Frage von blubblub1912, 77

Muss mein freund eine Vaterschafts-Erklärung machen?

Unser Kind ist noch nicht auf der Welt. Muss mein Freund eine Vaterschaft Erklärung machen unbedingt? Und für was ist die denn gut ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EgonL, 37

Im BGB steht:

Abstammung 

§ 1591 Mutterschaft
Mutter eines Kindes ist die Frau, die es geboren hat.
§ 1592 Vaterschaft
Vater eines Kindes ist der Mann,
1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 182 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und
in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gerichtlich festgestellt ist.
§ 1593 Vaterschaft bei Auflösung der Ehe durch Tod
Ein Service des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
in Zusammenarbeit mit der juris GmbH - www.juris.de
- Seite 315 von 432 -
§ 1592 Nr. 1 gilt entsprechend, wenn die Ehe durch Tod aufgelöst wurde und innerhalb von 300 Tagen nach
der Auflösung ein Kind geboren wird. Steht fest, dass das Kind mehr als 300 Tage vor seiner Geburt empfangen
wurde, so ist dieser Zeitraum maßgebend. Wird von einer Frau, die eine weitere Ehe geschlossen hat, ein Kind
geboren, das sowohl nach den Sätzen 1 und 2 Kind des früheren Ehemanns als auch nach § 1592 Nr. 1 Kind des
neuen Ehemanns wäre, so ist es nur als Kind des neuen Ehemanns anzusehen. Wird die Vaterschaft angefochten
und wird rechtskräftig festgestellt, dass der neue Ehemann nicht Vater des Kindes ist, so ist es Kind des früheren
Ehemanns.
§ 1594 Anerkennung der Vaterschaft
(1) Die Rechtswirkungen der Anerkennung können, soweit sich nicht aus dem Gesetz anderes ergibt, erst von
dem Zeitpunkt an geltend gemacht werden, zu dem die Anerkennung wirksam wird.
(2) Eine Anerkennung der Vaterschaft ist nicht wirksam, solange die Vaterschaft eines anderen Mannes besteht.
(3) Eine Anerkennung unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung ist unwirksam.
(4) Die Anerkennung ist schon vor der Geburt des Kindes zulässig.
§ 1595 Zustimmungsbedürftigkeit der Anerkennung
(1) Die Anerkennung bedarf der Zustimmung der Mutter.
(2) Die Anerkennung bedarf auch der Zustimmung des Kindes, wenn der Mutter insoweit die elterliche Sorge
nicht zusteht.
(3) Für die Zustimmung gilt § 1594 Abs. 3 und 4 entsprechend.

Antwort
von BellaBoo, 56

Ja, ermuss erklären, das er der Vater ist, weil ihr nicht verheiratet seid und du ja grundsätzlich einfach jeden nennen könntest.

1.hat das Kind dem Vater gegenüber Erbansprüche, auch die werden damit grundsätzlich anerkannt

2. falls ihr euch trennt, hat er etwas in der Hand um den Umgang etc. zu regeln. Ausserdem kann dann der Unterhalt etc. viel einfacher beantragt werden , als wenn erst noch ein Vaterschaftsfeststellungsgutachten gemacht werden muss...im schlimmsten Fall.

Antwort
von Menuett, 23

Er kann sie auch nach der Geburt abgeben.

Das Kind hat einen Anspruch darauf, dass sein Vater in der Geburtsurkunde steht.

Damit kann der Vater das gemeinsame Sorgerecht erhalten und das Kind ist erbberechtigt und kann Unterhalt verlangen.

Antwort
von weckmannu, 50

Die Erklärung ist gut für Mutter und Kind, damit das Kind später weiß, wer sein Vater war, und damit ihr beide ein Recht auf Alimente habt, falls der Vater sich evtl. später verweigert.

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