Frage von Frankyy123, 76

Muss meine Arbeitgeber mich nicht versichern?

zu mir 27 Jahre,nicht versichert in Deutschland da Auslandskrankenversicherung

Am 2. Mai 2016 bin ich aus dem Ausland, nach Beendigung meines Studiums, nach Deutschland zurückgekehrt.Am 9. Mai habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum 31.08.2016 unterschrieben. Vollzeit, 35 Std pro Woche 12 Euro pro Std. Auf Nachfrage, hat mein damailger Arbeitgeber gesagt, er hätte mich bei der Bundesknappschaft versichert. Am 3. August habe ich mir meinen Finger beim Basketballspielen gebrochen und ich war im Krankenhaus und bei meinem Hausarzt. Diesen habe ich mitgeteilt, dass ich bei der Bundesknappschaft versichert bin und dieses wurde auch so aufgenommen. Jetzt bekam ich einen Anruf von meinem Hausarzt welcher mir mitteilte, dass ich nicht bei der Bundesknappschaft versichert bin. Es waren insgesamt 81 Arbeitstage. Mein Arbeitgeber meint, es wäre nicht sein Problem. Was kann ich jetzt machen? Nachträglich privat versichern? Ich bitte um Hilfe. Vielen Dank :)

Antwort
von FordPrefect, 14

Zunächst ist festzustellen, dass die KV/PF in Deutschland eine Pflichtversicherung ist. Die Pflicht obliegt damit aber in erster Linie dem Versicherten selbst. Wer aus dem Ausland zurückkehrt und zuvor in D versichert war, dessen Versicherung lebt mit der Wohnsitzaufnahme in D wieder auf, sofern er keine ggfs. abweichende Regelung rechtsverbindlich mit einer neuen KK getroffen hat (s.u.a. § 188 Abs. 4 SGB V).

Am 9. Mai habe ich einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum 31.08.2016 unterschrieben.

Bis zu 70 AT ist eine Meldung als kurzfristige Beschäftigung möglich; in diesem Zeitraum erfolgt zwar eine Meldung an die Knappschaft, jedoch erwachsen daraus weder Kosten noch besteht ein Versicherungsschutz! Sofern die Arbeitsaufname noch im Mai erfolgte, dann wäre diese Abrechnung fehlerhaft und müsste kostenpflichtig korrigiert werden - was aber auch bedeutet, dass das ausgezahlte Gehalt nachträglich in voller Höhe sv-pflichtig wird ( da keine Sozialversicherungsfreiheit mehr gegeben). Hier wäre vermutlich eine Rechtsberatung empfehlenswert.

Es waren insgesamt 81 Arbeitstage. Mein Arbeitgeber meint, es wäre nicht sein Problem.

Das ist - zumindest so pauschal - falsch. Tatsächlich bekommt der AG ein erhebliches Problem, wenn du das der Knappschaft und dem FA meldest - denn hier geht es um den Verdacht der Hinterziehung von Sozialbeiträgen.

Was kann ich jetzt machen?

Du musst dich unverzüglich bei der letzten KK melden, bei der du vor dem Auslandsaufenthalt in D versichert warst, und dort das rückwirkende Wiederaufleben der Versicherung zum 2.5.2016 anzeigen. Alles weitere solltest du mit einer Beratungsstelle klären.

Antwort
von eulig, 20

so wie es aussieht, hat dein Arbeitgeber dich als Kurzfristig Beschäftigter bei der Knappschaft gemeldet. dies ist eine rein formale Meldung - begründet aber keinen Versicherungsschutz.

da du 5 Tage die Woche gearbeitet hast, gilt für dich nicht die 70 Tage-Regelung, sondern die 3 Monats-Regelung https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/06_kurzf...

du schreibst, dass du nach dem Studium zurück nach Deutschland gekommen bist. d.h. du warst dann irgendwo vorher mal in Deutschland versichert bevor du ins Ausland gegangen bist.

diese Krankenversicherung, bei der du damals in Deutschland versichert warst, ist für dich seit der Rückkehr nach Deutschland zuständig. d.h. du musst dich an diese Krankenkasse wenden und die Beiträge rückwirkend ab deiner Rückkehr nach Deutschland selbst nachzahlen. denn die Kurzfristige Beschäftigung ist versicherungsfrei. es fließen keine Pflichtbeiträge in die Kranken- und Pflegeversicherung.

Antwort
von x3mila, 34

Schau mal auf deine Abrechnung .. In der Regel steht da drauf bei welcher Krankenkasse du angemeldet worden bist ..
Auch hättest du von deinem Arbeitgeber eine Sozialversicherubgsmeldung erhalten müssen ! Darauf müsstest du die Info finden können.
Hoffe das hilft ...

Die Bundesknappschaft ist meiner Meinung nach nur zuständig wenn du nicht über 450 Euro im Monat verdienst dann handelt es sich aber nicht um eine Vollzeitbeschäftigung sondern um einen Minijob..

Kommentar von Blindi56 ,

(Bundes) knappschaft ist eine ganz normale Krankenkasse...

Antwort
von GoodFella2306, 38

Dein Arbeitgeber hat die Pflicht, dich zu versichern, insofern würde ich definitiv noch mal dringend mit ihm reden. Sollte er sich da uneinsichtig zeigen, würde ich dir in jedem Fall den Gang zu einem Anwalt für Arbeitsrecht ans Herz legen, damit du die professionelle Unterstützung hast. Es kann nicht sein, dass du auf eventuellen Kosten sitzen bleibst, weil dein Arbeitgeber sich keine Mühe gegeben hat.

Antwort
von Blindi56, 29

Du musst Dir normalerweise die Krankenkasse selber aussuchen und Deinem Arbeitgeber das emitteilen, damit der an die KK die Beiträge überweist.

Manche AG raten einem zu einer bestimmten KK und erledigen die Abnmeldung auch selber. Er zieht das dann von deinem Lohn ab. Wenn aber auf Deiner Gehaltsabrechnung keine Krankenkassenbeiträge stehen, hat er das versäumt. Du kannst Dich aber selber versichern (Pflichtversicherung) und evtl. die Beiträge nachzahlen. Frag bei der KK Deiner Wahl nach. Ich meine aber auch dass die vorherige KK einen noch 3 Monate als Übergang versichern muss...wäre knapp....

Kommentar von Blindi56 ,

Du hättest dich ja auch ummelden müssen, AuslandsKK abmelden, bzw. hätte das die neue KK gemacht und Du hättest von der Auslands-KK eine Aufforderung bekommen, die Karte zurückzuschicken.

Antwort
von larry2010, 25

an sich solltest du unterlagen von deinem arbeitgeber erhalten haben.

anmeldung zur sozialversicherung und zudem monatliche lohnabrechungen und zudem  inzwischen auch die abmeldung.

auch frage ich mich, wie du jetzt versicherst bist.

ich würde mich an die knappschaft wenden, heisst dort anrufen udn nachfragen.

zudem mal zum thema krankenversicheurng googeln, bis du einen übersicht dazu bekommst, wer sich wie versichern muss.

da ist auch das sozialamt bwz gesundheitsamt oder ein ministerium für gesundheit angeben, wo man anrufen kann, wenn es unklar ist.

evtl. wäre es hilfreich, wenn du bei der caritas anrufst, ob man dich dort unterstützen kann oder es einen erwerbslosenverein oder gibt, die einen bei anträgen für ämter und behörden utnerstützen

Antwort
von Wonnepoppen, 26

Das ist ziemlich kompliziert, was du, bzw. wie du es schreibst?

Wenn ich bei einer KK angemeldet bin/wurde bekomme ich Bescheid von dieser. 

Es kann sein, daß du bei dieser nicht versichert bist, wenn du einen privaten Unfall hattest?

du mußt dich unverzgl. mit der Kasse in Verbindung setzen!

Wurde die Auslandsversicherung überhaupt abgemeldet?

Kommentar von Blindi56 ,

Eben.man bekäme ja auch die Krankenkarte.

Kommentar von Wonnepoppen ,

Anmerkung!

wenn du im Krankenhaus u. beim Arzt warst, ging das nur mit deiner Versicherten Karte u. die hat man nur, wenn man versichert ist!

Antwort
von Wurzelstock, 14

Das ist sehr wohl das Problem deines Arbeitgebers! Bei dieser Form des Arbeitsverhältnisses ist jeder Arbeitgeber verpflichtet, einen Arbeitnehmer bei der zuständigen Krankenkasse zu melden, die monatlichen Beiträge abzuführen, und dies bei der monatlichen Lohnabrechnung auszuweisen.

Du kannst zunächst ohne große Rechenakrobatik von Anfang an feststellen, ob es eine Differenz zwischen vereinbartem Brutto- und ausgezahltem Nettolohn gibt.

Sodann sieh dir an, wie sich der Abzug zusammensetzt. Dein anteiliger KV-Betrag müsste numerisch angegeben sein. Ist das nicht der Fall, bist Du nicht versichert. Dann bist Du aber auch nicht rentenversichert, denn dieser Beitrag wird automatisch von der KV mit eingezogen.

Ist er aber angegeben und vom Bruttolohn abgezogen, hat er dich betrogen. Das kann aber auch ein Versehen sein, falls diese Lohnangelegenheiten von einem externen Büro durchgeführt werden. Doch auch dann ist es sein Problem, wenn eine Unregelmäßigkeit vorliegt. Denn Du selbst kannst sie dann nicht aufklären.

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