Frage von Mrxic, 296

Muss mein Arbeitgeber ein Attest vom Arzt akzeptieren?

Ich arbeite am Flughafen grundsätzlich im Terminal! Doch wir haben leider Arbeitsstellen auch auf dem Vorfeld, wo wir ab und zu mal eingesetzt werden! Leider fühle ich mich auf dem Flughafen Vorfeld nicht wohl. Hab stets mit Übelkeit und Kopfschmerzen zu klagen. Ich würde mich vom Arzt mit einem Attest davon befreien lassen. Ist das überhaupt möglich? Und muss das der Arbeitgeber akzeptieren?

Antwort
von GravityZero, 220

Ja das ist möglich, nur frage ich mich welcher Arzt das mit welcher Begründung machen soll. Es gibt oft Atteste wo es um die Nachtschicht oder schwere Lasten geht, aber am Vorfeld arbeiten? Akzeptieren muss er es in der Regel. Was das für deine Zukunft dort bedeutet...

Kommentar von Mrxic ,

Durch die Starke abgasse der lärm usw am Vorfeld ist das für mich sehr belastend vorallem im Sommer. Bin Heim und hatte den ganzen dreck noch im hals hab nach so einem Arbeitstag 2-3 Tage Kopfschmerzen.

Kommentar von GravityZero ,

Aber ist es das nicht für jeden? Was ist bei dir anders? Habt ihr Atemschutzmasken?

Antwort
von kach110, 162

Du kannst auch mal mit deinem Chef oder Abteilungsleiter darüber reden vielleicht könnt ihr euch auf eine Lösung einigen. Dann braucht man keinen Attest

Antwort
von grisu2101, 186

Es ist möglich, aber es ist dabei auch größte Vorsicht geboten: Wenn Du Deinen Job nicht mehr ausüben kannst, sei es auch wegen Krankheit, so KANN eine Kündigung gerechtfertigt sein !! Diese Atteste sind manchmal sehr umstritten, und manches Mal sorgen sie für Rechtsstreitigkeiten. Darum sollte man immer daran denken.

Kommentar von Nightstick ,

Das sehe ich in diesem Fall wesentlich unkritischer, gerade weil eine Attest für die Außenarbeiten ja nur einen geringen Teil der Tätigkeiten bestreicht, und deshalb eine Kündigung fast unmöglich ist!

Kommentar von Nightstick ,

Und selbstverständlich hätte der Arbeitgeber im Falle eines solchen Attests im Rahmen seiner Fürsorgepflicht alles ihm Mögliche und Zumutbare zu tun, um einen leidensgerechten Arbeitseinsatz zu gewährleisten.

Kommentar von grisu2101 ,

Ist alles korrekt, aber oft sträuben sich Arbeitgeber dagegen usw.... Darum sagte ich ja auch dass Vorsicht geboten ist, und nicht mehr. Man sollte da nicht zu forsch ran gehen, weil es nach hinten losgehen KANN..

Kommentar von Nightstick ,

Schon klar, aber jeder "vernünftige" Arbeitgeber muss sich doch sagen, dass kranke Mitarbeiter (oder solche, die sich auf ihrem Arbeitsplatz nicht wohlfühlen) unproduktiv sind. Ein "Sträuben" ist in dieser Hinsicht ebenso kurzsichtig wie dumm.

Nicht umsonst gehen immer mehr Unternehmen dazu über, ein Gesundheitsmanagement aufzubauen, um genau das zuvor Gesagte zu verhindern. 

Argumentativ muss man den Arbeitgeber in diesem konkreten Fall davon überzeugen, dass auch er Vorteile dadurch hat, die Einsatzplanung so zu gestalten, dass der Fragesteller nicht mehr im Außenbereich eingesetzt wird.

Hier solte das Gespräch ansetzen. Gibt sich der Arbeitgeber uneinsichtig, folgt das Attest, und gut!  

Kommentar von grisu2101 ,

Klaro, und genau dann gehen die Probleme oft los, wenn die Einsicht fehlt und das Attest kommt.

Kommentar von Nightstick ,

Ich möchte hier nicht endlos weiter diskutieren.

Natürlich gehen dann die Probleme los - eben weil der Arbeitgeber (wie in meiner Fallkonstruktion) uneinsichtig war. Diese Grundeinstellung des Arbeitgebers wird man auch nicht ändern können, sondern über das Attest nur einen (zeitweisen) Teilerfolg erringen.

Langfristig gesehen sollte der Arbeitnehmer dann ohnehin andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, wie z.B. sich einen anderen Arbeitgeber suchen, eine Umschulung machen, oder dergleichen.

Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen - der Fragesteller wird es verstanden haben.  

Antwort
von Novos, 143

Er muss das Attest zwar anerkennen, jedoch kannst Du den Arbeitsplatz verlieren, wenn es zu Deiner Arbeit gehört.

Kommentar von grisu2101 ,

Genau so schaut es aus, ich habe selber mal einen Kollegen mit ähnlichem Problem gehabt, da ging es um einen sogenannten "Kilo-Schein". Er konnte plötzlich nur noch 5 Kg heben, und das war es dann. Als es dann  vorm Arbeitsgericht landete, konnte er wieder 20 Kg heben, "da hatte der Doc wohl etwas übertrieben", ansonsten hätte er seinen Job verloren.

Antwort
von Modem1, 156

Attest muss er akzeptieren.Versuch es beim Neurologen dessen Attest ist besser als vom Hausarzt.

Kommentar von SiViHa72 ,

So schräg das klingt, es stimmt. Das sagte meine Hausärztin mir auch schon und ein Freund, der für die BG arbeitet: Facharzt-Attest wird besser akzeptiert, Hausarzt kriegt gerne mal unterstellst,  es handle sich um ein Gefälligkeits-Attest.

Antwort
von Kuestenflieger, 111

Suchen sie sich am besten einen Arbeitsplatz im Tiefgeschoß , da ist selten Wind .

Kommentar von Nightstick ,

... aber nicht in der Nähe der Küste, da könnte er auf den

"Küstentiefflieger"

treffen - von dem bekommt man langsam auch Kopfschmerzen :((

Kommentar von Kuestenflieger ,

wenn man mitdenken muß ?

Kommentar von Nightstick ,

Hääääääh ?????????????????

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