Frage von KjoValentine, 49

Muss man dem Arbeitgeber (Leasingfirma) Unterschriften zwecks Kilometergeld geben?

Bin bei einer Leasingfirma beschäftigt. Sende jede Woche einen Zeitnachweis das ich bei der externen Firma gearbeitet hab. Erst wurde im A-Vertag geklärt das mir ein KM-Geld für die einfache Strecke gezahlt wird, um die andere Strecke trozdem über die Steuer absetzen zu können. Mit dem ersten Lohn wurde dies nicht überwiesen. Nach meiner Nachfrage wurde mir gesagt das ich eine Reisekosteabrechnung (?) ausfüllen müsse und zu diesem Zweck doch mal im Büro vorbeikommen soll. Dort wurde mir dann erklärt dass, um die Fahrkosten steuerfrei bekommen zu können, ich 3 mal im Monat im Büro erscheinen müsse, da dass der Staat verlangt. Dazu müsse ich auch jedesmal eine Unterschrift geben, damit mein Arbeitgeber das dem Staat nachweisen kann.

Ist das so richtig? Muss ich diese Unterschriften geben?

Antwort
von alexbababu, 9

Das mit der Unterschrift kann ich dir leider nicht sagen, da bin ich mir einfach nicht sicher. Könnte mir aber vorstellen, dass sowas möglich sein könnte. Ich vermute aber, dass die "dreimal" mehr willkürlich und zur sicherheit von deiner Firma festgelegt wurden, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.

Jetzt zu den Reisekosten:

Du kannst als Zeitarbeitnehmer deine Fahrtkosten zu dem Entleihbetrieb steuerlich gelten machen. Nicht zu verwechseln mit der Pendlerpauschale. Der unterschied zur Pendlerpauschale ist, dass du bei den Reisekosten den Hin- und den Rückweg angeben kannst. Bei der Pendlerpauschale wird nur der einfache Weg berechnet. Dein Arbeitgeber erstattet dir nun den einfachen Weg steuerfrei. Dies musst du in der Steuererklärung angeben. D.h. du gibst in der Steuererklärung an, welche Kosten du für beide Wege hattest (0,30 € * KM * 2* Einsatztage) und gibst dann aber auch an, welcher Betrag dir vom AG steuerfrei erstattet wurde. 

In  den ersten 3 Monaten  kannst du auch noch Verpflegungsmehraufwand gelten machen. 

Antwort
von Bakaroo1976, 36

1. Gegenfrage: Leasingfirma meint Zeitarbeitsfirma?

2. Gegenfrage: Welche andere Strecke meinen Sie?

3. Was verlangt der Staat nach Auskunft Ihres Arbeitgebers genau?

Kommentar von KjoValentine ,

1. Ja eine Zeitarbeitsfirma

2. Der Fiskus übernimmt eine einfache Strecke bei der Fahrtkostenerstattung ( Steuererklärung). Arbeitgeber meinte sie übernehmen quasi den Hinweg und den Rückweg könnte ich trozdem noch absetzten

3. Laut Arbeitgeber gibt es seit letzem Jahr eine Verschärfung des Gesetzes, so müsse der Arbeitgeber beweisen können das der Arbeitnehmer auch wirklich bei ihm arbeitet (erste Tätigkeitsstätte). Das wäre nur dann der Fall wenn der Arbeitnehmer auch mind. 3 mal im Monat auch in der ersten Tätigkeitstätte wäre (Beweis dafür Unterschrift). So wurde mir das von der Firma erzählt.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

Zu 1.) ok

Zu 2.) Falsch gedacht - der Fiskus bezahlt nicht die Fahrtkosten - die kann man nur als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Völlige Falschaussage des Arbeitgebers.

Zu 3.) Blödsinn - Dann könntest Du ja auch einfach einen Brief schicken. Warst Du denn so oft dort?

Kommentar von KjoValentine ,

Nein, das ist es ja. Hab eine Liste bekommen in die wir zusammen ''Gründe'' eingetragen haben weswegen ich da war. Dahinter kam dann die Unterschrift.... Es würde reichen wenn ich dann einmal komme das ich keine 3 mal hinfahren müsste.

Das mit den Werbekosten ist mir bekannt. Aber halt die Sache nicht das man 2 Strecken bekommt. Also eine als Werbungskosten und eine vom A-Geber.

Kommentar von Bakaroo1976 ,

"Es würde reichen wenn ich dann einmal komme das ich keine 3 mal hinfahren müsste." - Soll was heißen? Stell doch mal die richtige Fagen bitte!!!

Aber halt die Sache nicht das man 2 Strecken bekommt. Also eine als Werbungskosten und eine vom A-Geber. - Mensch, einmal in deutsch bitte und dann nochmal: Man bekommt nix vom Finanzamt!

Kommentar von Nightstick ,

Geduld, @Bakaroo1976, es wird sich klären :)

Ich habe es so verstanden, dass sich das ZA-Unternehmen angeblich vertraglich verpflichtet hat, die einfache Strecke zum Einsatzort zu übernehmen, und dafür jeweils eine (monatliche) Reisekostenabrechnung haben will.

Ob sie diese nun über die Lohn- und Gehaltsabrechnung (als steuerfreien Auslagenersatz) auszahlt, oder saparat überweist, ist letztendlich egal.

Dass das Unternehmen auf die Möglichkeit der steuerlichen Verwertung der übrigen Fahrten gegenüber dem Finanzamt hinweist, ist ja auch in Ordnung.

Was allerdings genau geprüft werden muss, ist der entsprechende Passus im Arbeitsvertrag, der den Anspruch auf die Fahrtkosten sichert. Alles Andere ist doch nur "Handling".

Das mit den Unterschriften im Büro ist natürlich eine merkwürdige Sache, die ich an höherer Stelle (Buchhaltung, Personalabteilung oder Geschäftsleitung) klären würde.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten