Frage von Sophielindner, 216

Muss reiten wegen der Schule aufgeben, bin am Boden zerstört?

Hallo liebe community,

Ich (w/15) reite jetzt seit 8 Jahren bei meiner Reitlehrerin. Heute musste ich ihr sagen das ich aufhören muss. Ich habe einfach zu viel Stress in der Schule.... Dadurch war reiten zurzeit auch nur Stress für mich ich konnte nicht mal beim Pferd abschalten.

Ich hab sie angerufen und sie war wirklich traurig. Zum Schluss sagte sie " Aber da wird sich die Sandra freuen, die kann dann die Mona reiten. Ich hätte sofort losheulen können. Sandra war immer eifersüchtig auf mich weil ich Mona reiten durfte.

Mona war immer ziemlich schreckhaft und misstrauisch. Man durfte sie einfach nicht überfordern. Ich war so oft einfach bei ihr im Stall gesessen und habe sie nur beobachtet. Ich hab sie stundenlang nur geputzt und irgendwann hat sie dann immer gewiehert wenn ich gekommen bin.( Ich weis das klingt nach so einer Pferdegeschichte, aber es stimmt.)

Natürlich hat öfter mal was nicht geklappt, aber wir haben Fortschritte gemacht. Irgendwann konnte sie jeder reiten. Meine Reitlehrerin will nicht das irgendjemand kommt wenn er nicht bei ihr reitet ich kann sie also nicht besuchen. Bei meiner Reitlehrerin war man auch nicht nur eine Stunde sondern meistens von 2-6. Es war wirklich schwierig mit der Schule. Man darf auch nicht nur alle zwei Wochen kommen. Meine Reitlehrerin mochte ich eh nicht so....

Jetzt habe ich aufgehört und ich sollte eigentlich froh sein, aber ich muss einfach nur weinen. Die Vorstellung meine Mona nie wieder zu sehen ist einfach nicht schön dazu das Sandra sie noch reitet. Warum musste meine Reitlehrerin sowas sagen? Und soll ich nicht vielleicht doch nochmal anfangen?

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde & reiten, 94

du bist nicht am boden zerstört wegen dem reiten, sondern weil du eifersüchtig bist.

ich hab bis zum abitur immer die freiräume gehabt, die ich brauchte, um mich zu erholen und stress abzubauen.

klar hab ich mich immer gefreut, wenn ich reiten durfte, aber in der hauptsache ging es darum, dass ich bei den pferden abschalten konnte. die leute, die da waren, stallarbeit, fegen, füttern, später auch unterrichten.... und oft genug hat der reitlehrer am mittag die ponystube für mich offen gelassen und ich hab dort in aller ruhe meine hausaufgaben gemacht. mir war dieser ausgleich unglaublich wichtig.

und dass die pferde im betrieb schulpferde sind, war mir komplett klar. die pferde eingeteilt hat der reitlehrer und sein wort war gesetz.

eifersucht bringt nichts.

entweder ist der stall dein ausgleich für den alltag oder er ist es nicht. und in deinem fall sehe ich es so, dass du vielleicht zum ausgleich joggen oder auch yoga ins auge fassen solltest.

die zeit war schön - du kannst sie mit deinem pensum nicht mehr vereinbaren. lass es gut sein und pack das schöne in deine erinnerungen für später.

alles wird gut.

Antwort
von KlausdieMaus95, 74

Das tut mir Leid für dich! Ich kenne solche Situationen auch. Als ich in deinem Alter war wurde mein Lieblingsschulpferd verkauft und es fiel mir auch schwer, Abschied von ihm zu nehmen. Klar, manche sagen, es ist "nur ein Tier", aber auch zu Tieren kann man eine innige Freundschaft aufbauen und auch Tiere können einem fehlen.

Genauso wie man jedoch auch mit dem Verlust menschlicher Freunde anfangs überfordert ist und später lernt, zurechtzukommen, geht das aber auch bei Tieren. Es ist okay, eine Weile traurig zu sein, aber letztendlich musst du eben irgendwann loslassen. Lenke dich ab, treff dich mit Freunden oder hole dir vielleicht ein Haustier, um das du dich kümmern kannst.

Und ja, vielleicht hilft es dir auch, wieder reiten zu gehen und andere Pferde (und Menschen :D) kennenzulernen. Ein Hofwechsel ist nicht das Ende der Welt, und es gibt viele Höfe, bei denen es sich organisieren lässt, nur alle paar Wochen für ein paar Stunden im Stall zu sein, oder nur am Wochenende. Reiten kann so auch ein toller Ausgleich zum Schulstress sein.

Und noch etwas zum Schluss: Ich will dich nicht angreifen - du bist vermutlich einfach noch überfordert mit der ganzen Situation - aber es stimmt, Eifersucht bringt niemanden weiter. Versuch doch, dich ein bisschen für Sandra zu freuen. Wenn sie so begeistert von Mona ist, wird sie sich sicher auch gut um sie kümmern und es wird dem Pferd sicher gutgehen. Und das ist doch das Wichtigste, oder? :)

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 88

Die Entscheidung, mit dem Reiten lieber ganz zu pausieren,  wenn reduzieren in diesem Stall nicht möglich ist, finde ich sehr vernünftig.

Natürlich vermißt Du dein Hobby ein wenig, und auch dieses Pferd, aber das wusstet du ja und könntest damit leben. 

Was dir aber sehr viel Frust macht, sind die Eifersucht und der Undank. Die Boshaftigkeit, mit der sich die Reitlehrerin von Dir verabschiedet hat, statt Dir ein paar nette Worte zu gönnen, macht Dich fertig.

Aber das wäre für mich erst recht Grund, dort nicht mehr hin zu gehen. Wo kommt man denn hin, wenn man sich von solchen Gemeinheiten manipulieren läßt? Ne, lass stecken. Mach deine Schule mit Eifer, und dann  siehst  du dich nach  einer  Reitmöglichkeit um, die zeitlich und auch vom sozielen Umfeld her zu Dir passt, das wäre mein Rat für Dich.

Ich wünsche Dir viel Erfolg für die Schule  und  " Kopf hoch", lass dich nicht einschüchtern!

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 69

Ich hab auch das letzte Jahr vorm Abi aufgehört. Ein vernünftiger Abschluss und eine gute Ausbildung sind die Basis, damit du später wieder reiten kannst, unbeschwert und vielleicht sogar mal dein eigenes Pferd. Daß der miese Abschied jetzt weh tut ist verständlich Damit umzugehen gehört aber zum erwachsenwerden dazu. Diese tränen haben wir alle geweint und auch irgendwann getrocknet! Du Schaffst das auch!

Kommentar von Urlewas ,

Schön auf den Punkt gebracht! 😄

Antwort
von Blubiiiiblein, 4

Hey ich verstehe dich gut. Aber wenn du Mona nicht mehr Reiten kannst musst du wohl abschied nehmen. Es geht eine Weile, bei meinem Pony hat es ein Jahr gedauert, aber es geht. Und hör nicht auf, fang wieder an. Vl nur einmal die Woche aber kein Ausgleich zur Schule ist auf Dauer nicht gut! Wenn ich in mein Hobby aufgeben würde hätte ich auch einen besseren Notenschnitt, doch was nützt dir das? Klar Ausbildung ist wichtig! 

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 80

Das kapiere ich nicht. Vielleicht hast du an dem Tag., wo du normalerweise reitest, keine Zeit mehr. Aber das Reiten wegen der Schule aufgeben?

Auch wenn du es nicht glaubst, aber du hast nie wieder soviel Freizeit wie jetzt. Kannst du nicht einfach an einem anderen Tag reiten? Nofalls am Wochenende.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Vor allem entscheidet sie sich lieber für das, was ihr Stress bereitet, als für das was ihr Spaß macht. Man fragt sich, was für ein seltsames Denken dahinter steckt.

Kommentar von Urlewas ,

Bei so einer gemeinen Reitlehrerin wird auch das Hobby zum Stress...

Antwort
von claire2003, 16

an deiner stelle würde ich mich flott in der schule anstrengen und es deinen eltern und lehrern zeigen . dann kannst du zu deinen eltern gehen und sie fragen ob du wieder anfangen darfst . wenn mir ein pferd so am herzen liegt würde ich alles tun um wieder reiten zu dürfen . reiten ist für mich mein leben . es macht unheimlich viel spaß mit einem pferd zu arbeiten und zu spielen . mir liegt meins sehr am herzen . also  streng dich an ;)

Antwort
von Ruffy5286, 89

Was ist jetzt konkret die Frage? Warum deine Reitlehrerin das gesagt hat? Tja vielleicht, weil sie nicht wirklich drüber nachgedacht hat, dass es für dich unangenehm sein könnte oder weil sie dich auch nicht so sehr mochte. Wer weiß das schon.

Mit 15 zu viel Stress in der Schule? Was machst du bitte mit deiner Freizeit?

Mit 15 hatte ich noch viel Zeit im Vergleich zu meinem jetzigen Wochenplan an der Uni. Nicht alles ist immer wichtig, zumindest was Schule angeht. Wenn du nicht lernst was wichtig ist und was nicht, dann wirst du später eher Probleme haben. Wenn ich alles perfekt machen wöllte, dann hätte ich sicher 6 Stunden Schlaf unter der Woche un 0 Freizeit.

Kommentar von Urlewas ,

Ich  kann mir das schon vorstellen... Manche Stallbetreiber haben ein sehr " einnehmendes Wesen". Wer nicht sllzeit zur Verfügung steht, kann ganz wegbleiben.

Antwort
von dressurreiter, 3

Du kannst wirklich froh sein, ein Hobby bei den man Pflichtstunden hat und auf der anderen Seite nicht kommen dart, wenn man nicht reitet, das ist dich kein richtiges Hobby. Wäre das anders hättest du sich auch entspannen können beim Reiten. Nun bring erstmal das in der Schule in Ordnung, dann suchst du dir eine neue Reitlehrerin. Es gibt auch andere Pferde die du mit deiner Art nach kurzer Zeit für dich begeistern kannst, und du wirst die dann auch schnell mögen.

Antwort
von Kuhlmann26, 54

Ich verstehe nicht, warum niemand auf die Idee kommt, dass Du mit der Schule aufhörst, anstatt mit dem Reiten. Wenn ich richtig lese, bereitet Dir nicht das Reiten Stress, sondern die Schule. Du machst also lieber das, was in Dir Stress erzeugt, anstatt das was Dir Spaß macht.

Ehrlich gesagt, finde ich dieses Verhalten ziemlich verrückt.

Gruß Matti

Kommentar von Urlewas ,

Ehrlich gesagt, finde ich eher diese Antwort ein bischen verrückt. Man kann doch nicht nur vom Spaß leben.

Ohne ordentliche Bildung  wäre es bald  ganz aus mit  dem Reiten. Es sei den, man hat ein millionenschweres Erbe zu erwarzen - und ohne Bildung wäre selbst das mal am Ende...😳

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wie kommst Du darauf, im Reitstall bei den Pferden fände keine Bildung statt? Und vor allem, was hat denn die Schule mit Bildung zu tun? Es ist Aberglaube, dass unsere Schulen Bildungseinrichtung sind. Wo man Stress hat, hat man keine Bildung.

Ich gebe Dir mal ein Beispiel, was Bildung ist. Und das sogar an einer Schule; allerdings an einer demokratischen Schule, wo die Fragestellerin im Übrigen so lange reiten könnte, wie sie wollte.

An einer solchen Schule gab es einen Jungen der jeden Tag in die Schule kam, um angeln zu gehen. Auf den 4 ha großen Schulgelände gibt es zwar keine Pausenklingel, aber dafür einen Teich und anstatt sich in Klassenräumen zu langweilen, ging er sage und schreibe fünf Jahre lang - vom zehnten bis zum fünfzehnten Lebensjahr - angeln. Niemand hat sich Sorgen gemacht, er würde keine Bildung erfahren. Dann, von einem Tag auf den anderen hörte der junge Man mit dem Angeln auf, und wendete sich den Computern zu.

Mit 17 hatte er seine eigene Firma, von dessen Gewinnen er einen Teil seines Collegestudiums finanzierte. Als Erwachsener arbeitete er in leitender Position in einem großen amerikanischen Unternehmen. Ich könnte Dir weitere Beispiele nennen.

Genau das zu tun, was einem Spaß macht, ist Bildung. Davon hat man an den meisten unserer Schulen keine Ahnung und man trägt solche merkwürdigen Glaubenssätze vor sich her, wie sie in Deinem Kommentar stehen.

Kommentar von Urlewas ,

Ach, kuhlmann , übrigens habe ich Kinder und selber reichlich Ärger mit den Schulen, um zu verstehen, was Du meinst. Dennoch halte  ich einen ordentlcihen Schulabschluss ( gleich welcher Art) für existenziell wichtig. Solche Beispile besonders begabter Menshcen, die es auxh ohne zu was bringen, sidn leider nixjt die Regel.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Diesem Gedanken liegt der Irrtum zugrunde, man müsste jahrelang in die Schule gegangen sein, um einen Schulabschluss machen zu können. Dem ist nicht so.

Ich weiß auch, dass Schulabschlüssen überbewertet werden und das auf sie, anstatt auf die Fähigkeiten eines Menschen geschaut wird. Glücklicherweise ändert sich daran gerade etwas; wenn auch nur sehr, sehr langsam. Immer mehr Unternehmen schenken den Zeugnissen, die ja der Nachweis für einen Abschluss sind, keine so große Beachtung mehr, wie das noch in der Vergangenheit geschehen ist.

Das oben genannte Beispiel ist nicht das eines besonders begabten Menschen, sondern das von jemandem, der selbst über sein Bildung entscheiden konnte. Diese Schule existiert seit 1968, heißt Sudbury Valley School und bringt nur solche Menschen hervor. Es gibt dort nämlich keinen Lehrplan. Jeder Schüler tut das, wonach im der Sinn steht. Jeder lernt, was er will und wann er das will. Und er entscheidet auch ob und welchen Lehrer er in Anspruch nimmt.

Wenn jemand schon in jungen Jahren weiß, dass er Bestatter werden will (Dazu muss man sicher begabt, aber nicht hochbegabt sein), ermöglicht man an dieser Schule einem solchen Menschen die Arbeit in der Pathologie eines Krankenhauses und er kann mit 17 Jahren - unter Anleitung natürlich - eine Leiche sezieren.

Man unterstützt die Begabungen - nicht Hochbegabungen - die jeder Mensch in sich trägt. Und zwar in dem Maße, wie es vom Einzelnen gewünscht wird und nicht wie ein Lehrplan es vorschreibt.

Das ist soweit weg von den Methoden, wie wir sie aus unseren Belehrungs- und Erziehungsanstalten kennen, dass sich hier kein Mensch vorstellen kann, dass die dortigen Methoden dem natürlichen Lernen viel näher und damit erfolgreicher sind.

Kommentar von beglo1705 ,

Interessante Sichtweise, ganz ehrlich und auch nicht negatov behaftet. Und mit was wird dann das Hobby mal finanziert? Ich hoffe schwer, jetzt fällt nicht der Rat; Pferdewirt/in zu lernen für eine Abiturientin. Das wär erst recht Perlen für die Säue.

Gibt auch Menschen, die haben 15h+ Arbeit am Tag und sind nicht gestresst, die Organisation, das Ziel und die Arbeitseinstellung sind hier mehr, als ausschlaggebend m.M.n.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Womit wird (oder wurde) denn das Hobby bis jetzt finanziert? Am besten finanziert man sein Leben mit Dingen, die einem Spaß machen. Es liegt nämlich in der Natur der Sache, dass das am besten kann. Ich kenne die Talente der Fragestellerin nicht und habe nir gesagt, dass ich es seltsam finde, etwas aufzugeben, was einem Spaß macht, nur um etwas zu tun, was einem Stress bereitet. Der Schulstress hört doch nicht mit dem Ende des Reitens auf. So naiv wird ja wohl niemand sein. Oder etwa doch.

Und die Sichtweise, eine Abiturientin könne Ihr Geld nicht mit Pferden verdienen, finde ich ein bisschen arrogant. Warum wäre das Perlen vor die Säue.

Kommentar von Urlewas ,

Wie kommt denn hier die Sprache aufs Abitur? Mit 15 (!) dreht es sich doch wohl eher um die mittlere Reife, wenn nixht gar um überhaupt einen Abschluss, egal welchen.

Also, Kuhlmann, würdest du denken, einer guten Zukunft stünde nichts  im Wege, wenn man überhaupt keinen, oder einen sehr schöechten Abschluss hat? Fas ist in der heutigen Gesellschaft leider anders...

Übrigens weiß ich aus leidvoller Erfahrung sehr gur, was einem die Bildung im Pferdestall bringt. Die Arbeit dort kann man nämlich unter Umständen schon nach wenigen Jahren körperlich kaum mehr leisten, und macht dann den Rest seines Lebens auf Niedriglohn- Niveau Arbeiten, die man erst recht nicht gern. Tut und kann sich kaum nich eine Reitstunde leisten.

Und was man in einem Stall, wo man so behamdelt wird wie oben beschrieben ist, nich lernt: sixh immer zu ducken un manipulieren zu lassen. Das ist dann auch nicht besser als das, was man in der Schule lernt. Unabhängig davon, dass ich auch zuweilen den Kopf schüttle über die inhalte der Schulbildung. Aber nur mit Pferden im Kopf läßt sichs auf Dauer leider (!!!) auch schlecht leben.

Antwort
von x123FRAGE456x, 76

Du musst Prioritäten setzten. Wenn du zurzeit nicht Reiten gehen kannst musst du damit leben.

Antwort
von Zoetrope1234, 76

Ja solltest du sonst gibts Traumata

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