Frage von willibilli, 159

Muß sich Arbeitgeber an Ärztliches Attest halten?

Meine Frau ist seit Januar 2015 Krank , fängt nun wieder mit der Arbeit an. Hat überwiegend im Frühdienst gearbeitet u. ca. 6x im Monat zusätzlich Abenddienst nach Plan gearbeitet. Jetzt hat Sie ein Attest vom Arzt bekommen , das Sie nur noch im Frühdienst für die nächsten ca. 2 Jahre eingesetzt werden sollte , da sich sonst wieder eine erhebliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes zu befürchten ist. Muß Arbeitgeber sich an das Attest halten ? Aus fachärztlichen Gründen ist eine Teilnahme an den Spätdiensten bis auf weiteres nicht möglich u. birgt erhebliche gesundheitliche Risiken !!!

Antwort
von Bambi201264, 116

Mit dem "müssen" ist das so eine Sache.

Sie "muss" ja nicht da arbeiten.

Aber wenn der AG ein gutes Verhältnis zu  ihr hat und es im Bereich des Möglichen liegt, wird er es sicher ermöglichen.

Andererseits würden alle jungen Eltern sicher auch gerne nur Frühdienst machen. Also ganz so einfach ist es nicht...

Antwort
von Jewi14, 64

Der AG hat gegenüber dem AN die Pflicht zur Fürsorge; von daher muss so ein Attest anerkannt werden. Auf der anderen Seite: Wenn der AG nicht oder nur zu einem unverhältnismäßigen Aufwand deiner Frau nur Frühschichten anbieten kann, so rechtfertigt dies zu einer krankheitgsbedingten Kündigung. Zugleich kann der AG auch kündigen, wenn die Prognose über die Gesundung dauerhaft negativ ist und 2 Jahre lang sehe ich schon als dauerhaft an

Kommentar von willibilli ,

Arbeitszeit ist seit 20 Jahren überwiegend im Frühdienst, nur  kommen monatlich evtl. 6-8 zusätzliche Abenddienste hinzu

Antwort
von hoermirzu, 73

Wie ist denn die Begründung?

Früh oder abends ist doch einerlei, wenn man sich daran gewöhnt hat.

Nur mit dem Schlaf ist das so eine Sache.

Antwort
von DODOsBACK, 86

Jein - er darf auch eine zweite Meinung dazu einholen, wenn er den Verdacht hat, dass da nicht alles mit rechten Dingen zugeht.

Ich gehe mal davon aus, dass zumindest das zweijährige "Spätschichtverbot" zwischenzeitlich überprüft werden muss!

Antwort
von cheyenne02, 57

Der Arbeitgeber kann ein Attest nicht anzweifeln. Allerdings kann er eine arbeitsmedizinische Beurteilung verlangen, die von einem Arbeitsmediziner oder Vertrauensarzt angefertigt wird. Hierbei sind dann die Formulierungen im  Attest äusserst wichtig.

Beispiel: " Ein Einsatz ohne Abenddienst ist zwingend erforderlich" bedeutet,    keine Abendarbeit. ohne wenn und aber.

                 " Ein Einsatz im Abenddienst sollte für die nächsten 2 Jahre nicht                         erfolgen" bedeutet, soll zwar nicht eingesetzt werden, kann aber.

Antwort
von Griesuh, 72

Und genau hier liegt der Knackpunkt:


dass Sie nur noch im Frühdienst für die nächsten ca. 2 Jahre eingesetzt werden sollte !!!!!!!!

Es steht dort nicht, sie darf nur noch, sondern es steht dort : sie sollte !!!!!

Das bedeutet, dass der AG sie auch weiterhin, wenn auch nur sporatisch zu anderen Diensten einteilen kann.

Wenn sie es amtl. haben möchte nur noch Frühdienste machen zu dürfen, muss sie zu amtsärztl. Untersuchungen gehen.

Kommt deine Frau nicht klar damit, so müsste sie sich eine andere Arbeitsstelle suchen.


Kommentar von willibilli ,

Sorry , es steht : Spätdienst ist bis auf weiteres nicht möglich

Kommentar von Griesuh ,

das wäre dann so wie du jetzt schreibst eine ganz andere Voraussetzung.

In diesem Fall hat der AG das zu beachten.

Antwort
von didi317, 46

Hallo, ja der Arbeitgeber muss sich an das Attest halten.

Trotzdem kann der Arbeitgeber in so einem Fall wenn es für den Betrieb nicht anders möglich ist als die Mitarbeiter in zwei Schichten zu beschäftigen die Kündigung aussprechen.

Denn dies ist dann für die Stelle eine zwingende Bedingung.

Antwort
von Maryonoke, 98

Ja natürlich ,dafür ist es ja da :) es gibt für jedem Betrieb Gesundheitsvorschriften.

Antwort
von myzyny03, 71

Nein, muss er nicht. Er kann darauf verweisen, dass diese Arbeitszeiten betriebsbedingt nicht möglich sind.

Kommentar von willibilli ,

Meine Frau hat 20 Jahre überwiegend frühdienst gearbeitet

Kommentar von myzyny03 ,

Das ändert nichts daran, wie der AG das für die Zukunft sieht.

Antwort
von stinsonendeover, 62

Wenn der Arbeitgeber sich nicht dran halten müsste wäre das Attest ja sinnlos.

Antwort
von Pauli1965, 68

Der Arzt kann nur eine Empfehlung geben. Wenn sie es amtlich haben möchte, muss das ein Amtsarzt attestieren.

Antwort
von oki11, 52

NEIN der AG muss sich nicht an das Attest halten!

Es ist eine Empfehlung und KEINE VERORDNUNG!

Antwort
von Ichhab4Frauen, 52

er kann sie sogar deswegen kündigen, wenn er darlegt, dass sie für ihn dann nicht mehr einsetzbar ist

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