Muss man sich wirklich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?
Hi, ich habe in den nächsten zwei Wochen vier Vorstellungsgespräche. Ich weiß aber irgendwie nicht was ich vorbereiten soll. Muss man sich vorbereiten oder kann man auch so hingehen und einfach drauf losquatschen?
Ich meine so die üblichen wie Erzählen sie mal von sich oder Stärken und Schwächen und Fragen vorbereiten mache ich, auch ein wenig über die Firma googlen und Homepage lesen.
Aber muss man sich wirklich extrem vorbereiten (also so sechs Stunden pro Gespräch) oder liegt es meist sowieso an Chemie?
Ich schreibe lieber nämlich noch ein paar Bewerbungen statt irgendwelche möglichen Fragen vorzubereiten, die dann gar nicht drankommen. Zudem ärgere ich mich dann nicht so, wenn es nicht geklappt hat wenn ich wenig gelernt habe.
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Muss man sich vorbereiten oder kann man auch so hingehen und einfach drauf losquatschen?
Man kann auch "einfach so" hingehen. Allerdings solltest du eine gewisse Eloquenz mitbringen und nicht zuletzt ausreichend Wissen über die Firma, bei der du dich bewirbst. Anderenfalls kann dich eine Frage, wie etwa "Sie wissen sicherlich bereits, was wir herstellen/anbieten? Wie stellen Sie sich Ihre Aufgabe bei uns vor?" schnell aus der Bahn werfen.
Ich meine so die üblichen wie Erzählen sie mal von sich oder Stärken und Schwächen und Fragen vorbereiten mache ich, auch ein wenig über die Firma googlen und Homepage lesen.
Wenn das für dich "üblich" ist, dann musst du in der Tat nicht viel mehr machen. (Wir haben gar nicht so selten Bewerber, die nicht einmal im Vorstellungsgespräch den Namen unserer Firma richtig aussprechen können; geschweige denn, dass sie wissen, was wir so treiben.)
Aber muss man sich wirklich extrem vorbereiten (also so sechs Stunden pro Gespräch) oder liegt es meist sowieso an Chemie?
Du darfst davon ausgehen, dass die Leute mehr zu tun haben, als sich den lieben langen Tag lang Bewerber zu Vorstellungsgesprächen einzuladen. Insofern "stimmt die Chemie" schon - zumindest soweit es sich aus den Unterlagen erkennen lässt. Der Rest wird dann im Gespräch festzumachen versucht.
Dabei geht es nicht so sehr um "einander mögen" (schließlich will man nicht heiraten), sondern um "fachlich in die Firma und persönlich ins Team passen".
Wie lange du dich darauf vorbereitest, hängt von vielen Faktoren ab. U.a. wie viel Erfahrung du in ähnlichen Firmen schon hast, wie viele Vorstellungsgespräche du schon absolviert hast, wie eloquent du bist, wie wichtig dir der Job ist, etc. pp...
Ich schreibe lieber nämlich noch ein paar Bewerbungen statt irgendwelche möglichen Fragen vorzubereiten, die dann gar nicht drankommen.
Es geht nicht um "drankommen", sondern um die Abrundung des Gesprächs. Selbst wenn du dich also "auf Fragen vorbereitest", die "nie drankommen", wirst du so auch bei anderen Fragen deutlich sicherer und selbstbewusster. Und das wiederum hilft dir, den Job doch noch zu bekommen.
Zudem ärgere ich mich dann nicht so, wenn es nicht geklappt hat wenn ich wenig gelernt habe.
Das dürfte dann ein Trugschluss werden, der dich in einen Teufelskreis führen kann. Zwar sammelst du im Laufe der zusätzlichen Gespräche, die du so führen musst, mehr Erfahrungen, dennoch wird man dir am Ende NIEMALS sagen, warum du "nicht genommen" wirst. Also wirst du nie erfahren, dass es einfach nur deine Unsicherheit oder deine Angst, eine bestimmte Frage könnte gestellt werden, sein. Folglich wirst du denselben Fehler immer und immer wieder machen, bis du eines Tages im schlimmsten Fall in einer Firma landest, der du - als Person/Persönlichkeit - scheíßegal bist, weil man dich nur wie eine Weihnachtsgans ausnehmen will, bevor man dich wieder entlässt...
Tipp fürs Leben
Auch wenn ich dein Effizienz-Streben durchaus anerkenne: 99,99% aller Prüfungen erfordern "das Lernen von Fragen", die in der Prüfung dann "nie drankommen". Wenn du dein Muster "Ich lerne nur, was auch wirklich drankommt", weiter beibehalten wirst, dann wirst du dir im weiteren Leben immer und immer und immer wieder eine blutige Nase holen.
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hallo ich würde mich auf jedenfall darauf vorbereiten wichtig hierbei ist: schöne, gepflegte kleidung. kein körpergeruch. ordentliche frisur. ... das gespräch kannst du ganz einfach( mit jemandem) durchspielen, überlege dir dann was du mitnimmst, was du von dir erzählst, was du antworten könntest (z.b. satzanfänge, abwechslungsreich...), dass du kein ääm oder ähhh sagst, was du sagst wenn dein "zukünftiger chef" ja sagt und was wenn er ablehnt, wichtig ist höflich sein, beim SIE bleiben, aber auch nicht zu schleimig werden. das klappt scho!!! viel glück dir!
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Antwort von LXGIWYL1 29.12.2012
schau Dir an, was die Firma so macht, viell Anzahl der Fillialien/Mitarbeiter (nur ungef.), das sind so die wichtigsten Sachen...
überleg Dir auch noch ne (sinnvolle) Antwort auf die Frage, warum Du grade zu denen willst und nicht zu deren Konkurrenz
Kommentar von ratfrank92ratfrank92 29.12.2012Weil diese Firma ganz ganz toll ist...
Kommentar von LXGIWYL1 29.12.2012inwiefern besser als die andere(n)?
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Antwort von chantalflynn 29.12.2012Kommentar von ratfrank92ratfrank92 29.12.2012
Ja eben, deshalb frage ich ja. Da steht halt auch von der großen Vorbereitung. Aber ist es nicht total ärgerlich, wenn man sich soviel vorbereitet und am Ende fliegt man raus. Dann doch lieber ohne Vorbereitung (große) und dann freut man sich umso mehr wenn es klappt.
Von anderen weiß ich ca. 90% Chemie, 10% Fachwissen und Fragen beantworten
Kommentar von chantalflynn 29.12.2012Ok , verstehe Dich,kommt drauf an für welche Stelle man sich bewirbt! Als zB: Lagerdödel brauchste nicht so viel Theater machen! Aber wenn es was gescheites ist, würde ich mich von meiner besten Seite zeigen!! Chemie und Selbstbewusstsein steigt mit ausführlicher Vorbereitung! Du hast Recht, ein Quäntchen Glück gehört dazu!!
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Du solltest dir die Website der Firma durchlesen und dich über die Firma informieren, sonst brauchst dich eigentlich nicht vorbereiten, es sei denn, du willst in sehr gutem Licht da stehen.
Kommentar von ratfrank92ratfrank92 29.12.2012Aber in den Bewerberratgebern steht drinnen, dass die ungefähr hundert Fragen stellen können, also so was war ihr herausragenstes Erlebnis, wo haben sie schon einmal Verantwortung übernommen, was macht sie wütend, wie beschreiben ihre Kollegen sie,...
Was hälst du davon?
Kommentar von LXGIWYL1 29.12.2012es bringt nichts, wenn Du Dir alle Fragen anschaust, ne Antwort aufschreibst und die dann später auswendig runterratterst. Du solltest beim Gespräch so natürlich wie möglich erscheinen. Klar kannst DU da mal drüber nachdenken, aber nix zum lernen!
Kommentar von phil0712phil0712 29.12.2012Einfach ein paar Gedanken drüber machen (nichts aufschreiben). So hast du dann schneller eine Antwort parat.
Das nenne ich mal ne Antwort! Sauber!
Ist es denn eine Firma in der du arbeitest wo Akademiker sich bewerben oder Ausbildungsbetrieb wo Schüler sich bewerben? Dann könnte ich das verstehen, dass manche zu faul sind, den Firmennamen zu lernen :)
Welche Fragen die ich nicht genannt habe, würdest du mir aufjedenfall noch vorschlagen die ich können muss?
Die Standardfragen mit Antworten habe ich jetzt drauf. Jetzt werde ich hauptsächlich die Homepages der Firmen lesen. Du hast natürlich recht, man sollte alle Fragen lernen, aber mal schauen, was ich bis zum Ende der Woche noch hinkriege. Ich habe damit nur damals nach meinem Bachelor schlechte Erfahrungen gemacht, also ein bis zwei Wochen jeden Tag Stunden gelernt und am Ende hats nicht gepasst. Dann mochte mein potentieller chef mich nicht, nicht genug über die Firma gelesen usw. Bei den letzten Gesprächen habe ich halt immer gemerkt, dass mich die Anfangsfrage Erzählen sie mal was von sich, immer nicht gut ankommt. Ich habe immer den Eindruck, die sitzen dann gelangweilt da, daher mache ich das jetzt in den Gesprächen kurz. Zudem kamen einige der Fragen, die ich vorbereitet hatte, nicht gut an.
In meiner Firma (sie gehört mir) bewerben sich beide Gruppen von Interessenten. (Außerdem auch Schüler und Studenten für Praktika)
Meist ist es schlicht die Überheblichkeit, zu glauben, man würde das "schon irgendwie hinkriegen". Auf die Idee, den Namen der Firma zu recherchieren, gar herauszufinden, was die Firma eigentlich macht, komment beide Gruppen immer seltener. (Am ehesten sind da noch die Schüler interessiert. ;))
Es gibt kein "Geheimes Buch der Vorstellungs-Gesprächs-Fragen", falls du das meinst.
Grundsätzlich ist eine "gute Allgemeinbildung" gefragt. Ganz besonders wichtig ist aber alles rund um den (angestrebten) Job. Was wirst du dort machen? Was willst du dort machen? Wie? Wo? Wann? Warum? Welche Erfahrungen hast du? ...
Solche Fragen interessieren am meisten, weil sie alle auf den einen wichtigen Punkt abstellen: Bist du es wert, jeden Monat dein Gehalt auf dein Konto zu überweisen? Oder wirst du mehr kosten als einbringen?
Wie gesagt: Es gibt keinen "Fragenkatalog" dafür. Informiere dich einfach umfassend und job-spezifisch.
Tipp: Je mehr Hierarchie ein Unternehmen hat, desto eher solltest du auch Namen einbeziehen. Wer ist Boss? Wer wird dein Boss sein? Wie ist die Abteilungsstruktur? Wo wird sich dein Platz in der Hierarchie wiederfinden? etc.
Merke dir auch Namen, die (bei der Vorstellung) genannt werden und sprich die Leute dann beim Namen an. Dieser einfache psychologische Trick zeigt, dass du ein aufmerksamer und interessierter Zuhörer bist --- und er hilft dir, viele "blöde" Fragen zu vermeiden.
(Wer beispielsweise nicht einmal den Namen der Firma aussprechen kann, der wird selbstverständlich gefragt, ob er denn wenigstens weiß, wie die Marktstellung der Firma ist und was sie so herstellt/anbietet. Und wer sich nicht einmal die Namen der Leute merken kann, der hat für Jobs, die mit Kundenkontakt zu tun haben, schlechtere Karten... ;))
Und? Hat's dich dümmer gemacht? ;)
Natürlich sind sie gelangweilt, wenn du nur den bereits schriftlich abgegebenen Lebenslauf noch einmal mündlich herbetest. Das interessiert NIEMANDEN. Und auch DU SELBST würdest schreiend wegrennen, wenn das einzige Gespräch, das deine Freunde zusammenbringen, die immer wieder gleiche Wiedergabe ihres eigenen Lebenslaufes wäre...
Erzähle stattdessen lustige oder interessante PERSÖNLICHE Episoden. Erzähle, wo du Erfahrungen gesammelt hast, die für den neuen Job wichtig sein könnten. Erzähle, welche (job-relevanten) Lehren du bereits gezogen hast. Erzähle von Erfolgen und Fehlschlägen deiner Projekte.
DAS sind die Dinge, die man hören will, wenn man sagt: "Erzählen Sie mal was über sich!" Denn gemeint ist eigentlich:
Erzählen Sie etwas über sich, das wir noch nicht wissen; und das wir mangels Wissen auch gar nicht erfragen könnten!
Natürlich. Das gilt für beide Seiten. Manchmal - nein, meistens - ist es aber auch der Zeitpunkt der Fragen. Oder der Zusammenhang, in dem du sie stellst.
Wenn deine allererste Frage "Und? Was verdiene ich bei Ihnen?" lautet, machst du dir selbstverständlich keine Freunde. ;) Wenn die Frage "auswendig gelernt" klingt, wird es ebenfalls nicht besser. Denn man stellt im Gespräch auf Authentizität ab. Wenn da ein "Cheater" kommt, der mit auswendig gelernten Fragen beeindrucken will, dann entsteht auch sofort das Gefühl, dass er die Antworten auf die eigenen Fragen ebenfalls nur "auswendig wiedergegeben hat". Und das wiederum zwingt das innere Gefühl dazu, zu sagen: "Nö. Lass mal. Wenn der jetzt schon so schamlos lügt, dann lassen wir lieber die Finger davon." Auch dann, wenn du eigentlich gar nicht gelogen hast. ... Du hast aber eben dennoch das GEFÜHL ERZEUGT, ein Lügner/Betrüger zu sein...