Muss meine Mutter mir jetzt Unterhalt zahlen, wenn ich nach der Härtefallregelung ausziehen darf?

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8 Antworten

Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis ein ähnliches Problem. Beide Eltern mit Alkoholproblemen, Tochter psychisch krank geworden.Bei ihr liegt die Situation so, dass die Eltern über erhebliche Einkommen und über Aktienvermögen verfügen. Aus den Einkünften ergibt sich eine Unterhaltspflicht für Verwandte 1. Grades nach Sozialhilfegesetzt.Da die Tochter aufgrund ihrer Erkrankung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen kann, erhält sie lediglich Grundsicherung. Sie lebt privat zur Untermiete, weil sie nicht in der Lage ist einen eigenen Haushalt zu führen, hätte aber auch das Recht auf eine eigene Wohnung, sofern sie sie finanzieren kann.Darüber hinaus erhielt sie diverse Hilfen von sozialen Verbänden, die mit den zuständigen Ämtern kooperieren. Das waren u. A. Betreuung durch einen Sozialarbeiter und Wiedereingliederungsmaßnahmen, sowie Therapien und Tagesklinikaufenthalte.Ich kann aufgrund eines Textes im Internet nun nicht beurteilen wie schwerwiegend deine Probleme sind, weiß aber durch meine Bekannte, dass sie auch sehr klare Momente hat und die Fähigkeit sich auf gehobenem Niveau zu artikulieren keineswegs eine Arbeitsfähigkeit bedeutet, da die meisten ihrer Probleme erst durchbrechen, wenn sie direkt mit anderen Menschen interagieren muss oder unter Alltags-Druck wie Leistungsanforderungen oder Termineinhaltungen gerät. Deswegen solltest Du Dir von dem einen oder anderen dummen Kommentar, der erkennbar keine Ahnung von der Materie hat nicht beeindrucken lassen.Was ich Dir auf menschlicher Ebene raten kann ist Folgendes:Lerne (mit fachlicher Hilfe) zu akzeptieren was in deinem Leben schief gelaufen ist. Lerne zu akzeptieren wer und was deine Eltern sind. Du kannst nichts an diesen Umständen ändern, denn das Geschehe ist bereits Vergangenheit, und die lässt sich nicht mehr umschreiben. Du musst lernen, dass es deine Aufgabe und dein eigenes Interesse sein muss, vom Status Quo ausgehend das Beste aus deinem Leben zu machen. Denke nicht darüber nach was hätte sein können oder was wäre wenn, denn beides treibt dich in Depressionen, Angstneurosen und Handlungsunfähigkeit.Die Bekannte, von der ich geschrieben habe war einmal meine beste Freundin. Sie hat nie gelernt konstruktiv mit sich umzugehen und ihr Leben darauf verschwendet Schuldzuweisungen an ihre Eltern zu formulieren. Heute ist sie 50, perspektivlos und beim Amt als Härtefall abgestempelt und auf ein Abstellgleis geschoben. Sie verbringt ihr Leben fast nur noch in ihrem Zimmer und auch ich bekomme kaum noch Antworten auf meine Kontakt- und Hilfsversuche.Du musst bei Allem was Du tust nach vorne sehen, Dir kleine Schritte vornehmen und Dir bewusst sein, dass es auch Rückschläge geben wird, die dich aber nicht entmutigen dürfen. Wir alle müssen mit so etwas klarkommen und die Meisten schaffen das auch.Für deine nächsten Schritte und zur Klärung deiner Ansprüche solltest Du dir vom Sozialamt eine Bewilligung zur Kostenübernahme einholen, um einen Sozialrechts-Anwalt aufzusuchen. Der kann Dir bestimmt besser helfen als ich. Für diese Bewilligung musst Du - glaube ich - allerdings Leistungsempfänger sein. Deswegen solltest Du vorher einen Antrag auf Grundsicherung stellen. Das geht auch wenn Du noch zu Hause wohnst, denn mit 20 hast Du, auch da Du nicht mehr zur Schule gehst das Recht auf eine eigene Versorgung.Ich wünsche Dir viel Glück für dein weiteres Leben und viel Erfolg auf deinem Weg.Vielleicht ergibt sich für dich die Gelegenheit später per Home-Office zu arbeiten. Du kannst schreiben, und dein Formulierungsstil sagt mir, dass Du (wie sehr viele psychisch kranke Menschen) über einen gehobenen Intellekt verfügtst. Darauf lässt sich vielleicht etwas berufliches Aufbauen.LGDeliah Christine

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nun da deine Mutter unter Selbstbehalt verdient braucht sie auch davon nichts abdrücken. Wenn dein Vater aber höher verdient wird er bezahlen müssen. Ansonsten kann es sein dass du nicht Harz4 sondern Grundversorgung vom Sozialamt bekommst denn für HARZ4 mußt du arbeitsfähig sein was du im Moment nicht bist

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Kommentar von 999Jennifer0205
08.11.2015, 09:43

Also zu meinem Vater habe ich schon lange keinen Kontakt mehr. Ich habe auch keine Ahnung, was er beruflich macht oder ob er überhaupt noch arbeitet. Danke dir.

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Folgendes, meine Liebe: du bist auf einem ganz, ganz dummen Weg und im Begriff dein Leben zu ruinieren. Du bist nicht krank! Das lese ich aus jedem deiner klaren und auch etwas berechnenden, auf deinen materiellen Vorteil bedachten Sätze heraus. Deine Mutter mag Alkoholprobleme haben, aber sie geht immerhin noch arbeiten und ist zu Hause mit einer aufmüpfigen Tochter "gesegnet", die nur eins will - ihre eigene Bude und Geld, egal von wem, damit sie ihre Ruhe hat und keiner sie mehr nervt. Ich rate dir zur inneren Umkehr. Geh nicht mehr zum Psychiater und vegiss seine verlogenen Zeugnisse, auch wenn sie deinen momentanen, niederen Beweggründen entgegenkommen mögen. Für dein Leben und deine Zukunft könnten sie verhängnisvoll sein (was dem Psychiater egal ist - er hat ja alles, was er braucht und den Gegenwert für sein langes Studium). Vielleicht willst du mal arbeiten, dann heißt es - geht leider nicht, sie sind psychisch angeschlagen - hier steht es doch schwarz auf weiss. Vermutlich wird dir das alles schwer missfallen, was ich hier schreibe, aber im tiefsten Herzen weißt du ganz genau, dass ich recht habe. Daher meine Schlusssatz: geh in die in Schule zurück und mach dein Abi und vielleicht kannst du dann etwas studieren - ich glaube, das Zeug dazu hast du. Und hör auf, deiner Mutter das Leben zur Hölle zu machen. Also dann - geh in dich, oder vielleicht auch mal in eine Kirche und hör dort gut zu. Dann glaube ich durchaus, dass das mit dir doch noch auf einen guten Weg kommen kann.

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Kommentar von 999Jennifer0205
08.11.2015, 13:40

Das ist ja wirklich verblüffend, dass du dir aus meinen ''klaren'' Sätzen so ein falsches Urteil über mich bildest! Ich habe mich sachlich und klar ausgedrückt, damit man merkt, dass ich es mit meiner Frage ernst meine und genauso ernsthaft darauf antwortet. Ich habe viele Informationen über mich nicht preisgegeben, weil es niemanden was angeht. Nur das Nötigste. Hätte ich mehr preisgegeben, würde es auch dein falsches Bild von mir ändern, aber ich wollte nur diese eine Frage beantwortet haben mit dem Unterhalt, und nicht meine Lebensgeschichte erzählen oder irgendwas beweisen. Woran kannst du eigentlich so genau erkennen, dass ich aufmüpfig bin? Du kennst mich oder meine Situation einfach nicht, und deine Antwort hättest du dir sparen können, die ist einfach nur total kontraproduktiv. Hätte ich vor einiger Zeit meine Therapie nicht angefangen, wäre ich schon längst tot, und meine Labilität ist innerhalb von Monaten nur etwas abgeschwächt. Ich glaube, du solltest mal in dich hineingehen und zukünftig nicht aus ein paar Informationen ein komplettes Urteil bilden, und meinen, eine gute Menschenkenntnis zu besitzen.

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Kommentar von Laury95
08.11.2015, 15:57

Ich gebe Truffaldino ein wenig Recht, auch wenn er/sie es sehr hart ausgedrückt hat. Jennifer, ich will nicht sagen, dass du keine ernsten Probleme hättest, aber wenn du weiterhin zuhause bleibst - auch alleine in einer Wohnung, werden deine Probleme schlimmer, was auch immer du hast. Denn durch das ständige Nichtstun wirst du immer in deinen Gedanken gefangen sein, daher würde ich dir empfehlen, eine Halbtagsstelle irgendwo anzunehmen, um dir etwas dazuzuverdienen, dann wirst du vermutlich auch glücklicher werden. Wie wäre es z.B. mit einem Job im Altenheim als Betreuung? Die älteren Leute können viel für deine Psyche tun, ich wünsche dir alles gute :)

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Wende Dich ans JA und beantrage Hilfe für junge Erwachsene in einer Krise, dann wird ein exakt auf Dich zugeschnittener Hilfeplan erstellt, der Dich mit Unterstützung von speziell ausgebildeten Fachkräften befähigt Dein Leben eigenverantwortlich auf die Reihe zu bekommen.. 

zwischen 3 bis 6 Monaten lebst Du dann in einer Einrichtung und anschl. wenn Du gefestigt bist kannst Du in eine WG mit Betreuung kommen , wenn Du weiterhin selbstverantwortlich lebst wirst Du Unterstützung erhalten um allein in Deiner erste kl. Whg. klar zukommen..

 Du erhälst von Anfang an Unterstützung, beim suchen u. finden, eines Ausbildungsplatzes für junge Erwachsene mit pers. Schwierigkeiten..

viel Erfolg 

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Da du weder eine Ausbildung machst, noch weiter zur Schule gehst, oder studierst, glaube ich kaum, daß deine Mutter noch unterhaltspflichtig ist?

du wirst Hartz IV beantragen müssen!

Kann sein, daß der Verdienst deiner Mutter angerechnet wird, aber das kann dir das AA bestimmt genauer sagen!

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Kommentar von 999Jennifer0205
08.11.2015, 09:49

Ich informiere mich dann am besten Vor Ort... Die Meinungen sind hier ja sehr verschieden, und bevor ich in eine Wohngruppe gesteckt werde, will ich mir zu 100% sicher sein, was durch den Antrag dann rauskommt. Danke!

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Deine Mutter ist nicht unterhaltspflichtig. Du bist volljährig und gehst weder zur Schule noch machst eine Ausbildung.

Wende die an die ARGE und/oder das Jugendamt. Die können dir genauer sagen was in deinem Fall möglich ist. 

Die Bescheinigung von deinem Psychologen wird so auch nicht akzeptiert werden. 

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Hallo,

ich kann dir nicht wirklich helfen. Ich glaube nicht, dass deine Mutter Unterhalt zahlen muss. Du machst keine Ausbildung und dein Auszug hat medizinische Gründe. Du musst dich an das Sozialamt wenden und wirst wahrscheinlich in einer Wohngruppe ungergebracht, würde ich denken.

Weshalb ich hier antworte: Du bist in der Lage, eine längeren Text praktisch ohne Rechtschreibfehler und klar verständlich formuliert hier auf GF zu posten. Damit gehörst du zur absoluten Ausnahme. Vielen Dank dafür.

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Kommentar von 999Jennifer0205
08.11.2015, 09:41

Danke für das Kompliment! :-)
Also ich wollte jetzt eigentlich versuchen, mein Abitur per Fernlehrgang nachzuholen. Durch den Auszug würden meine Depressionen mit Sicherheit mit der Zeit abklingen, da ich mehr Privatsphäre hätte und der Abstand zu meiner Mutter da wäre. Es steht auch in dem Schreiben drin, dass dieser nötig ist. Mit genauerer Beschreibung natürlich. Ich hätte Angst, in eine Wohngruppe zu kommen, da ich (noch) nicht unter mehreren Menschen sein kann. Das ist auch ein Grund, wieso ich nicht arbeite. Daran arbeite ich zurzeit in meiner Therapie.

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Du muß ALG II beantragen. Den Rest machen die Ämter. Wenn deine Mutter gut verdient, wird sie was beisteuern müssen. Das gilt aber auch für deinen Vater. Wende dich ans Jugendamt, oder einen Sozialverband. Die haben es mehr drauf, als die Leute hier.

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