Babsi1985 am 04.12.2008 um 8:22 Uhr
Vor ein paar Jahren hat mir jemand erzählt, dass sie (Blutgruppe A positiv), wenn sie von ihrem Freund (Blutgruppe A negativ) schwanger ist, irgendetwas spritzen lassen muss, da sich positiv und negativ nicht vertragen. Nun ist eine Freundin von mir schwanger und die Blutgruppen der beiden sind auch positiv / negativ. Ihr wurde aber nie gesagt, dass sie etwas spritzen muss? Stimmt das jetzt oder nicht? Wenn ja, wieso???
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Zu den Menschen mit Rhesus-Negativem Blut gehören nur etwa 15 %. Wenn Sie nun zu den wenigen Menschen gehören die Rhesus-Negativ sind und ein Kind bekommen, das Rhesus-Positiv ist, besteht die Gefahr, dass Ihr eigener Körper Abwehrstoffe gegen die Blutgruppe Ihres Kindes produziert. Das passiert dann, wenn über Ihre Plazenta, in welcher der Blutaustausch mit Ihrem Baby statt findet, das Blut Ihres Kindes in Ihr eigenes gelangt. Denn Ihr Körper sieht diese fremden roten Blutkörperchen, auch Erythrozyten genannt, als Eindringlinge an, gegen die er sich wappnen muss.
Um Ihr erstes Kind müssen Sie sich in diesem Fall keine Sorgen machen, denn hier besteht noch keine Gefahr. Aber sind erst einmal Antikörper gegen das „Unbekannte“ produziert worden, kämpfen sie gegen jedes weitere Kind an, das Rhesus-Positiv ist.
Heutzutage kann man jedoch schon in der ersten Schwangerschaft handeln und mit Hilfe der Anti-D-Immunglobulin-Spritze die Bildung von Antikörpern verhindern. Nach der Geburt Ihres Kindes wird dessen Blutgruppe bestimmt und im Falle von Rhesus-Positiv bekommen Sie eine Anti-D-Spritze. Diese Spritze wird auch nach einer Fehlgeburt und nach einer Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) gegeben. So wird verhindert, dass sich Ihr Abwehrsystem „ankurbelt“ und für das nächste Rhesus-Positiv-Kind gibt es keine Probleme.
http://www.reer.de/index.php/cat/c107_Rhesus-Unvertraeglichkeit.html

ich kenne das nur wenn mutter und kind die gleiche bg haben-hat was mit dem rhesusfaktor zu tun
Babsi1985 am 4. Dezember 2008 08:25 als wenn zB Mutter positiv und Kind negativ ist oder?

Das habe ich noch nie gehört...
na dann kannst du ja auch keinen Rat geben...
Sandra2804 am 4. Dezember 2008 08:33 Sie fragte ob das stimmt, ich bin der Meinung das es nicht stimmt und das tue ich mit meiner obigen Aussage kund.
Nein, du versuchst einfach nur Punkte zu schinden -und das, ohne eine Antwort zu geben.
Sandra2804 am 5. Dezember 2008 09:00 Na du musst es ja wissen..
Also die Blutgruppe soweit ich weiß ist gar nicht ausschlaggebend entscheident ist der Rhesusfaktor positiv oder negativ aber das sind aussnahmefälle
Babsi1985 am 4. Dezember 2008 08:36 ja ich hab eh den rhesusfaktor gemeint :-)

Es geht nicht um die Blutgruppe sondern um den sog. Rhesus-Faktor. Wenn die Eltern unterschiedlichen Faktor haben (einer +, der andere -), dann kann das Kind sowohl das eine oder das ander bekommen. Haben dann Mutter und Kind unterschiedlichen Rh-Faktor, dann kann es zu Schwierigkeiten kommen, weil sich im Blut des einen Antikoerper entwickeln gegen das Blut des anderen, d.h. der eine Koerper wehrt den anderen ab.
Hier enden allerdings meine Kenntnisse. Ich weiss nicht, ob das immer auftritt, wenn Mutter und Kind unterschiedlich sind. Es kann auch sein, dass es nur auftritt, wenn Mutter + Kind - oder aber umgekehrt Mutter - Kind +. Ich vermute, das letzte ist die Kombination, welche die Schwierigkeiten macht, aber das kann ich nicht genau sagen.
Wenn man bedenkt, dass nur 15% der Menschen rh- sind und dann das Kind auch noch negativ werden muss, dann ist klar, dass ein Fall mit diesen Schwierigkeiten doch nicht so oft vorkommt. Heute ist das aber eine Standarduntersuchung, die immer frühzeitig gemacht wird. Da braucht man gar nicht erst danach zu fragen.
Edit: Habe gerade gesehen, Lissa war schneller und ihre Kenntnisse reichen hier viel weiter als meine.
nein. Nur wenn die Mutter Rhesusfaktor negativ ist und der Vater positiv muß überhaupt etwas beachtet werden. Bei der ersten Geburt ist das auch noch unproblematisch. Wenn es zu einem Blutaustausch bei der Geburt kommt bildet die Mutter aber Antikörper gegen das Blut des Kindes. Ohne Maßnahmen würde die Mutter das nächste Kind also bekämpfen, es sei denn es wäre ein anderer Vater der auch negativ wäre
Ich bin Rhesusfaktor negativ und habe in meiner 1.Schwangerschaft eine Spritze bekommen, da man ja nicht weiß, welche Blutgruppe das Kind hat. Nach der Entbindung wird sofort das Kind getestet. Ist es auch negativ, bekommt man direkt nach der Entbindung keine Spritze. Nur wenn das Kind positiv ist, bekommt die Mutter eine Spritze, damit in der nächsten Schwangerschaft nicht das Kind abgestoßen wird. Ist das 1. Kind auch negativ, bekommt man aber in der 2.Schwangerschaft auf jeden Fall auch eine Spritze, da man ja da auch noch nicht feststellen kann, was das Kind für eine Blutgruppe hat. So ist es bei mir auch.
von mir ein dicker DH
Super! Vielen Dank
DH, so isses, hab ich live erlebt ;-)