Frage von Scren, 10

Muss man für den Journalismus sprachbegabt sein?

Guten Abend!

Ich spiele mit dem Gedanken ein Journalismus Studium zu beginnen, da mich der offene Kontakt mit Menschen und die vielen verschiedenen Themen, in die man sich einarbeiten muss, reizt.

Doch nun bin ich nicht wirklich "sprachbegabt" (in deutsch). Ich finde nicht unbedingt mit Leichtigkeit die passenden Wörter, was aber für das schreiben von interessanten Texten wichtig ist.. Es gibt ja viele Leute, den das schreiben von sprachlich sehr schönen Texten leicht von der Hand geht, wozu ich eben nicht gehöre :o

Was ist eure Meinung dazu, kann man das alles noch erlernen, oder muss man ein gewisses sprachliches Talent haben, um erfolgreicher Journalist zu werden?

Antwort
von PolluxHH, 8

Zum Journalismus gehört die Befähigung zur Recherche, ein gutes Sprachvermögen als auch -verständnis und eine gute Allgemeinbildung, abgerundet durch Spezialwissen. Dabei wird der Zeitdruck immer höher, da für Arbeiten, für die früher fast ein Tag zur Verfügung stand, heute nur noch wenige Stunden zugestanden werden. Allerdings nimmt das Sprachvermögen auch in der Presse deutlich ab.

Für eine interessante und stilistisch gute Sprache gibt es Möglichkeiten und Kurse, aber mich irritiert eines: "offener Kontakt" klingt relativ "rosa gefärbt" und viel recherchiert wurde auch nicht gerade, denn mit einem Klick fände man sowas wie

https://www.dfjv.de/beruf/journalismus-als-beruf/berufsbild

Etwas weiter unter fände man dann in der Anforderungsliste auch "gutes Sprachgefühl".

Antwort
von CharaKardia, 6

Du solltest schon eine gewisse Affinität zu (Fremd-)Sprachen haben. Bis zu einem bestimmten Maß kann man das Schreiben guter Texte auch erlernen und es hängt auch von der eigenen Entwicklung ab. Das Studium hilft da sicherlich.

Es gibt aber auch zahlreiche andere Studienfächer, die einen offenen Kontakt mit Menschen fördern :).

Im Journalismus wird man sicher nicht überall mit offenen Armen empfangen, außer man ist vielleicht der Lokalreporter der Regionalzeitung. Meist spezialisiert man sich auch auf bestimmte Themengebiete, man muss sich also nicht immer neu in die Materie einarbeiten.

Kommentar von Kristall08 ,

Du solltest schon eine gewisse Affinität zu (Fremd-)Sprachen haben.

Sorry, aber das ist doch Unsinn.

Wer in Deutschland als Journalist tätig ist, braucht genau eine Sprache: Deutsch.

Kommentar von CharaKardia ,

Dann kommst du im Studium aber ganz und gar nicht weit.

Kommentar von Kristall08 ,

Du wirfst da einiges durcheinander.

Kaum ein Studium ist ohne wenigstens die Kenntnis der englischen Sprache zu schaffen. Im Journalismus selbst ist das aber gänzlich anders.

In über 12 Jahren habe ich nicht ein einziges Mal eine Fremdsprache wirklich gebraucht.

Kommentar von WDHWDH ,

Bei der Bild (760 Worte="Babydeutsch"!)nicht, sonst schon. Nicht im "Schreiben" aber im Denken und -wesentlich-VERSTEHEN!

Antwort
von Kristall08, 6

Sprachbegabung ist eine schöne Dreingabe. Wichtiger ist, dass du gut recherchieren und unglaublich schnell Texte produzieren kannst.

Außerdem solltest du nicht zu viel Rückgrat und eigene Meinung mitbringen. Lieber starke Ellbogen gepaart mit Gewissenlosigkeit.

Und Deppenleerstellen meiden: Journalismusstudium. Übrigens nicht der beste Weg in den Beruf.

Kommentar von toomuchtrouble ,

Oh nein, ich komme so schon kaum durch mit meinen nächtlichen Attacken auf Moni's Nailstudio und Co. und jetzt auch noch das...

https://deppenleerzeichen.de/files/2014/08/IMG7422-1000x288.jpg

Antwort
von BIoodMoon, 4

Man muss auf jeden Fall die deutsche Grammatik beherrschen und sollte gleichzeitig interessante Formulierungen kennen. Es wäre schön leichter, dies als Begabung zu haben, aber wenn man auch so kreativ und lernwillig ist, kann man sich einen Wortschatz aneignen.

Antwort
von nvs83, 4

Man muss nicht wortgewandt sein, es erleichtert einem aber enorm die Arbeit. Wichtig ist, dass Du die Rechtschreibung und Grammatik SEHR GUT beherrscht.

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