Frage von FeeSabilillah, 215

Muss man einer Rechtsschule folgen (Islam)?

Folgendes ist passiert. Ein Muslim hat mich beschimpft, weil ich gesagt habe ich würde keiner Rechtsschule folgen, sondern bei Meinungsverschiedenheiten vergleichen wer die stärkeren Beweise hat, ansonsten halte ich mich an den Quran. Dieser Muslim (muslimische Familie) sagte, dann wäre ich kein Richtiger Muslim (ich bin konvertiert). Jetzt bin ich natürlich verwirrt. Muss ich denn wirklich einer Rechtsschule folgen um Muslim zu sein, das erscheint mir irgendwie so falsch. Aber er sagte, sonst würde ich meinen Gelüsten folgen und mir aussuchen was mir passt. Aber wenn ich jetzt mir eine Madhab aussuchen würde und bei einer Sachen jemand anderer stärkere Beweise hat, dann würde ich ja was falsch machen und das will ich nicht. Ich dachte wir sollen nur den Quran und Mohammed (saw) folgen. Also was ist jetzt richtig? Brauche ich eine Madhab oder nicht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von saidJ, 78

Esselamu alejkum
Es ist in Ordnung die Meinung zu vertreten die die stärkeren Argumente hat .
Ich bin jemand der dagegen ist einem Madhab zu folgen und völlig dabei den Verstand auszuschalten .
Wir sollten doch immerhin selbst nachdenken was richtig und was falsch ist und dabei orietnieren wir uns an den Argumenten der Rechtsschulen .
Was du aber nicht machen solltest ist der Meinung folgen die dir besser gefällt sondern der Meinung die entweder die stärkeren beweise hat oder bei einer Meinung wo die Beweise ausgeglichen sind kannst du dem folgen was dir mehr logisch erscheint .
Sollte aber die Gefahr bestehen das du dir jedesmal die Meinung aussuchst die dir besser gefällt würd ich dir empfehlen einem Madhab zu folgen .

Kommentar von FeeSabilillah ,

شكرا يا أخي

جزاك الله خيرا

Kommentar von saidJ ,

Amin und jeden Rechtschaffenden Muslim/IN .

Kommentar von SibTiger ,

Wir sollten doch immerhin selbst nachdenken

Schön wäre es ;-)

Antwort
von tubtub98, 34

Im Islam gibt es 73 glaubensrichtungen, heißt 73 Arten wie der Islam ausgeübt wird anhand verschiedener Interpretationen

Kein (wahrer!) Muslim darf seine Mitmenschen beschimpfen oder verurteilen!

Er kennt sich laut deiner Aussage nicht mit seiner Religion aus.
Du solltest weiterhin die wahren lehren des Islams untersuchen und dich nicht irreleiten lassen.

Jeder wird am jüngsten Tag seine eigene Taten mitnehmen nicht des anderen.

LG:) wasalam.

Kommentar von FeeSabilillah ,

شكرا يا أخي

جزاك الله خيرا

Antwort
von ArbeitsFreude, 92

Folge doch Bitte Deinem gesunden Menschenverstand, liebeFee!

Was der Mensch gesagt hat, war Schwachsinn! - Aber Schwachsinn kann für Schwachsinnige eine hilfreiche Strategie sein! (Das enthebt einen der Aufgabe, selbst denken zu müssen!)

Zu denen gehörst Du nunmal nicht!

Ich bin Buddhist - es gibt 126 unterschiedliche buddh. Richtungen - ich kenne aber KEINE, die anderen Richtungen sagen würde: "Du bist kein richtiger Buddhist!"  - sowas ist eine bodenlose Anmaßung!

Mach's so, wie Du's aud dem Koran rauslesen und mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst und vergleich von mir aus die Rechtsschulen, aber um Allahs Willen: Ordne Dich keiner unter!

Religionsfriede sei mit Dir!

Antwort
von DerBuddha, 77

mal abgesehen davon, dass es 8 heute anerkannte und gültige und verschiedene "rechtsschulen" gibt, sollte es doch bitte JEDEM gläubigen selbst überlassen werden, ob und wie er glauben will................... aber deine frage zeigt genau das problem gerade im islam......... immer muss irgendwer einem anderen was vorschreiben und meint, nur dessen sichtweise wäre richtig............ alles quark mit knödeln, denn es kommt nur und ausschließlich darauf an, wie der mensch im herzen glaubt, fühlt und lebt........... und ich schreibe es immer wieder, würde ein gott existieren wäre ihm ein "ungläubiger" mit sicherheit lieber, der im herzen aufrichtig ist, die welt mit offenen augen sieht und hilfsbereit durchs leben schreitet, als ein gläubiger heuchler................ lebe also deinen glauben so aus, wie DU es für richtig hälst und dann versuche dabei deine wünsche und träume zu erfüllen, ohne anderen dabei zu schaden, dann bist du schon ein echt guter gläubiger.................:)

(meine äußerung bezieht sich NUR auf diese frage und stellt nicht meine sonstigen aussagen oder mein weltbild infrage)

Antwort
von HugoGuth, 20

Wer als - geborener - Muslim einer muslimischen Familie und Moschee Moschee angehört, wächst ganz automatisch auch in die Rechtsschule hinein, der die Moschee folgt! Das gleiche gilt bedingt - auch für deutsche Frauen. die ihren muslimischen Männern zuliebe den Islam annehmen! Aber die meisten deutschen Islamkonvertiten schließen sich dem Salafistenprediger Pierre Vogel an, der Rechtsschulen ablehnt und dessen You-Tube-Videos für seine Anhänger die Stelle einer Rechtsschule einnehmen! Es ist doch ganz logisch, dass sich geborene Muslime von deutschen Islamkonvertiten nicht erklären lassen, wie siE - die gebürtigen Muslime - ihren Glauben zu leben haben! Ich würde mir als deutscher Christ auch nicht von einem zum Christentum konvertierten Muslim erklären lassen, wie man das Christentum richtig praktiziert!

Kommentar von FeeSabilillah ,

Das ist aber eine ganz fatale Einstellung. Wenn ich jetzt Islam lerne und den Leuten beibringe, sie dann aber von vorneherein nicht zuhören wollen, weil sie ja in die Religion hereingeboren wurden. Selbst wenn sie absolut nichts machen und man sich fragt ob sie überhaupt Muslime sind.

Dies ist extrem gefährlich.

Wer waren denn die Sahaba anderes als Konvertiten?

Auf jedenfall gut, dass ich aus reiner Überzeugung Muslim bin und nicht wegen Geburt oder irgendeinem Mann.

Kommentar von FeeSabilillah ,

Achja und es stimmt ich bin über Pierre Vogel zum Islam gekommen, aber auch andere nicht_deutschsprachige Prediger.

Zum Beispiel Anwar Al-Awlaki (möge Allah sich seiner Erbarrmern)

Antwort
von Akainuu, 100

So einen Fall hatte ich auch mal.

Also grundsätzlich kann ich deine Frage echt nicht beantworten, denn es hängt vom Einzelfall ab.

Ich gebe dir mal ein Beispiel, um zu zeigen, warum man das nicht so einfach sagen kann: Es gibt im Islam Ansichten, die das Gebet ablehnen, also 5X Beten soll keine Säule des Islams sein und sowas ist schlichtweg falsch.

Wenn du sowas denken würdest, was ich jetzt nicht denke, dann würde ich dir einfach sagen, dass du dich nicht konform verhältst und nochmal recherchieren solltest.

Deine Recherchen sind schließlich auch begrenzt, deshalb macht es schon Sinn, wenn man sich an eine Rechtsschule anlehnt.

Ist aber auch sehr vom Einzelfall abhängig, ich kenne mich da auch nicht soo gut aus. Jemandem deshalb aber den Glauben abzusprechen, ist sehr fragwürdig.

Das hat nichts damit zu tun, dass du Konvertit bist. Im Islam macht man da keinen Unterschied, denn es heißt, dass jeder als Moslem geboren wird.

Kommentar von FeeSabilillah ,

Danke. Ich folge sozusagen den vier großen Rechtsschule, da sie sich ja in den meisten Dingen einig sind. Gibt es eine Meinungsverschiedenheit vergleiche ich, wer die Stärksten Beweise hat und folge dann der Meinung.

Manchmal sagt auch einer dass eine andere Meinung, als seine Stärker ist und man dieser folgen sollte.

Antwort
von Jogi57L, 46

Ich glaube, ich verstehe Dein Problem schon....(etwas)

Welche "Rechtsschulen" gab es denn zu Zeiten des Propheten ?

Wohl keine, außer dem, was der Prophet äußerte....

Erst DANACH bildeten sich "Rechtsschulen"

klar... der Prophet konnte auch nicht ALLES im voraus wissen... z.B. wie sich das "Bilderverbot" auf das Zeitalter des Fernsehens... oder Smartphones.... auswirken könnte....

Es gibt sicherlich noch sehr viele Dinge und Angelegenheiten... wo der prophet nichts dazu sagen konnte.....

z.B. "wie es sein soll, WENN Mosleme in westlichen und eher demokratischen Staaten leben, wo Gott/Allah eine untergeordnete Rolle spielt...."....

Letztlich gilt... ( ähnlich wie bei Christen...) sich an das zu halten, WAS der Prophet... (bzw. Jesus ) offenbart hat.....

DAS ist nicht einfach... das erkenne ich durchaus... da ja der prophet schon darauf hingewiesen hat.... dass sich seine "Umma" ( Glaubensgemeinschaft) in 73 Gruppen spalten würde....

UND : Nur EINE davon im Paradies sein wird......

Ich kann Dir eigentlich gar keine Antwort geben... sorry... ich kann nur meine Gedanken und Überlegungen dazu äußern....und das will ich tun... anhand "christlicher" Beispiele.....

.....auch dort höre ich, ich müsste mich irgendeiner Gruppe anschließen... weil ich sonst mir "irgendwas" zusammenbasteln würde.... bzw... meinen eigenen Bedürfnissen/Gelüsten folgen würde.....und mir quasi " meinen Gott" selbst zusammen stellen würde.....

Allerdings tu ich mir da etwas einfacher, als Du....

Jesus hat sinngemäß geäußert:

"So, wie DU mit Deinen Mitmenschen umgehst.... so wird Gott am jüngsten Tag mit DIR umgehen"......

Daher fällt es mir leicht ( bei Glaubensgesprächen) zu entgegnen...:

"Sag mal bitte... gehst Du im Moment so mit mir um.... wie DU willst, dass Gott am jüngsten Tag mit DIR umgeht...?"

Pff.. leider hat das dazu geführt... dass gewisse "christliche Menschen" sich mit mir NICHT mehr mir mir unterhalten wollen... sondern mich eher als "Teufelsanhänger" betiteln....

Da kann ich dann NUR an das denken, was Jesus sagte:

Matthaeus 7:14

Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind es, die ihn finden.OK, ich weiss nicht, ob ich zu den "Wenigen" gehöre... und ich weiß auch nicht, ob "Der Islam"... vergleichbare Aussagen hat....

Ich wollte Dir nur gerne meine Gedanken dazu, beitragen.... Eine konkrete Antwort habe ich NICHT... weder für DICH... noch für mich.....

sorry... aber lg ... an Dich..... Gr. J.

Kommentar von FeeSabilillah ,

Im Islam gibt es ähnliche Aussagen, was mir immer wieder beweist, dass unsere Religionen von der selben Quelle sind.

Es gibt die Aussage: "Gott ist das, was du von ihm erwartest".

Danke für deine Antwort auch wenn du kein Muslim bist.

Ich fühle mich immer verletzt, wenn Menschen mir versuchen meine Religion abzusprechen, vorallem da es meist Leute sind, die weder beten, noch sonst irgendwas für den Islam tun.

So wird mir jeder kleine Fehler angekreidet, ich bin in der Schule bei einer Gruppenarbeit in der ein Junge ist, ich verteidige die Meinungsfreiheit auch für Nicht-Muslime, ich verteidige Grundsätzlich die Nicht-Muslime in Deutschland, wenn ich  mir anhören muss dass alle Deutschen Frauen Sch***** sind und andere Dinge in der Art, vorallem da ich selbst aus einer Atheistisch-Christlichen Familie komme und die Werte in Deutschland verstehe, wenn auch nicht gutheiße.

Aber mir wird dann oft vorgehalten, dass ich kein wirklicher Muslim wäre, zu Deutsch denken würde und immer dieses "Ich dachte du bist Muslim", wenn ich zu bestimmten Dingen meine Meinung äußere.

Und derjenige, der das sagt betet nicht, fastet nicht, trinkt Alkohol, spielt Glücksspiel, lügt, raucht, hatte tausende Frauen im Bett usw.

Und solche Leute denken, sie könnten mir meinen Glauben absprechen, wegen Kleinigkeiten, aber wenn man zu ihnen sagt Bete! Faste! Benimm dich wie ein Muslim! dann ist man Radikal und Salafistisch und Isis. Sie denken, nur weil sie aus einer Islamischen Familie kommen, wäre ihnen das Paradies sicher obwohl sie in Ausmaßen sündigen, die den Thrones Gottes erschüttern lassen.

Ich selbst weiß eigentlich, dass man niemand seinen Glauben absprechen kann, denn das ist zwischen einem selbst und Gott, aber ich frage trotzdem immer lieber nocheinmal nach, denn sicher ist sicher.

Wenn ich vor meinen Gott stehe, dann will ich mir sicher sein mein Bestes getan zu haben und der Bestmögliche Mensch gewesen zu sein. Ich will dann nicht bereuen und denken "Hätte ich nur nachgefragt! Hätte ich nur das und das getan!".

Antwort
von RK3420, 38

Selamünaleyküm, sie sollten EINER Rechtsschule folgen. Ich weiß es jetzt nicht genau aber ich könnte ihnen morgen Abend genauere Informationen geben, wenn sie wollen. Ich folge der hanefitischen Rechtsschule.

Kommentar von FeeSabilillah ,

Ja das wäre gut InshaAllah

Antwort
von MrClarkKent, 70

Ich weiß zwar nicht, was richtig ist, ich bin kein Moslem, aber ich habe oft mitbekommen, dass Moslems ähnliches sagen, wie der Moslem, der dich beschimpft. 

Ich kann nur sagen, wenn es wirklich so ist, dass man einer Rechtsschule folgen muss, sollte man sich überlegen, ob man wirklich diese Religion behalten will. Eine Religion sollte ins Leben integriert werden, aber niemals umgekehrt. Und du sagst ja selbst, dass du es für falsch empfindest, einer REchtsschule zu folgen. 

Antwort
von Silo123, 74

Ich glaube nicht, daß Allah will, daß Du Dein Gehirrn ausschaltest

Kommentar von FeeSabilillah ,

Ganz genau, der Islam ermutigt uns sogar unseren Verstand zu benutzen und nachzuforschen.

Aber ich bin bei sowas dann immer verwirrt, da ich selbst Konvertitin bin und mir oft denke, dass die "geborenen" Muslime ja eigentlich mehr Wissen haben, auch wenn es oft nicht der Fall ist.

Und wenn mir jemand meine Religion abzusprechen versucht dann verletzt mich das.

Kommentar von Silo123 ,

Wenn ich hier einige Fragen und Antworten lese, von einigen, die sich Muslime nennen, bekomme schon ich  die Krise. Obwohl ich keine Muslimin bin, mit den Grundlagen habe ich mich schon beschäftigt und  mit einigen Muslims Diskussionen bis in die Nacht geführt.

Lasse Dich durch sowas nicht verwirren, bei den Christen ist es übrigens auch nicht anders.  Da bekomme ich genauso die Krise.

Und die Juden sind ein ganz besonderes Völkchen. Da ist mehr Tradition als Berufung auf die Thora.

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