Frage von sabine163, 90

Muss neuer Vermieter- ein Hund akzeptiert- einen zweiten Hund (Mutter) welcher öfter bei uns sein wird ,akzeptieren.?

Ich stehe vor Mietvertragsabschluss. Auf Raten des alten Mieters, nur einen Hund anzugeben ( ansonsten bekäme ich den Vertrag vielleicht nicht) bin ich nun doch besorgt. Im Hause leben wohl mehrere Hunde und Katzen. Zusage des Mieters , dass wir als Mieter angenommen wurden liegt vor (jedoch nur einen Hund angegeben). Wenn ich ihm sage, dass der zweite Hund meinem Vater gehört und dieser Hund vorübergehend öfter bei uns sein wird ( hinsichtlich des Alters des Vaters, Erkrankung etc) kann dieser mir das verbieten. Über Ratschläge und Tips wäre ich dankbar

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Antwort
von Arya87, 9

Das ist eine Abwägungssache. Der Vermieter darf Hunde zwar im Mietvertrag nicht pauschal verbieten, aber ihm steht es zu, von Fall zu Fall die Hundehaltung zu verbieten. Wenn ihm zwei Hunde in der Wohnung zu viel sind, darf er das verbieten. Wenn der Hund dann trotzdem bei euch lebt, kann das ein Grund für eine Kündigung sein. Die Quelle und mehr Urteile zu Haustieren in der Mietwohnung findest du hier: https://kautionsfrei.de/blog/haustier-und-mietwohnung-tipps-zu-mietrecht-wohnen-...

Wenn der andere Hund allerdings nur ab und zu zu Besuch da ist, muss man den Vermieter nicht extra fragen. Bei längeren Besuchen oder längeren Etappen, wo ihr den Hund komplett bei euch aufnehmt, ist allerdings die Erlaubnis einzuholen, denn das müsstest du ja auch tun, wenn du dir jetzt noch einen zweiten Hund neu zulegst.

Sind denn das große Hunde? Bzw. wie groß ist die Wohnung? Ist der Vermieter eher persönlich gegen die zwei Hunde oder hat das was damit zu tun, dass die Wohnung eigentlich zu klein dafür ist? 

Was du tun könntest, um deine Chancen zu verbessern ist, einen Brief von deiner Exvermieterin mitzubringen, die versichert, dass die Hunde die Nachbarn nicht durch Bellen gestört oder die Wohnung verunstaltet haben. Du könntest dich außerdem mit beiden bei den Nachbarn vorstellen, ihnen zeigen, dass sie ganz lieb sind und sie um ihr Einverständnis für die Hunde bitten. Diese Punkte würde ich dann als Argumente vorbringen, wenn du den Vermieter um Erlaubnis für den zweiten Hund fragst. Eine Darstellung der Situation (Vater ist krank und kann sich nicht mehr kümmern, der Hund muss sonst ins Tierheim etc.) kann auch nicht schaden.

Alles Gute!

Antwort
von xttenere, 52

Ich würde den Vermieter auf diesen 2. Hund ansprechen, und ihm die Situation erklären. Auf diese Weise ist die Chance am Grössten, dass er den vorübergehenden Aufenthalt des 2. Hundes akzeptiert. 

Mit Lügen und schwindeln erreicht man meist das Gegenteil.

Kommentar von sabine163 ,

Ja das werde ich tun, vielen lieben Dank!

Antwort
von DerHans, 25

Ein Hund, der nur "zu Besuch" ist, zählt nicht. Natürlich müssen die Eigentumsverhältnisse dann auch nachweisbar sein.

Kommentar von sabine163 ,

Danke

Antwort
von Nemisis2010, 27

Vorweg eine Mietvertragsklausel die die Zustimmung des Vermieters zur Hundehaltung erfordert ist wirksam.

Der Vermieter hat die Zustimmung zur Haltung eines Hundes erteilt - soweit so gut. Damit ist aber nicht automatisch die Haltung eines weiteren Hundes umfasst.

Wenn ich ihm sage, dass der zweite Hund meinem Vater gehört und dieser
Hund vorübergehend öfter bei uns sein wird ( hinsichtlich des Alters des
Vaters, Erkrankung etc) kann dieser mir das verbieten.

Wenn der Hund Deines Vaters (alleine ohne Deinen Vater) bei Euch sein wird, würde es sich nicht mehr um einen "Besuchshund" handeln.  Ein Besuchshund kommt mit dem Hundehalter und geht wieder mit dem Hundehalter - ein Besuchshund würde auch nicht regelmäßig bei Euch übernachten.

Bleibt der Hund mehrmals im Jahr mehrereTage hintereinander und übernachtet auch bei Euch käme das schon einer Hundehaltung gleich.

Aufgrund des Alters und der Erkrankung Deines Vaters kann auch mal der Tag kommen an dem er sich dann gar nicht mehr um seinen Hund kümmern kann. Auch diesen Umstand solltest Du bedenken und deshalb mit dem Vermieter sprechen und ihn um die Erlaubnis bitten den Hund Deines Vaters aufzunehmen.

Wenn Du den Vermieter schon vor Mietvertragsbeginn (wider besseres Wissens) "anschwindelst" kann später, wenn der Vermieter herausfindet, daß Du einen zweiten Hund hältst das Vertrauensverhältnis schwer zwischen Dir und Deinem Vermieter geschädigt werden.

Kommentar von sabine163 ,

Ja, ich werde mit dem Vermieter sprechen, denke selbst dass dies der beste Weg ist. Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort!

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 15

eine zusage bezueglich eines hundes bedeutet nicht, dass 2 hunde dort dauerhaft bleiben koennen.

besuchshunde sind gestattet, aber man sollte es nicht uebertreiben..

spiele bitte mit offenen karten, wenn dauerhaft oder sehr oft ein 2. hund bie euch ist , dann sage das auch dem vermieter. es hat doch keine zukuanft, wenn der da nicht mit einverstanden ist und euch deshalb kuendigt.

Kommentar von sabine163 ,

Danke für die Antwort, ich werde in jedem Falle mit dem Vermieter offen sprechen.

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 35

Weiß der Vermieter von dem Hund?

Denn nur angeben reicht nicht, Du mußt den Vermieter um Zustimmung bitten.

Verheimlichen das der Hund Deiner Eltern vorübergehend "zu Besuch" bei Dir ist ist ein schlechter Rat.

Kommentar von sabine163 ,

Ein Hund ist angegeben und akzeptiert. Der zweite Hund wäre öfter zu Besuch bei uns.

Kommentar von glaubeesnicht ,

hinsichtlich des Alters des Vaters, Erkrankung etc)

Auf das läuft es doch wohl raus! Das wäre dann wohl schon längerer Besuch bis hin zum Daueraufenthalt.

Antwort
von glaubeesnicht, 51

Es ist immer schlecht, einen Mietvertrag schon  mit einer Lüge zu beginnen und nicht die Sachen auf den Tisch zu legen. Wenn das dann hinterher herauskommt, wirst du Probleme bekommen.

Kommentar von sabine163 ,

Du hast Recht, ist auch nicht meine Art. Nur würde ich regelrecht dazu überredet,als ich meine Bewerbung schrieb.

Antwort
von Nordstromboni, 35

Dem alten Mieter ist doch egal was du machst der ist wahrscheinlich froh wenn du der Nachmieter bist.

Wenn's Probleme gibt wird sich der Vermieter auf denn einen  Hund berufen und ihr dürft gehen.

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