Frage von Seedeff, 39

Muss man selbst Beiträge an die Krankenversicherung zahlen?

Hallöchen, ich habe im Juni meine Schule abgeschlossen und werde im Oktober mit meinem Studium anfangen. Da ich auch etwas Geld verdienen wollte, habe ich im September mit einer Teilzeitstelle angefangen und hätte jetzt mal ein paar Fragen. Ich habe heute einen Brief bekommen,dass ich nicht mehr Familienversichert bin sondern Selbstversichert..soweit so gut. Ich werde monatlich 520 Euro verdienen, das heißt es ist kein Minijob. Ich wusste das mir Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden, aber jetzt habe ich auch noch erfahren das ich zusätzlich noch Beiträge an die Krankenkasse bezahlen muss..Die Frau meinte ab obtober 95 Euro weil ich ja Studenten bin. Aber diesen Monat noch mehr weil ich ja noch nicht mit der Uni angefangen habe. Müsste icht der Arbeitgeber das bezahlen oder habe ich da etwas komplett falsch verstanden. Und meine zweite Frage kann ich jetzt einfach bei meinem Arbeitgeber kündigen oder wenigstens weniger Stunden arbeiten damit es ein Minijob ist. Danke schon mal !

Antwort
von kevin1905, 23

Müsste icht der Arbeitgeber das bezahlen oder habe ich da etwas komplett falsch verstanden.

Ab Oktober bist du Werkstudent.

Ergo du legst dem Arbeitgeber eine Immatrikulationsbescheinigung vor und er kann dich als studentische Hilfskraft abrechnen. Dadurch hat er mit deiner Kranken- und Pflegeversicherung nichts mehr zu tun. Die Beiträge zur KVdS bezahlst du von deinem Konto per Lastschrift oder Überweisung, es sind etwa 85,- € im Monat.

Da von deinem Lohn keine Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen wird, ist dein Netto höher.

Warum willst du stattdessen einen Minijob machen, der eine Verdienstgrenze hat? Ein Werkstudent hat keine.

Kommentar von Seedeff ,

Aber ich bekomme doch trotzdem Sozialversicherungsbeiträge abgezogen oder nicht? Der Angestellte bei der Krankenversicherung meinte, dass ich als Werkstudent Sozialversicherbeiträge abgezogen bekomme ( auch als Werkstudent anscheinend) und zusätzlich noch einen Beitrag von 95Euro  zahlen muss. Dann verdiene ich am Schluss bloß 350 Euro..Und auch wenn ich wie du sagst, keine Sozialversicherbeiträge von meinem Bruttogehalt abgezogen bekommen würde, hätte ich mit meinen Beiträgen an die Krankenkasse doch netto 450( dann lieber ein Minijob mit weniger Arbeitsstunden).

Kommentar von Seedeff ,

Sorry hab mich jetzt falsch ausgedrückt. Genau ich bin in der gleitzone,deshalb muss ich einen geringeren Beitrag zahlen..ich weiß aber nicht genau wie viel

Kommentar von kevin1905 ,

Aber ich bekomme doch trotzdem Sozialversicherungsbeiträge abgezogen oder nicht?

Ja, aber nur für die Rentenversicherung. Nicht für die Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, wie normale Angestellte.

Und als Minijobber zahlst du auch Rentenversicherungsbeiträge, wenn auch nur 3,7% anstelle von 9,35%. Gleitzonenen Regelung noch außen vor.

Für den Arbeitgeber ist der Werkstudent auch günstiger gemessen an Kosten pro Arbeitsstunde.

Kommentar von Seedeff ,

Bei einem Minijob ist man nicht Rentenversicherungspflichtig( das hat mir der Angestellte von der Krankenkasse gesagt und mir zu einem Minijob geraten). Das es für den Arbeitgeber günstiger ist, weiß ich, aber für mich ist es eben nicht günstig, wenn ich auch noch monatlich an die Krankenkasse zahlen muss. Meine Frage ist eigentlich nur, ob jeder zusätzlich noch Beiträge an die Krankenkasse zahlen muss( abgesehen von den Rentenversicherungsbeiträgen). Habe nämlich von einer Freundin, die auch mehr als 450 Euro verdient gehört, dass die Arbeitsstelle für sie Beiträge an die Krankenkasse zahlt.

Kommentar von kevin1905 ,

Irgendwie habe ich das Gefühl du verstehst meine Antwort nicht.

Dann korrigierst du meine richtigen Einwände durch falsche Tatsachen.

Minijobs sind immer prinzipiell rentenversicherungspflichtig mit 3,7% vom Lohn.

Der Arbeitnehmer kann einen Antrag auf Befreiung stellen, dadurch fällt dies weg. Dies sollte man sein lassen, wenn nicht anderweitig bereits Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung vorliegt.

Und jetzt zur Kernthematik:

Als hauptberuflicher Student, hat dein Arbeitgeber NIEMALS irgendwas mit deiner Krankenversicherung zu tun.

Du bist nur dann hauptberuflicher Arbeitnehmer, so dass der ArbG Beiträge abführen muss, wenn du mehr als 20 Stunden die Woche arbeitest und dein Studium zur Nebentätigkeit degradierst.

Möchtest du jetzt noch sämtliche §§ aus dem SGB IV, V und VI haben, in denen das steht?

Kommentar von Seedeff ,

Danke erst einmal für deine Antwort.. Ich korrigiere dich nicht durch ,,falsche Tatsachen", ich sage dir lediglich was der Angestellte von der Krankenkasse gesagt hat und das auch nur, weil ich mich ohnehin nicht auskenne und nicht weiß wem ich glauben soll. 

Antwort
von Elfi96, 25

Ich würde beim Chef höflich nachfragen, ob er den Job herunterstufen kann. Btw: wenn du während des Studiums Bafög beziehen möchtest, sollte dein Verdienst ebenfalls nicht über 450€ liegen. 

http://www.bafoeg-rechner.de/Hintergrund/art-1845-bafoeg-aenderung2016.php

LG

Kommentar von Seedeff ,

Der Vertrag gilt aber bis Februar. Kann ich ihn einfach fragen, ob ich weniger Stunden arbeiten kann, obwohl im Arbeitsvertrag 40 Stunden vorgeschrieben ist ?

Kommentar von Elfi96 ,

Ja, würde ich machen. Geht er nicht darauf ein, müsstest du kündigen oder dich mit einem niedrigeren Stundenlohn begnügen. LG 

Kommentar von Seedeff ,

Kann ich dann ohne weiteres kündigen? Oder müsste ich bis Februar arbeiten..kenne mich die leider überhaupt nicht aus

Antwort
von brido, 18

Du solltest einen Minijob nehmen, so verdienst Du am Ende weniger. 

Kommentar von Seedeff ,

Ja das habe ich jetzt auch gemerkt..kann ich einfach kündigen :/

Antwort
von anonym120312, 18

Ja natürlich als Arbeit Nehmer schon

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