Muss man bei der Kündigung einer LV die vorher beitragsfrei gestellten Beiträge zurückzahlen ?

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5 Antworten

Hallo

Sie bekommen nur den Rückkaufswert.

Der Rückkaufswert ist der Betrag, den man bei der frühzeitigen
Auflösung einer Lebensversicherung noch erhält. Er setzt sich zusammen
aus den bisher einbezahlten Beträgen plus Zinsen abzüglich der in
Rechnung gestellten Kosten für Versicherungsschutz und
Verwaltungsaufwand.

Aber ich würde erst einmal von einer Kündigung abraten , weil man weniger raus bekommt als eingezahlt wurde . Erst nach ca. 20-22 Jahren bekommt man mehr raus .

Allerdings gibt es sehr viele Leute, deren Lebenssituation sich
verändert und die ihre Lebensversicherung kündigen wollen, weil sie
dringend Geld benötigen. Dann entsteht ein grosser finanzieller Verlust.
Genaue Zahlen über den Anteil der Kündigungen bei Lebensversicherungen
sind nicht bekannt, aber Insider gehen von 20 bis 50% innerhalb der
ersten zehn Jahre aus.

So muss halt jeder fall individuell betrachtet werden .

LG

casybeny

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Nein, die Kündigung erfolgt dann zum nächsten Termin (oder 2 Monate später, je nach vereinbarter Frist). Du erhältst den verbleibenden Rückkaufswert. Rückzahlen muss man nichts!

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Beitragsfrei gestellte Beiträge? Beiträge, die man nicht gezahlt hat, weil sie beitragsfrei gestellt wurden, kann man schwerlich zurück zahlen.

Irgendwie kann ich deiner Frage keinen Sinn entnehmen.

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Nein - man bekommt den Rückkaufswert incl. Überschüsse ausbezahlt.

Man sollte aber darauf achten, dass Altverträge die vor 2005 abgeschlossen wurden erst nach einer Laufzeit von 12 Jahren gekündigt werden, denn sonst wird der Ertrag noch versteuert.

Und bei Verträgen die nach 2004 abgeschlossen wurden, wird der Ertrag zu 100 % versteuert wenn die Auszahlung vor dem 60 / 62. Lebensjahr erfolgt. Danach werden die Erträge nur zu 50 % versteuert.

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Hallo KimSoo,

zunächst kurz und knackig: NEIN. Der gesamte Vertrag wird ja aufgrund der Beitragsfreistellung neu berechnet und so auch der Rückkaufswert.

Grundsätzlich raten wir allerdings von eigenständiger Kündigung ab. Warum? Nun, zum einen erhältst Du nach der Kündigungsfrist - bei mtl. Zahlweise 1 ("unberührter") Monat, also Anfang/Mitte des übernächsten Monats - eine Abrechnung, der Du nur 4 Wochen lang widersprechen kannst. Da zum anderen auch laut Verbraucherschutz mittlerweile nahezu jede Abrechnung nicht korrekt ist (typ. Beispiel: unzulässig einbehaltene 'Stornogebühren'), sollte man sich mit aktueller Rechtsprechung (EUGH, BGH etc.) gut auskennen, bevor eben jene 4 Wochen um sind, um wirklich jeden Euro, der einem zusteht zu bekommen.

Mittlerweile gibt es für die Kündigung bzw. Rückabwicklung jedoch Dienstleister mit entsprechender Rechtsabteilung, die den Ankauf nur deshalb machen, um selbst als 'Eigentümer' (juristisch) über alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag gegenüber der Versicherung zu handeln. Vorteil dabei ist, dass diese trotz Kündigungsfristen das Geld an ihre Auftraggeber (Verkäufer) bereits nach knapp 3 Wochen auszahlen (fakturieren). Ja, es fallen geringe Gebühren an, die vom Auszahlbetrag abgezogen werden, allerdings werden diese mehr als wieder gut gemacht durch Nachforderungen gem. aktuarischer Neuberechnung, aktuellen Urteilen usw. (ca. 20%+). Zudem zahlen diese Firmen auch einen Teil einer evtl. anfallenden Abgeltungssteuer - nicht etwa, weil sie so nett wären, sondern weil sie sich diese eh vom Finanzamt zurückholen.

Zuletzt landet ein solch aufgelöster Vertrag dann noch auf einer WATCH-LIST, wo zum einen auf komplette Rückabwicklung (Verträge aus 1994-2007), sowie auf evtl. Urteile für noch weitere Rückerstattungen geprüft wird.

Allerdings stellt sich bei Dir die Frage, ob Du einfach nur auflösen und das Geld "verjubeln" oder den ursprünglichen Sinn der Vorsorge beibehalten willst und nach sinnvollen Alternativen suchst, insbesondere um vielleicht evtl. Verluste auszugleichen?!? Während die meisten in solchen Verträgen verharren, weil sie leider alternativlos nur an klassische 'Zinsen' denken, die es tatsächlich nirgends mehr gibt, sprechen wir eher von Wertzuwächsen, Renditen, Beteiligungsgewinnen, Erträgen usw., verteilt auf möglichst viele "Nester" . . . also: Geld für später. ohne Bank. ohne Versicherung. Punkt.

Bei Fragen - einfach kontaktieren. Ansonsten viel Erfolg!

Liebe Grüße von Betriebssparen.de

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