Bei den Ämtern wird man behandelt, als wäre man Asozial und wollte den Verwaltungsangestellten die Butter vom Brot stehlen. Bei den Arbeitnehmern wird man behandelt, als wäre man ARBEITSSCHEU und zu nichts zu gebrauchen. Muss man sich also schämen, wenn man von Hartz4 betroffen ist?

Nicht, wenn man in der Lage ist, daran etwas zu ändern und es auch tut. Ansonsten: ja.

in der heutigen Zeit eh nicht mehr. Oder sollen sich die jetzigen "noch Quelle Mitarbeiter" in einem Jahr als asoziale Schmarotzer fühlen????
eigentlich nicht, solange du dich wirklich weiterhin um Arbeit bemühst, aber LEIDER gibt es auch Menschen, die den 2. Teil meines Satzes eben nicht befolgen und DIESE verderben das Ansehen

Mit tausenden von Ausrufungszeichen.
Und lass Dir nicht von Deinem Umfeld einreden, dass Du ein Schmarotzer bist - es kann jeden treffen.
Jeden!

muss ich mich schämen weil ich arbeit habe und andere nicht?
Mit Sicherheit nicht. Vermutlich wären 98 % der Hartz4 Empfänger froh, wenn sie eine Arbeit hätten, mit der sie sich bzw. ihre Familien ernähren können. Das wird aber durch unsere Politiker immer schwerer.

man muss sich nur schämen wenn man ein schmarotzer ist . ist man es nicht muss man sich nicht schämen , dafür zahl ich meine sozialabgaben .
MRmaniac am 2. November 2009 23:36 beste antwort

Leider liest man auch hier bei gutefrage.net immer wieder abfällig Antworten oder Kommentare über Arbeitslose. Oft klopfen sich dann Arbeitsplatzbesitzer an die Brust, sie seien diejenigen die den faulen Arbeitslosen das gemütliche Leben finanzieren.
Es ist eine Tatsache, dass die Anzahl der Arbeitssuchenden die Anzahl der offenen Stellen weit übersteigt. Selbst wenn alle Arbeitslosen mustergültige Arbeitssuchende wären, die sich Tag und Nacht mit optimierten Bewerbungen um Arbeit bemühen - die Anzahl der offenen Stellen erhöht sich durch das Verhalten der Arbeitslosen leider nicht.
Wenn man von Verantwortung für die Arbeitslosigkeit spricht, sollte man mal darüber nachdenken, wieviel Verantwortung die Arbeitnehmer haben, die 40 und mehr Stunden arbeiten. Diese Arbeitnehmer tragen nicht nur Verantwortung am Arbeitsplatz sondern auch Verantwortung dafür, dass ein anderer nicht arbeiten kann, nicht arbeiten darf. Denn es wäre doch vielleicht möglich, weniger als 40 Stunden zu arbeiten und somit einem Arbeitssuchenden einen Teil der eigenen Arbeit zu überlassen. Brot kann man teilen - Arbeit auch.
Das kann man nicht pauschalisieren. Es gibt Solche und Solche. Wenn Du Deinen Job verloren hast, und bist unschuldig daran, musst Du dich nicht schämen. Bist Du frisch aus der Schule, oder hast im Leben noch nicht gearbeitet, solltest Du Dich schämen

nur wenn man es durch Faulheit selbst verschuldet hat - oder weil man sich immer gerne auf den Staat verlässt. Da kann jeder von uns rein geraten - das ist Fakt
Die Betroffenen haben die geringste Schuld an ihrer Lage.
Panikgirl am 2. November 2009 23:35 Die Meisten - können wir uns darauf einigen?;-)
Natürlich! Aber können wir uns auch darauf einigen, dass sich dann die übrigen auch genauso viel oder wenig schämen müssen wie die Wirtschaftsbosse.

Die Ämter sollten sich mal überlegen, wie sie mit ihren Kunden umgehen!
mach in der Zeit weiterbildungsmassnahmen
zu harz 4 kommt mann schneller wie zu nem sack mücken zudem sind es sehr viele die UNVERSCHULDET in diese menschenrechtsverlezende situation geraten (krankheiten , entlassungen , spaarmasnahmen) zudem giebt es viele die zuschüsse vom amt bekommen weil sie zu wenig verdienen .........

man muß sich nicht schämen .... aber ich tu's trotzdem !!!!

Warum sollte man sich schämen, wenn man sein Recht wahrnimmt?
Natürlich gibt es auch unter den ALG2'lern viele Schmarotzer, sowie es unter den Arbeitenden zahlreiche Steuerhinterzieher und Schwarzarbeiter gibt.
ALG2 macht aus einem keinen besseren Menschen, d.h. wer vorher den Staat beschissen hat, wird es auch unter ALG2 tun.