Frage von x3Mirilein, 51

Muss ich weihnachtsgeld nach Kündigung zurück zahlen?

Hallo Leute Habe mit meinen dezembergehalt weihnachtsgeld bekommen. Da ich in der Ausbildung bin und zu dem Zeitpunkt in Der Probezeit war und meine Chefin und ich uns nicjt so recht verstanden haben habe ich zu Anfang des Jahres den Ausbildungsplatz gewechselt.

Nun hat meine ex Chefin aber von meinem Gehalt das ich noch zu bekommen habe einfach mal Geld in der Höhe des weihnachtsgeldes einbehalten

Darf sie das, obwohl vertraglich nichts vereinbart war?

Lieben Dank

Antwort
von franzlmeier, 29

Mmh ich denke nicht. Begründung ist weil es erstmal vertraglich festgelegt war, wie du schreibst. Zweitens dies eine Zahlung im Dezember war, in den Monat hast du ja noch gearbeitet daher steht dir auch die Vergütung von Dezember zu. 

Klar ist es doof für den Arbeitgeber aber ist halt so, da würde ich auf jeden Fall mal mit einen Anwalt drüber sprechen und den darüber schauen lassen. Damit du auf Nummer sichergehst, dann würde ich das aber auch einfordern. 

Antwort
von sabbsi, 15

Ich kenns so, dass wenn man Weihnachtsgeld bekommen hat und man bis April kündigt, dann muss man das Weihnachtsgeld zurückgeben. Hab dir aber leider keine Quelle, mir wurde das auch nur so gesagt.

Antwort
von oxygenium, 25

ich denke mal das ist rechtend,denn Weihnachtsgeld wird ja freiwillig gegeben.

Und mal unter uns,wer so eine Chefin hat,die soll sich doch ihr Weihnachtsgeld sonstwohin.....oder?

Kommentar von x3Mirilein ,

An sich hast du ja recht.

Aber Grade in der Ausbildung ist es verdammt schwierig eine Wohnung etc.  Zu zahlen,  wenn dann plötzlich und unerwartet ein Teil vom Gehalt einbehalten wird ist das alles nicht mehr so einfach :(.

Kommentar von Familiengerd ,

Steht etwas zum Weihnachtsgeld im Ausbildungsvertrag, oder gibt es einen anzuwendenden Tarifvertrag, der dazu etwas regelt?

Kommentar von Familiengerd ,

ich denke mal das ist rechtend,denn Weihnachtsgeld wird ja freiwillig gegeben.

Auch eine Weihnachtsgeldzahlung kann verpflichtend sein! Alleine die Tatsache der Freiwilligkeit sagt nichts aus über die Verpflichtung zur Zahlung und über die Möglichkeit einer Rückforderung.

Eine Rückforderung ist nur möglich, wenn die Bedingungen zur Zahlung und die Rückforderungsmöglichkeit arbeits- oder tarifvertraglich, über eine Betriebsvereinbarung oder eine Betriebsordnung vereinbart wurden.

Kommentar von oxygenium ,

warum denn so kompliziert,wenn es auch einfach geht? Die soll sich doch ihr Weihnachtsgeld sonstwohin tun und er oder sie soll sich umdrehen und die Sache vergessen

Kommentar von Familiengerd ,

Was hat das mit "kompliziert" zu tun?

Jeder so, wie er es sich leisten kann - aber die Fragestellerin kann vielleicht nicht einfach so "sich umdrehen und die Sache vergessen"!

Kommentar von x3Mirilein ,

Es gibt keinen Tarifvertrag für diese Ausbildung und es ist sonst nichts geregelt im Vertrag darüber. 

So einfach zu ignorieren ist das nicjt wenn man vom Gehalt statt 500 ahnungslos nur 200 bekommt und damit Miete zahlen soll ;)

Kommentar von Familiengerd ,

@ x3Mirilein:

Deine Arbeitgeberin ist nur dann berechtigt, das Weihnachtsgeld einzubehalten oder zu verrechnen, wenn es eine vertragliche Regelung dazu gibt!

Da - wie Du schreibst - weder im Ausbildungsvertrag etwas dazu geregelt ist noch es einen anzuwendenden Tarifvertrag mit entsprechenden Bestimmungen gibt, steht Dir das Weihnachtsgeld in voller Höhe zu, und die Arbeitgeberin hatte kein Recht, es mit Deiner Ausbildungsvergütung zu verrechnen!

Du solltest ihr schriftlich mitteilen, dass Du die Nachzahlung des einbehaltenen Betrages verlangst (mit angemessener Fristsetzung von 10-14 Tagen), dabei darauf hinweisen, dass sie wegen fehlender vertraglicher Regelungen kein Recht zur Verrechnung hat, und für den Fall der Weigerung eine Klage vor dem Arbeitsgericht ankündigen (meist reicht eine solche Drohung schon).

Kommentar von x3Mirilein ,

Vielen lieben dank für die schnelle und hilfreiche Antwort! :)

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