Frage von Schreiberlilli 06.10.2010

Muss man zwangsläufig gläubig sein, wenn man einer Religionsgemeinschaft angehört?

  • Hilfreichste Antwort von Sonnenschnauz 06.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Selbstverständlich muss sich jemand zu den Inhalten einer religiösen Gemeinschaft bekennen, der er angehört.

    Die Frage ist aber, wie man dieses "Bekenntnis" messen will. Beim Eintritt eines Erwachsenen in eine solche Gemeinschaft legt er ein Bekenntnis ab. Aber wie sieht es aus, wenn jemand schon lange dabei ist und manches nach Routine aussieht? Soll man ihm den Glauben absprechen?

    Jemand, der sich zur Kirche hält (um nur diese Variante einer Religionsgemeinschaft zu nennen), auch wenn das ein gelegentlicher Besuch oder eine gelegentlich praktizierte Aktivität ist, würde ich als Mitglied betrachten. Ich denke, man sollte auch die Kirchensteuerzahler auch nicht so verächtlich behandeln, wie es hier auf GF geschieht. Oftmals gibt es Glauben, der neu erweckt werden muss. Es gibt, nach biblischer Aussage, sogar "toten Glauben", der neu lebendig werden muss. Wer will das denn alles richtig beurteilen?

  • Antwort von Peter96 06.10.2010
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man kann dazu stehen wie man will. Heute ist es so, dass ein großer Teil nur noch Kirchensteuer zahlt und sonst mit der Kirche wenig am Hut hat. Lediglich an Weihnachten sind die Kirchen voll. Warum?, es ist halt Tradition.

  • Antwort von Dummie42 06.10.2010
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nö, man muss auch nicht ungläubig sein, nur weil man keiner Religionsgemeinschaft angehört.

  • Antwort von Nowka 06.10.2010
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    in vereinen gibt es nichtaktive zahlende miotglieder.


    in der religion ist das ähnlich. ich war zahlendes mitglied (kirchensteuer), bis ich entlaufen bin.


  • Antwort von dreadnought 06.10.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Da die Kirche, die Du anscheinend mit "Religionsgemeinschaft" meinst, auf dieser Erde existiert, hat sie eine Form. Das kann eine KdöR sein oder ein e.V. oder sonstwas, aber auf jeden Fall eine Gemeinschaft eigenen Rechts. Das wäre sie selbst da, wo sie verboten wäre und nur im Untergrund existiert, wie z.B. in manchen islamischen Ländern (und vielleicht in mittlerer Zukunft bei uns?).

    Zu dieser äußeren Form gehören Menschen, aus verschiedensten Gründen. Das können auch Gründe sein, die mit dem Glauben wenig zu tun haben. Ich kenne sogar Atheisten, die bewußt in der Kirche bleiben, weil sie finden, daß ihre Kirchensteuer gut angelegt sei, echt. Oder aus Tradition, oder so. Deswegen bleibt die Kirche aber eine Glaubensgemeinschaft. Ein Fußballverein bleibt auch ein Fußballverein, auch wenn einer nur deswegen Mitglied ist, weil er der örtliche Getränkehändler ist.

    Die Alternative wäre ein Glaubens-TÜV. Das wäre aber unchristlich und würde uns bald zur unduldsamen Sekte machen. Also lassen wir den lieben Gott selber sortieren. Steht ihm ja auch zu und nicht uns.

  • Antwort von Kampy 06.10.2010
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nein, viele Menschen sind nicht gläubig auch wenn sie irgendwie zu einer Religion gerechnet werden. Das liegt daran, dass man in eine Religion hineingeboren wird und es sich erst mal nicht aussuchen kann. Da ein Austritt aus einer Religion einem Gesellschaftsaustritt gleichkommt, bleiben die meisten Leute einfach offiziell der Religion angehörig, selbst wenn sie mit den jeweiligen Dogmen nichts am Hut haben.

  • Antwort von rubicon66 07.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ...deine frage implantiert eigentlich schon die antwort. jede religionszugehörigkeit, zumindest die ,durch die jeweilige geburt,ist immer mit massivem gesellschaftlichen druck verbunden... will sagen, dass es immer noch von der geburt abhängig ist, wo man/frau mehr oder weniger zufällig geboren worden ist, und in welcher gesellschaft man/frau aufgewachsen und wie erzogen worden ist. ob das aber eine gläubigkeit erklärt, halte ich für gläubiges unwissen, und wird aus gesellschaftlichen gründen immer noch massiv erzwungen, und immer noch bis zur letzten konsequenz. deshalb halte ich die meissten "dahinein-geborenen" ,für stark opportunistisch!! da jede religion sich immer recht leicht vor den karren der macht spannen lässt, und religiöse viel leichter zu beeinflussen sind, ein feindbild gegenüber anders-oder gar ungläubigen, auzubauen, und, na sage ich mal, die leichtgläubigen einfach nicht aussterben, wird es noch lange,lange religionen geben!!und eine tradition bleiben, die den fortschritt der menschheit sehr stark behindert....

  • Antwort von coeleste 06.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    du musst gar nichts

  • Antwort von Schreiberlilli 06.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich habe das hier im Netz (Wiki) gefunden:

    Als Religion (lat: religio, zurückgeführt auf religere = immer wieder lesen; oder religare = zurückbinden) bezeichnet man eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen normativ beeinflussen. Es gibt keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition des Begriffs Religion

    Für Christen ist Glaube keine antike oder mittelalterliche Vorstufe vom Wissen (etwa also eine verminderte Form der Naturwissenschaft), die entschwinden muss, wenn das „echte“ Wissen kommt, sondern etwas vom Wesen her anderes. Es ist kein bloßes Für-wahr-Halten, auch keine Vermutungsäußerung damit gemeint, etwa wie im deutschen Satz: ‚Ich glaube, dass es morgen regnet.‘ Dann bedeutet glauben so viel wie meinen. Dieses „glauben, dass“ entspricht nicht dem Sinn des griechischen Wortes - im Gegensatz zum ‚ich glaube an‘ oder ‚ich glaube dir‘, was dem griechischen Wortstamm entspricht. Dann heißt es so viel wie: ‚Ich traue dir, ich vertraue dir, ich kann auf dich bauen. Ich habe eine Gewissheit, die weniger aus Berechnungen und Experimenten kommt.

    Daraus ergab sich meine Fragestellung, weil ich von der Logik ausging, dass eine "Mitgliedschaft" in dem "Verein" Kirche durch die Kindstaufe zu Stande gekommen ist, die in der Regel von den Eltern veranlasst wird. Sie bestimmen, dass überhaupt eine Taufe stattfindet und auch in welcher Religion und auch die Konfession. Zu dem Zeitpunkt kann ein Kind, meist ein Baby oder Kleinkind doch noch gar nichts von Glaube oder Nichtglaube wissen und sich weder dafür noch dagegen entscheiden.

  • Antwort von schelm1 06.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Absolut nicht!

  • Antwort von freto 07.10.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Zwangsläufig natürlich nicht. Die grossen Kirchen sind auch so froh wenn nur einer ihre Kirchensteuern bezahlt.

    Gläubig zu sein ist angebracht, sonst ist man ja eine MOGELPACKUNG.

    Die Statistiken der Kirchenmitglieder sind voll mit Leuten, die sich ihr eigenes Gottesbild zurechtgezimmert haben. Die meisten haben doch irgendeinen Patchwork-Glauben aus verschiedensten Einflüssen.

  • Antwort von angy2001 06.10.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Um in eine Religionsgemeinschaft aufgenommen zu werden, muss man ein Glaubensbekenntnis ablegen - also ohne geht es nicht.

  • Antwort von frettlein 10.11.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Zumindest ist es sonst inkonsequente Heuchelei.

  • Antwort von TheoMueller 07.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    NEIN, das ist zumindest in er Praxis quatsch. Ich kenne viele Katholen und Evangelen die sind ich würde Sagen frei denkende Menschen. Sind trotzdem in der Kirche. Im allegemeinen finden die das mit dem lieben Gott etwas naiv. Also nichts mit "Glaubensbekenntnis" an das man auch glaubt...

    Ach da fällt mir ein: Was meinst Du welches Kind überhaupt weiß was bei der Taufe passiert. Es glaubt noch nicht an das was Ihm beim Rabbi, Pastor, Pfarrer, Religionsunterricht alles beigebarcht wird. Kann es gar nicht...

    Und die Gedanken sind frei!

  • Antwort von Spaghettus 06.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nein, muss man nicht. Wert wollte das prüfen und wie?

    Auch in der Praxis ist es nicht so. Nach einer Allensbachumfrage haben sich 8% der Mitglieder der Katholischen Kirche als Atheisten bezeichnet.

    Bei den evangelischen Pfarrern glauben über 30% nicht mehr an die Göttlichkeit Jesu oder an die unbefleckte Empfängnis.

    Man kann also genau so als Ungläubiger einer Religionsgemeinschaft angehören wie umgekehrt auch ohne Kirche gläubig sein.

  • Antwort von freschdax 06.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    welchen sinn soll denn dann ein glaubensbekenntnis deiner meinung nach haben?

Du kennst die Antwort? Frage beantworten
Bitte noch eine Antwort ... Frage erneut stellen

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!