Frage von Shizzo123456789, 128

Muss meine Exfreundin Unterhalt zahlen für unser gemeinsames Kind?

Hallo, meine tochter ist 8 jahre alt und lebt bei mir mit im haushalt. Meine exfreundin ist verheiratet und hat eine 4 jährige tochter. Wir waren nicht verheiratet. Jetzt müsste sie doch unterhalt zahlen für unsere 8 jährige tochter. Sie sagt jedoch das sie nur auf 450€ basis arbeitet und deswegen kein unterhalt zahlen kann. Sie könnte doch aber den kindergartenplatz verlängern wo ihre 4 jährige tochter hingeht und vollzeit arbeiten oder nicht? Damit sie unterhalt zahlen kann. Wird das einkommen von dem ehemann auch mitgerechnet? Er verdient knapp 2000€ netto. Ich bin vor kurzem arbeitslos geworden und wir sind eigentlich auf deas geld angewiesen.

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Shizzo123456789,

Schau mal bitte hier:
Recht Kinder

Antwort
von ichweisnix, 24

Ja, sie muß Unterhalt zahlen.

Sie könnte doch aber den kindergartenplatz verlängern wo ihre 4 jährige tochter hingeht und vollzeit arbeiten oder nicht?

Die Ausrede mit den 4 Jährigen Kind greift nicht, weil beide Kinder im Rang gleich sind. Der Unterhaltsverpflichtete kann sich nicht aussuchen, welche Unterhaltspflicht davon er erfüllt. Sondern er muß beide, notfalls anteilig erfüllen.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh...

Es gibt hier zwei Ansatzpunkte, fiktive Unterhaltsberechnung, auf Grundlage einer Vollzeittätigkeit der Frau und Unterhalt an beide Kinder. Oder die Unterhaltsberechnung auf Grundlage des Nebenerwerbs. Wobei sich der Selbstbehalt durch des ehelichen Unterhaltsanspruch massiv reduziert.









Antwort
von Pontifex42, 29

Ob du mit ihr verheiratet warst oder nicht, ist beim Kindesunterhalt egal.

Der neue Ehegatte ist nicht zum Unterhalt verpflichtet, das ist soweit eindeutig. Aber: Sie muss sich bei der Ermittlung ihres eigenen Einkommens durchaus auch den ein oder anderen Vorteil anrechnen lassen, den sie durch den neuen Gatten hat. Kann man sich ergoogeln oder Anwalt fragen.

Das andere Problem ist das geringe Einkommen. Generell hat jemand, der gegenüber einem Kind zum Unterhalt verpflichtet ist, eine erhöhte Erwerbsobliegenheit. Soll heissen: der soll gefälligst alles andere stehen und liegen lassen und erstmal zusehen, dass er seiner Unterhaltspflicht nachkommt. Da gibt es harte Regeln: mindestens x Bewerbungen pro Woche nachweisen etc.
Allerdings ist ein Kleinkind im Haushalt durchaus ein anerkannter Grund, nicht voll zu arbeiten. Das muss schließlich betreut werden. Dennoch muss man auch hier zusehen, was noch erreichbar ist. Sollte ein Ganztages-Kindergartenplatz verfügbar sein, muss sie das nutzen.
Was nun noch zumutbar ist und was nicht, ob sie sowieso nicht mehr als den Selbstbehalt verdienen kann, was das Jugendamt vorschießen kann: bei all dem Kram hilft nur ein Experte.

Antwort
von nocheinnutzer, 46

Sie ist eurem gemeinsamen Kind gegenüber Unterhaltspflichtig. 

Wenn die Betreuung ihrer vierjährigen Tochter gewährleistet ist, muß sie sich halt um mehr Arbeit bemühen um ihren Verpflichtungen nachzukommen. 

Sollte das alles nicht möglich sein geht das Jugendamt in Vorkasse. 

So oder so steht dir und eurem gemeinsamen Kind das Geld zu.

Setze dich mit dem Jugendamt in Verbindung, die werden alle möglichen Schritte in Bewegung setzen. 

Antwort
von Goodnight, 54

Ja sicher, sie ist verheiratet und ihr Mann verdient genug,. Man kann sich nicht einfach vor dem Unterhalt drücken.

Wäre sie nicht verheiratet, sähe das anders aus.

Letztlich muss immer die Gesamtsituation geklärt werden. Du hast Anspruch auf unentgeltliche Prozesskostenhilfe.

Kommentar von kevin1905 ,

Ihr neuer Mann kann aber nicht herangezogen werden für ein Kind dessen Vater er weder biologisch noch rechtlich ist.

Kommentar von Goodnight ,

Da irrst du dich, sein Einkommen ist  zum Teil auch ihr einkommen.

Kommentar von ichweisnix ,

Das stimmt so nicht.  Sie hat einen Unterhaltsanspruch gegen ihren Mann, welcher den Selbstbehalt reduziert, so das der Nebenverdienst zumindest teilweise für den Kindesunterhalt zur Verfügung steht. Insoweit spielt ihr neuer Mann da indirekt eine Rolle.




Kommentar von Goodnight ,

Ob indirekt oder nicht, ist völlig egal. 

Antwort
von Nouredine1989, 61

Ich würde mich mal bei ProFamilia informieren lassen, die kennen sich aus und ihre Beratung ist kostenlos! ;)

Antwort
von ExtraRechts, 66

ja, sie müsste unterhalt zahlen

du müsstest unterhaltsvorschuss bekommen, wenn sie nicht zahlen kann

und sie sammelt unterhaltsschulden an, ist auch gut, vielleicht erbt sie mal von ihrem neuen mann

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community