skadi82 am 30.05.2008 um 5:59 Uhr
Ich habe das erste Mal meine Reifen in einer neuen Werkstatt wechseln lassen und hatte dann eine Panne, weil meine Vorderreifen blockiert haben und tierisch gequalmt haben. Bei anderen Werkstätten hat es auch geklappt, da ich die Sommerreifen nicht das erste Mal drauf habe. Die Werkstatt vermutet jetzt, dass die Bremskolben eingefettet werden müssen. Die anderen Werkstätten haben das eh immer beim Wechsel gemacht. Und hätte die Werkstatt nicht den Fehler beim Wechsel sehen müssen, immerhin wussten sie, dass ich mit dem Auto 800 km weit fahren wollte. Die wollen einen doch jetzt über den Tisch ziehen oder?
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Beim Reifenwechsel gewöhnlich nicht.
Lediglich beim Wechsel der Bremsbeläge und/oder Bremsscheiben bzw. sonstigen, umfassenden Arbeiten an der Bremsanlage gehört das leichte Einfetten zum Arbeitsumfang.
Die Beweisfrage ist sicherlich keine allzu leicht beantwortbare.
Fehlendes Fett auf den Bremskolben ist aber nicht die Ursache für einen blockierenden Reifen. Redest Du über einen "Bremsplatten" oder ein blockiertes Vorderradlager?
skadi82 am 30. Mai 2008 07:07 Ich habe da keine Ahnung von, aber das Auto ist mit den Winterreifen (Stahlfelge) super gefahren. Ich konnte auf einmal nicht mehr beschleunigen und als ich angehalten habe, haben die Bremsen gequalmt. Denke immer, dass die Werkstätten einfach was größeres suchen, da sie auf den ersten Blick gestern nichts feststellen konnten, die Bremsscheiben und -beläge sind schon neu.
Einen größeren Bremsdefekt hast Du aber schon, dieses Phänomen kenne ich eigentlich nur von Oldtimern (Trommelbremsen). Fahr' vorsichtig zur Werkstatt!
Kannst dich mal an einen KFZ-Sachverständigen wenden, dieser kann sicherlich die Gründe finden, warum die Blockierung auftrat und dir dann auch dies für den Streitfall bestätigen, wenn die Werkstatt nicht richtig gearbeitet hat.

Wenn man es darauf anlegt, kann ein gewiefter Mechaniker problemlos eine Panne simmulieren oder verursachen. Da kann man als Außenstehender allerdings nur raten, wenn man nicht mal das Auto sieht. Falls Du Mitglied in einem Automobilklub wbist, dann rufe deine Helferlein. Manchmal hat man damit Glück. Ansonsten vermute ich, dass der Schaden eher elektronischer natur ist, wenn beide Räder zugleich blockieren. Ansonsten muss man die einzelnen Ursachen wirklich in dem Bereich suchen, wo die Leitungen noch nicht getrennt sind. Man häte aber auch die Bremsmechanik manipulieren können, aber das wäre schon eine strafbare Handlung. Auf jeden Fall solltest du die Werkstatt wechseln, wenn diese mit dem Problem nicht klar kommt.
skadi82 am 30. Mai 2008 07:37 Wenn sie die Bremsen manipuliert haben, wäre es ja schon versuchter Mord, da sie wussten, dass ich mit dem Auto eine Reise von 800 km antreten werde. Ich muss um 9 Uhr hin, da bin ich ja mal gespannt.
Die beschriebene Korrosion am Bremskolben sieht der Mechaniker nicht, wenn die Manschette noch drüber ist und optisch noch "gut" iSv nicht schadhaft aussah.
Deine "Definition" von versuchtem Mord lasse ich mal unkommentiert ...
Indy72 am 30. Mai 2008 08:08 Gerde wenn die Manchette einwandfrei ist, durfte das material darunter nicht korrodiert sein. Habe früher auch sehr alte Autos gekauft und verkauft und Bremsprobleme kamen meist nur in der Form, dass die remsen festkorrodierten, wenn man sie im angezogenen Zustand nach langer Fahrt für lange Zeit geparkt hatte. Die Probleme wie beschrieben sind entweder als Folge vom eklatanten Pfusch oder Absicht anzusehen.
Optisch "gut" heißt nicht automatisch einwandfrei iSv nicht doch in Wirklichkeit schadhaft.
Die Probleme sind mutmaßlich auf die alles billig haben wollenden Kunden zurück zuführen, die wirtschaftlich nicht einsehen möchten, dass man bei Bremsscheiben- und Belägewechsel auch Manschette und Dichtung am Bremskolben immer mit austauscht und ggfls. Korrosion am Bremskolben beseitigt bzw. letzteren erneuert, wenn dies erforderlich sein sollte.
Absicht zu unterstellen, ohne diese auch voll beweisen zu können, stellt eine unhaltbare Ansicht dar.
Indy72 am 30. Mai 2008 13:21 Ach komm, ein Bremszylinder ist das letzte, was bei einem Auto kaputt gehen kann.
skadi82 am 3. Juni 2008 18:28 Also die Wrkstatt hat die Bremsschläuche gewechselt. Die haben gesagt, die waren dick und verstopft! Jetzt läuft er wieder wie ne eins. DANKE für all die Hilfe!!
Also Bremskolben einfetten ist ein bischen fragwürdige Arbeitsbezeichnung; bei einem Reifenwechsel werden zunächst mal nichts an den Bremsen gemacht, und wenn eine Werkstatt da einfach mal Fett draufschmiert, hilft das sicherlich der Bremse nicht weiter; Bremsenblockieren an "neueren" hat meist etwas mit Korrosion an den Bauteilen zu tun, oder wie dolabella schon schrieb, bei Trommelbremsen gab es das auch öfters. Was für ein Auto ist es denn und sind die originalen Alufelgen ( Sommer ) montiert, oder gibt es zum beispiel Spurverbreiterungen ? Es könnte sein , dass durch zu lange Radschrauben, welche verwendet wurden ,dann diese schleifen. Die Liste was sein könnte ist Lang !
Die wichtige Info von dir kam erst jetzt:
Scheiben und Beläge sind erneuert worden.
Bloßes Qualmen kann von den neuen Scheiben kommen, wenn der Schutzfilm darauf nicht entfernt wurde. Qualmt und stinkt eine Weile.
Der Bremskolben bewegt sich in Richtung nach Außen und ist durch Dichtung (Manschette) geschützt.
Ist dieser Schutz schadhaft geworden, findet Korrosion am Stück des Kolbens statt, der nach Außen ausgelenkt wird.
Beläge und Scheiben werden gewechselt, Kolben dabei ganz hineingedrückt und klemmt eventuell im korrodierten Abschnitt fest.
Folge wäre, wie von dir beschrieben.
Ob das vorliegend bei dir auch wirklich so passiert ist, müßte festgestellt werden.