Frage von KolunjaxD, 82

Muss man unbedingt studieren, wie es "alle" tun?

Hi,

mich als Oberstufenschüler beschäftigt momentan die Berufswahl. Ich geh' zu einer Realschule in BaWü, d.h. das Niveau ist um einiges höher und "wertvoller" als wie in anderen Bundesländern außer Bayern.

Ich bin mir nicht 100%ig sicher was ich mal werden will. Ich persönlich würd' gerne vllt. Lehrer werden, allerdings geht das mit 'ner 5 Mathe ja praktisch nicht. Sonst habe ich Noten von 1 - 3, also gute Noten. Ich wage mal zu behaupten, dass ich auch von gutem Charakter sein könnte ^_^.

Ich sehe überall, dass Leute Studieren, praktisch irgendwie jeder und alles. Alle sind so von Intellekt. Aber muss man Heut zu Tage wirklich jedes Fürzlein studiert haben und 20 Fremdsprachen können, oder sind viele Studenten einfach Leute, die eigentlich überhaupt keine Ahnung haben was sie werden wollen und nur Zeit rauszögern?

LG

Antwort
von karinili, 41

Ich wehre mich gegen das Klischee, dass Studenten nur Zeit hinauszögern und die Zeit genießen wollen, auch wenn es diese sicher gibt und viele auch sagen, "ja, studier ich halt, ich weiß ja sonst nicht was tun."

Aber es gibt auch viele, die diese Ausbildung bzw den Beruf danach wirklich wollen. Ich studiere zum Beispiel Informatik, weil ich das möchte. Außerdem mache ich dieses Semester 33 ECTS (was auf einen Wochenstundensatz von ca 55 Stunden kommt) und das ist bei weitem kein Zuckerschlecken (die meisten machen ca 15-25 ECTS pro Semester).

Allerdings sieht es so aus, dass man mit Abitur bzw Realschulabschluss keine abgeschlossene Ausbildung hat, also muss man eben etwas weitermachen und da bietet sich das Studium eben an. Aber es gibt auch einige Berufe, vor allem im sozialen Bereich, die kein Studium erfordern, sondern den Besuch einer speziellen Schule oder Colleges. Krankenschwestern und Polizisten nur als sehr bekannte Beispiele. Viele informieren sich aber auch nicht über solche Berufe oder wissen oftmals auch nicht, was man für gewisse Berufe tun müsste, weshalb die breite Masse an Abiturienten eben studiert.

Antwort
von Leolele, 34

Du musst nicht studieren, aber sehr viele Berufen brauchen halt ein Studium. Und eins zu haben ist nie falsch. Man muss auch nicht 20 Sprachen können. Je nachdem, was du studierst musst du meines Wissens sogar nur 1 können (also Deutsch). Aber überleg dir lieber erstmal, was du ungefähr mal machen möchtest und dann versuch ein Studium in die Richtung zu bekommen. Lieber hat man was studiert als dass man nichts studiert hat ^^

Kommentar von KolunjaxD ,

Ich würde gerne aus persönlichem Interesse (beruflich läuft da eh nix) Philosophie oder so studieren. Einfach als Interesse. Aber man bekommt halt seinen fetten Strich durch die Rechung und das RS-Zeugnis :(

Kommentar von Leolele ,

Ach was gib keine Träume auf und arbeite weiter hart ^^ Auch wenn ich dir leider nicht so viel helfen kann, da ich grade erst 11. bin und mich damit nicht soviel befasst(trotzdem mehr als viele anderen in meinem Alter. immerhin weiß ich schon ungefähr, was ich mal machen will) und weil das System in Bayern dann nochmal etwas gehandhabt wird ^^

Antwort
von Kuestenflieger, 13

In D haben wir zuviele Studenten auf BaFöG Basis , weil es so schön ist . Nur danach ? In der freien Wirtschaft etwas lernen und darin Weiterbildung machen = aus eigener Kraft etwas schaffen , das ist Zukunft für alle . Viel Erfolg Kolunjax !

Antwort
von GedankenGruetze, 26

Ich denke da gibt es keine Antwort. Es gibt ja nicht den Studierenden und jeder hat andere Beweggründe.

Es gibt natürlich genug Leute die studieren, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen. Und es gibt auch unter Studienfächern ein paar Kandidaten, die deshalb in der breiten Masse studiert werden, weil es eben jeder studiert oder man sonst keine Ahnung hat, was man studieren soll.

Ich persönlich sehe im Studium einfach einige Vorteile. Für meine persönliche Entwicklung und meine jetzige Anschauung war das Studium sehr prägend. Es geht also nicht nur um das Fachliche. Es ist schön anderen zu begegnen, die geistig weiter ist. Leute kennenlernt, die aus der schulischen Denke raus sind und dir den Horizont erweitern, wenn du sie denn lässt.

Das kann man sicherlich auch ohne Studium haben, aber dennoch ist das etwas, was ich sehr stark mit meinem Studium verbinde. Zudem kann dir eine höhere Qualifikation durch das Studium später Jobchancen eröffnen, die du, möglicherweise, ohne das Studium nicht hast. Gerade in den kommenden Jahren wird sich zeigen, welche Ausbildungsberufe später noch gebraucht werden und welche wegfallen.

Ich denke, man kann aber auf beiden Wegen sowohl glücklich als auch erfolgreich sein.

Kommentar von Kuestenflieger ,

tolle schreibe , aber was machen sie in7 jahren, mit welchen einkünften ?

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 11

d.h. das Niveau ist um einiges höher und "wertvoller" als wie in anderen Bundesländern außer Bayern.

Träum weiter.

Mit einem Realschulabschluss kann man nicht studieren. Du müsstest erst das Abitur machen. Erfahrungsgemäß verschlechtern sich die Noten bei einem Wechsel zum Gymnasium, und das meist deutlich.

Warum sollen die Leute nicht studieren, wenn sie es doch können?

Antwort
von Stim2000, 34

Nein, im Studium lernst du die Grundlagen deines späteren Berufes, auch für Lehramt musst du studieren😁

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