Ein Kumpel von mir ist selbstständig und hat als einziges Auto in der Firma einen Ford Transit den er als Baustellenfahrzeug nutzt. Natürlich fährt er auch mal zum Einkaufen damit. Die Haupt-Privatfahrten machen sie mit dem Auto der Frau! Bisher dachte er, dass er für ein Baustellenfahrzeug das er nur gelegentlich privat nutzt, nichts versteuern muss. Jetzt will ihm das Finanzamt einen Privatanteil draufdrücken. Ist das rechtens?
Für den Privatanteil ist es egal, ob es sich um ein Baustellenfahrzeug handelt. Entscheidend ist, ob ein anderes Kfz für Privatfahrten zur Verfügung steht. Das Auto der Ehefrau zählt leider nicht, da für jeden potentiellen Fahrer ein Fahrzeug da sein muss!
Wenn er kein ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch für das betriebliche Fahrzeug vorlegen kann, unterstellt das Finanzamt regelmäßig auch Privatnutzung. Wird mit 1 Prozen des Bruttolistenpreises angesetzt.
Er nutzt das Fahrzeug ja auch privat, von daher ist da rechtens.

Ja, es sei denn, es ist ein typisch ausgestattetes "Baufahrzeug". Bei einem Elektriker z.B. wird unterstellt, daß er nicht unbedingt mit dem Auto einkaufen fährt, wo hinten die gesamte Ausstattung inklusive Regalen fest eingebaut ist. Aber er kann ihn ja als LKW anmelden (wenn die Voraussetzungen erfüllt sind), dann hat er keinen Privatanteil, dafür aber höhere Kfz-Steuern, meine ich.