fourseasons am 08.04.2008 um 10:15 Uhr
Ich habe das (manchmal zweifelhafte) Vergnügen, Grundschülern Rechtschreibe-Nachhilfe geben zu dürfen.
Mutet es schon seltsam an, wenn ein "Seeelefant" die Schifffahrt an der "Seeenge" behindert, so ist die Trennung "Sitze-cke" oder "tro-cknen" fast schmerzhaft.
Es gäbe sicher noch unzählige ähnlich kuriose Beispiele, aber ich möchte euch damit jetzt nicht langweilen.
FRAGE: Müssen wir das wirklich alles hinnehmen?
Gibt es eine Möglichkeit, hiergegen erfolgreich zu protestieren?
Oder ist doch nur "alles in den Wind gesprochen"?
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Du bist ein bisschen spät dran.... Wer heute KInder hat oder eben diese unterrichtet, muss sich wohl an diese Rechtschreibung gewöhnen.
Ich selber praktiziere sie in vielen Bereichen nicht, aber ich muss ja auch (noch) nicht.
Weisst du es gibt eine allgemein "Gültige" Schriftsprache und eine praktizierte Schriftsprache! In der neuen Rechtschreibung ist so weit ich weiss alles so geschrieben wie man es Ausspricht! Schreib also ruhig alles weiterhin so wie du es für richtig hältst! Du kannst ja immer behaupten das du Mayonaise oder Porte-monnaye so sprichst wie du es schreibst:)

mittlerweile haben sich doch alle Proteste und Dagegen in Luft aufgelöst und die neue Rechtschreibung ist verbindlich..
wenn es beruhigt denn, die Kommissionen aus D, AU und CH knobeln schon wieder an der nächsten..:-)
Nimm es hin , wie es im Duden steht, auch wenn es für dich genau so doof ausschaut, wie für mich zum Teil
Lola60 am 8. April 2008 10:21 das wäre dann die Reform der Reform der Reform der Reform der Reform. War das jetzt richtig oder fehlt noch eine Reform? :-))

Ich meine der Zug ist abgefahren, die Reform ist wohl entgültig vom Tisch.
fourseasons am 8. April 2008 10:25 Abgefahren schon, aber noch nicht ganz angekommen. Es wird an der Reform immer noch herumreformiert.
Einge Menschen haben wohl doch Einsehen mit den Problemen der Schüler. (und Lehrer/Eltern)

Ich schreibe so wie ich es gelernt habe, mir tun nur die Schüler heute leid.

Es wurde ja versucht zu protestieren - aber leider ohne Erfolg. Ich kann nur sagen die armen Kinder die sich da umstellen mussten und auch noch unter Notendruck. Man kann nur hoffen, dass sich die Überlegungen die andreas48 anspricht, nicht bewahrheiten!
Es gibt noch ganz andere, echt schmerzhafte Rechtschreibe-Probleme: alles wird klein geschrieben, keine Kommas und Punkte mehr und die Orthografie-Kenntnisse sind gleich null. Ich persönlich bin gegen die neue Schreibweise sowie auch gegen das Neu-Deutsch!
Lola60 am 8. April 2008 10:23 man siehe nur die neue deutsche Rechtschreibung hier bei GF bei einigen

Ich glaube die Leute wissen inzwischen selbst, dass die Reform, die sie erarbeitet haben, ein Schuss in den Ofen war. Leider waren sie wohl zu stolz, den ganzen Schwachsinn wieder zurück zu nehmen. Wahrscheinlich wird in wenigen Jahren das ganze wieder neu aufgearbeitet werden. Ich glaube es ist nicht so schlimm, wenn sich jemand mit der neuen Rechtschreibung nicht anfreunden kann und deshalb lieber bei der alten bleibt, solange man nicht alt und neu zu vermischen anfängt. Ein korrekter Text in der alten Form ist immer noch besser, als ein falscher in der neuen. (leider habe ich selbst auch meine Schwierigkeiten dies umzusetzen :-) )
Rein statistisch scheint sie sich durchgesetzt zu haben, siehe z. B. http://www.interkorrektor.de/deutsch-dass.html.

Meine Antwort auf den missglückten Schildbürgerstreich findest du in dem Kapitel "Das Warum des Schriftbildes" des E-Books "Das Falschschreib-Spiel Fonetix", das du hier kostenlos herunterladen kannst: http://www.lernen-heute.de/downloads.html Kurz nach der letzten Refom stand im Spiegel: "Die Zukunft unserer Rechtschreibung wird weder von Duden noch von Zehentner bestimmt, sondern von uns allen." Die Leidtragenden sind im Augenblick vor allem die Schulkinder und die Deutschlehrer, die selber nicht mehr wissen, wo sie am besten nachschauen sollten. Aber eine große Errungenschaft hat die Große Deutsche Schreibverwirrung in meinen Augen doch gebracht: Jeder Deutsche, der etwas schreiben will, denkt jetzt selber darüber nach, welche Schreibung in seinen Augen Sinn macht und welche nicht. Die frühere unterwürfige Dudengläubigkeit hat einer verübergehenden Narrenfreiheit Platz gemacht. Jan

Du mußt/musst sie überhaupt nicht akzeptieren!
Mach's wie die meisten anderen:
Such' Dir das Beste raus.

Von einer "professionellen" Nachhilfelehrerin würde ich erwarten, dass sie die Schüler auch nach den aktuellen Erfordernissen unterrichtet. Es geht ja schließlich nicht darum, worauf Du Lust hast, sondern, dass die Schüler das lernen, was nachher auch abgeprüft wird. Genau dafür zahlen die Eltern doch, oder?
fourseasons am 8. April 2008 16:48 Das war aber nicht die Frage! Wer lesen kann, ist echt im Vorteil!
Außerdem zahlen die Eltern nichts, - mir schon gleich garnicht, denn ich mache das ehrenamtlich.
dock69 am 9. April 2008 03:20 Ja, ich kann schon lesen und ich habe auch verstanden. Als "Lehrerin" kennst Du vielleicht auch indirekte Antworten!? Warum müssen manche Fragesteller erklären, wie man zu antworten hat? Es ist meine Antwort.
Ob die Eltern dafür bezahlen, spielt doch eigentlich keine Rolle. Auch von jemandem, der/die etwas ehrenamtlich macht, würde ich erwarten, dass er/sie die Arbeit "fachgerecht" erledigt. In dieser Tätigkeit solltest Du Dir Deiner Verantwortung für die Schüler bewusst sein und Deine persönlichen Animositäten gegenüber der neuen Rechtschreibung in den Hintergrund stellen.
fourseasons am 9. April 2008 12:12 Und was veranlasst dich, mir zu erklären, wie ich meine Arbeit zu machen habe? Du unterstellst mir mit deiner indirekten Antwort, daß ich dazu nicht fähig bin.
Das ist überheblich und nicht gerechtfertigt.
dock69 am 9. April 2008 17:26 Nein - ich habe Dir nicht erklärt, wie Du Deine Arbeit zu machen hast oder zu was Du fähig bist, sondern, was ich von einer "professionellen" Nachhilfelehrerin erwarten würde. Wie schreibst Du mir so schön: "Wer lesen kann, ist echt im Vorteil!".
Nochmal: Von einer Nachhilfelehrerin erwartet der Durchnittsbürger doch, dass sie den aktuellen Stoff vermittelt bzw. vertieft. Wenn Du "Kraft Deiner Wassersuppe" lieber die "alte" Rechtschreibung anwenden/vermitteln willst, kann das nicht im Sinne der Schüler ( bzw. deren Eltern) sein, die ja nach der "neuen" Rechtschreibung geprüft werden. Das dürfte sogar jedem Kind logisch erscheinen ...

kommt immer auf den beruf an den man hat, für einen lehrer entscheidender als für einen handwerker. wer nicht davon abhängt, der kann machen was er will, wer daran wirklich gemessen wird der sollte es berücksichtigen. wichtig ist wohl dass nur die wenigsten es wirklich genau wissen oder richtig machen.