Frage von Donat24, 26

muss man als Künstler ein Freiberufler sein?

Hallo, ich würde gerne ein Studium in Richtung Illustration oder Medien machen. ich möchte später jedoch kein Freiberufler sein da ich Struktur in meinem Alltag brauche. deswegen frage ich mich ob man auch fest angestellt sein kann. Was wisst ihr darüber?

Antwort
von baghera, 6

muss man als Künstler ein Freiberufler sein?

als künstler kannst du dir die kategorie nicht aussuchen, das bist du automatisch.

wie @codeExtreme schon beschrieben hat, gehören künstler, ärzte, anwälte usw. zu den freiberuflern, den ´freien berufen´ bzw. den sog. "katalogberufen" .

diese können sowohl angestellt als auch selbständig arbeiten. ärzte oder anwälte können ja auch angestellt sein; aber eben auch selbständig.

du auch künstler eben auch, die selbständigkeit ist nicht zwingend notwendig. es gibt auch mehr mediengestalter, die angestellt tätig sind. bei illustratoren ist es 50/ 50.

als designerin bin ich auch ´frei´, habe mit manchen firmen aber feste verträge. ansonsten kann ich aber machen, was ich will, ohne jemanden fragen zu müssen (anders als ein angestellter, der nur einem arbeitgerber ´treu´ sein muss!) - das ist ja das schöne bei den ´freien berufen´. nur für einen arbeiten zu müssen, wäre mir viel zu öde und erfahrungsarm. das breite portfolio, das ich inzwischen habe, hätte ich nie, wenn ich nur bei einem AG arbeiten würde; zudem erhöht es den marktwert.

so könntest du dir dein arbeitsleben auch gestalten - spielbein und standbein :o)

ich hoffe, du hast den unterschied zwischen ´selbständig´ und ´freiberuflich´ verstanden.

Antwort
von Sudoku9, 26

Natürlich kannst Du als Künstler auch fest angestellt sein. Es gibt genug Möglichkeiten, wo man als Teil eines Kollektives mitwirken kann. Jeder kann fest angestellt sein! Viel Erfolg für alles Weitere! ✌

Kommentar von CodeExtreme ,

Guten Morgen,

Sie verwechseln Freiberufler und Selbstständige.

  • Selbstständig ist, wer nicht angestellt ist und seine Tätigkeit ausübt.
  • Freiberufler ist, wer den "Freien Berufen" angehört (Arzt, Anwalt, Künstler, Architekt(...)).

Als Künstler ist man somit automatisch Freiberufler. In einigen Branchen ist es jedoch strittig, ob sie Künstler und damit Freiberufler sind (bsp. Tattoowierer).

Viele Grüße

Merlin

Antwort
von Jerne79, 14

Es gibt in diesen Bereichen schon auch Menschen in Festanstellung.

Der Haken ist: Die Zahl der Absolventen überschreitet bei Weitem die Zahl der Festanstellungen und nicht jeder braucht dauerhaft jemanden mit den Fähigkeiten xy, vieles ist Projektarbeit. Daher hangeln sich viele als Freiberufler von Projekt zu Projekt. Das muss nicht immer von Nachteil sein, aber es erfordert ein hohes Maß an Selbstmotivation, Eigenverantwortlichkeit und letzten Endes auch Frustrationstoleranz.

Wenn du dir das so gar nicht vorstellen kannst, wäre es sicher sinnvoller, dir einen Beruf zu suchen, der mit einer höheren Wahrscheinlichkeit in einer Festanstellung endet. Es wird dir niemand garantieren können, dass gerade du aus welchen Gründen auch immer sofort nach dem Studium dauerhaft einen festen Job haben wirst.

Kommentar von CodeExtreme ,

Guten Morgen,

Sie verwechseln Freiberufler und Selbstständige.

•Selbstständig ist, wer nicht angestellt ist und seine Tätigkeit ausübt.
•Freiberufler ist, wer den "Freien Berufen" angehört (Arzt, Anwalt, Künstler, Architekt(...)).

Als Künstler ist man somit automatisch Freiberufler. In einigen Branchen ist es jedoch strittig, ob sie Künstler und damit Freiberufler sind (bsp. Tattoowierer).

Viele Grüße

Merlin

Kommentar von Jerne79 ,

Nein, tu ich nicht, ich bin selbst seit über 12 Jahren Freiberuflerin.

Hier geht es nicht um die Definition des Freiberuflers als jemandem, der einem freien Beruf angehört, sondern um die Definition des Einkommensteuergesetzes des Freiberuflers als jemanden, der diesen freien Beruf auch außerhalb eines Angstelltenverhältnisses selbstständig ausübt. Im Gegensatz zu "normalen" Selbstständigen und Gewerbetreibenden unterliegt der nicht-angstellte Freiberufler nicht der Gewerbeordnung, zahlt keine Gewerbesteuer, muss keine Bilanz erstellen usw.

Dass es dem Fragesteller nicht um die reine Zugehörigkeit zu einem freien Beruf, sondern um die selbstständige Ausübung eines solchen, also die Freiberuflichkeit geht, macht die Fragestellung deutlich.

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