknüpft? Dann ja, sonst können sie ihn ins Tierheim geben, wenn sie sich nicht kümmern können/wollen.

Antwort
von Nube4618, 33

Wenn das Erbe angenommen worden ist, kann der Erbende damit nach eigenem Ermessen verfahren, sofern keine anderslautenden Zusatzklauseln im Testament vorliegen.

Antwort
von Kleckerfrau, 33

Wenn man erbt, erbt man auch die Tiere.

Es bleibt natürlich dir überlassen ob du den Hund behältst oder abgibst.

Antwort
von Barolo88, 34

wenn nichts derartiges im Testament steht, kannst du den Hund in ein Tierheim geben oder verschenken

Kommentar von HerrNausG ,

Verschenken ist bei einem auch noch eher ungehobelten großen Hund unrealistisch. Und er kam schon mal aus dem Tierheim und hat dort in kurzer Zeit viel Ärger gemacht, absolut unverträglich mit anderen Tieren. Tierheim war also nur eine theoretische Möglichkeit.

Antwort
von kleinknarf, 22

Erbe ist Erbe. D.h. du erbst alles und kannst dir nicht nur die Rosinen aus dem Erbe pflücken.

Erstmal hast du dich in der einen oder anderen Weise darum zu kümmern. Was du, nachdem du dein Erbe angetreten hast, dann mit ihm machst, bleibt dir überlassen.

Kommentar von HerrNausG ,

So sehe ich das auch. Entweder Erbe antreten oder sein lassen. Entstehen Pflichten, muss ich diese erfüllen. Egal ob ich es selbst mache oder andere dafür anstelle.

Also den Hund in ein Tierheim oder für Betreuung sorgen, verschenken ist bei älteren, großen Hunden eher unrealistisch.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten