Frage von Radiohead55, 21

Muss man einen Dienstwagen im Vertrieb bezahlen?

Im Vorstellungsgespräch wurde es mir als Vorteil verkauft, dass ich das Auto für 1% leasen kann. Der Sprit wäre inbegriffen. Aber normalerweise brauche ich gar kein Auto. Aus meiner Sicht müsste ich also einen großen Batzen des Gehalts abdrücken, für ein Auto, dass ich ja überhaupt nur für diesen Job brauche. Also sehe ich das viel mehr als Nachteil. Ist das normal, dass man im Vertrieb für den Dienstwagen zahlen muss?

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 21

Wenn du den Wagen ausschließlich dienstlich benutzt, musst du auch nichts bezahlen. Jegliche private Nutzung, und sei es nur 1 km zum Einkaufen am Wochenende, ist dann allerdings verboten und kann letztlich als Steuerhinterziehung betrachtet werden.

Die 1%-Regelung gilt nur, wenn du den Wagen auch privat nutzt, z.B. für Einkäufe, Ausflüge oder den Urlaub. Damit hast du dann pauschal die Steuer für eine geldwerte Leistung des Arbeitgebers abgegolten. Die Regelung sagt, dass monatlich 1% des Neuwertes als Sachleistung zu versteuern sind. Bei einem Auto für 30.000,- wären das 300 Euro im Monat. Die werden aber nicht vom Gehalt abgezogen, dieser Wert dient nur zur Berechnung der zu zahlenden Steuer. Hast du z.B. einen Steuersatz von 25%, erhöht sich deine zu zahlende Steuer um 300/4 = 75,- . Diese 75,- fehlen dir dann effektiv im Portmonnai.
Für diese 75,- im Monat bekommst du also ein neues Auto gestellt. Im Verhältnis zum Wertverlust, Inspektionen, Reparaturen, Waschanlage und Spritverbrauch ist das extrem wenig. Das ist nämlich alles schon im Preis mit drin, das bezahlt alles der AG und du hast es mit den 75,- abgegolten. Würdest du dir ein vergleichbares Auto selber kaufen und müsstest alles incl. Sprit selber bezahlen, kämst du auf ein Vielfaches von 75,-. Insofern ist die Stellung eines Dienstwagens zum privaten Gebrauch über die Firma in der Tat ein großer finanzieller Vorteil.

Du kannst auf die Pauschalregelung auch verzichten und ein Fahrtenbuch führen. Dann musst du dem AG für jeden privat gefahrenen Kilometer 0,30 Euro erstatten.

Antwort
von Schnoofy, 17

Ich glaube Du hast das nicht ganz richtig verstanden.

Dein Arbeitgeber gestattet es Dir, den Firmenwagen für private Zwecke zu nutzen. Steuerrechtlich betrachtet ist dieser Vorteil, den Dir der Arbeitgeber gewährt zu versteuern, nämlich mit 1 % (Fachbegriff: Geldwerter Vorteil).

https://www.absolventa.de/karriereguide/gehaltsbestandteile/geldwerter-vorteil

Mit Leasing hat das ganze überhaupt nichts zu tun

Antwort
von jbinfo, 15

Ich glaube auch, dass du da etwas falsch verstanden hast. Um was für einen Außendienstjob handelt es sich denn ?

Für geschäftliche Fahrten solltest du nie die Benzinkosten selber tragen müssen. Für Privatfahrten aber schon.

Dafür gibt es dann die 1%-Regelung. Einzelheiten dazu findest du genug im Internet.

Antwort
von SebRmR, 15

Sicher, dass es um Leasing geht?
Und nicht um die Überlassung eines Dienstwagens auch zum privaten Gebrauch?
Das muss man dann versteuern. Entweder pauschal oder mit einem Fahrtenbuch.

Stichworte:
geldwerter Vorteil, „Ein-Prozent-Regelung“.

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