Frage von BraumMain, 136

Muss man vor ,,aber" ein Komma setzen?

Mein Kumpel sagt ja, ich sage Nein

was denkt ihr?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von adabei, Community-Experte für Grammatik, Sprache, deutsch, 55

Irgendwie habt ihr beide recht:

Vor "aber" muss ein Komma gesetzt werden, wenn es eine Konjunktion ist, also wenn es einen Nebensatz einleitet.

Ich habe eine Stunde gewartet, aber er ist nicht gekommen.

Bei "aber" als Partikel zu Verstärkung wird natürlich kein Komma gesetzt:

Das habe ich dir aber schon gesagt!

 

Kommentar von Luchriven ,

Genauso :-)

Kommentar von adabei ,

Dankeschön. ☺

Antwort
von OlliBjoern, 30

Für das Komma ist nicht alleine das Wort "aber" entscheidend. Wenn ein Nebensatz folgt, muss man ein Komma setzen ("aber" als Konjunktion). Wenn "aber" im Satz drin steht (keine Konjunktion), dann lässt man das Komma weg.

Ich klingelte an der Tür, aber niemand öffnete. (mit Komma)

Da mir aber niemand geöffnet hatte, ging ich wieder nach Hause. (kein Komma vor dem "aber")

 

Antwort
von Existentiell, 62

Nicht zwangsläufig, aber es kommt auf den Satz an :D 

bei "entgegengesetzten Konjunktionen" (darunter zählt auch das Wort "aber"), wird ein Komma vor das Wort gesetzt

Antwort
von implying, 43

Das kann man durchaus machen, aber, wenn es ein besonders verschachtelter Satz ist, muss man sogar noch eines dahinter setzen.

Kommentar von Savix ,

Richtig!!

Kommentar von Cookialla ,

In dem Fall muss man aber keins dahintersetzen.

Kommentar von adabei ,

Natürlich muss hier ein Komma gesetzt werden.

Kommentar von Deponentiavogel ,

Hier ist das Komma nach aber falsch. Aber wenn ist eine zusammengesetzte Konjunktion, bei der sich aber auf wenn bezieht und nicht umgekehrt. 

*Das kann man durchaus so machen, aber muss man sogar noch eines dahinter setzen.

Wenn man den von dir so gekennzeichneten eingeschobenen Wenn-Satz weglässt, kommt ein ungrammatischer Satz dabei raus. 

Der Hauptsatz ›muss man sogar noch eines dahinter setzen‹ kann so nur in Verbindung mit einem Konditionalsatz stehen. Was er auch tut, da aber zum Konditionalsatz dazugehört. 

Kommentar von paulklaus ,

An implying: Das Komma hinter "aber" ist falsch, da "aber" den Konditional-NS einleitet !!

pk

Antwort
von paulklaus, 10

Das ist GÄNZLICH vom Satz abhängig !!

Ich hatte keine Ahnung, ABER das war nicht schlimm. (Zwei HS)

Ich wusste es, ABER verriet nichts. (Aufzählung von Prädikaten)

Der Film war nicht schön; ich habe ihn ABER dennoch genossen. (Normale Stellung im HS - ohne Komma, LOGO !)

pk

Antwort
von Havenari, 30

Manchmal ist es erforderlich, es kann aber auch falsch sein. Das brauche ich dir aber nicht zu erklären.

Antwort
von Wonnepoppen, 37

Ja, ob mit oder ohne "aber"!

Antwort
von Luchriven, 17

Es gibt mehrere Fälle, und man soll jedesmal entscheiden, was man damit ausdrücken möchte. Das sagt der Duden dazu:

I - "aber" als Partikel: (siehe hier: http://www.duden.de/rechtschreibung/aber_Partikel)
-> Dort heißt es wie folgt:
1/ drückt eine Verstärkung aus
Beispiele:
aber ja
aber gern
alles, aber auch alles würde er tun
verschwinde, aber dalli!
(österreichisch) aber geh! (abweisende Formel, mit der etwas nicht ernst Genommenes abgeschüttelt wird)
2/ nur emphatisch zur Kennzeichnung der gefühlsmäßigen Anteilnahme des Sprechers, der Sprecherin und zum Ausdruck von Empfindungen
Beispiele:
du spielst aber gut!
die sind aber dick!
aber, meine Herrschaften
aber, aber! (nicht doch!, was soll das?)
aber ich bitte dich!

II - "aber" als Konjunktion: (Siehe http://www.duden.de/rechtschreibung/aber_Konjunktion_Bedeutung_doch)
-> Doch heißt es wie folgt:
1/
a) drückt einen Gegensatz aus; [je]doch, dagegen
Beispiele:
heute nicht, aber morgen
er schlief, sie aber wachte

b) drückt aus, dass etwas der Erwartung nicht entspricht; indessen, [je]doch
Beispiel:
es wurde dunkel, aber wir machten kein Licht

2/
a) drückt eine Einschränkung, einen Vorbehalt, eine Berichtigung, Ergänzung aus; doch, jedoch, allerdings
Beispiel:
arm, aber nicht unglücklich

b) drückt die Anknüpfung, die Weiterführung aus; jedoch
Beispiel:
als es aber dunkel wurde, machten sie Rast

3/ drückt einen Einwand, eine Entgegnung aus
Beispiele:
einer von uns muss es aber gewesen sein
aber warum denn?
»Es wird schon klappen.« »Aber wenn es doch schiefgeht?«

Antwort
von VenomBoss, 41

vor "aber" muss ein Komma stehen, nur bei "und" und "oder" muss keins stehen, man kann aber trotzdem eins hinmachen

Kommentar von Oubyi ,

vor "aber" muss ein Komma stehen

man kann aber trotzdem eins hinmachen

Wo ist Dein Komma?

Kommentar von adabei ,

:-))

Antwort
von Leisewolke, 33
Kommentar von Luchriven ,

Danke für den interessanten Artikel :-)

Antwort
von xTaidi, 40

Ja vor "aber" muss fast immer ein Komma

Antwort
von Gummibusch, 42

In der Regel kommt vor und und aber kein Komma. 

Offensichtlich unterliege ich hier einem Irrtum,  meist gehört doch ein Komma vor aber,  naja, wieder was gelernt. 

Kommentar von BraumMain ,

du hast recht

mein Kumpel hat unrecht

Kommentar von Gummibusch ,

Vor und und oder hätte es heißen müssen, allerdings hat die Rechtschreibreform hier beide Möglichkeiten eröffnet.

Kommentar von minecrafter340 ,

vor und kommt eigentlich nie eins. Da gibt es nur bei 2 verbundenen Hauptsätzen die Möglichkeit ein Komma zu setzen. Vor aber steht immer ein Komma solange es einen Nebensatz einleitet.

Antwort
von Kuppelwieser, 15

Wenn Du z. B. schreibst: "Das ist aber kalt hier!" kommt natürlich kein Komma hin!

Kommentar von paulklaus ,

Vor "kommt" muss ein Komma stehen, da es den vorangestellten Konditional-NS vom nachfolgenden HS trennt !! ; - ))

pk

Kommentar von Kuppelwieser ,

Die gedankliche Trennung ist zwar schon durch das Zitat gegeben, aber gut! Übrigens ist ein mehrfaches Ausrufezeichen auch verpönt, zumal mit einer Lücke hinter dem Wortende! ;-)

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