Frage von miszs, 31

Muss ich trotz Restschuldbefreiung noch weiterzahlen?

Ich habe 1998 eine Wohnung in Leipzig gekauft mit üblicher Grundschuldeintragung. 2010 musste ich Regelinsolvenz anmelden. Nun ist die Wohlverhaltensphase um und ich habe die Restschuldbefreiung zugesprochen bekommen. Der Insolvenzverwalter möchte aber weiterhin Zahlungen aus einem Erbe einziehen. Diese Einkünfte sind nie als Sicherheit hinterlegt worden. Der Insolvenzverwalter will mir das als vorher erworbene Dienstbarkeit verkaufen. Was passiert eigentlich mit der Grundschuld, nachdem die Wohnung verkauft worden ist? Ich habe den Verdacht, der Insolvenzverwalter will der Bank mehr zukommen lassen, als ihr zusteht. Wie soll ich vorgehen? Vielen Dank für alle Hinweise und Ideen.

Antwort
von marcussummer, 12

Klingt verworren und rechtlich komplex. Am sinnvollsten wäre eine Beratung bei einem insolvenzrechtlich kompetenten Rechtsanwalt. 

Aber grundsätzlich sichert eine Grundschuld eine bestehende Verbindlichkeit ab und geht mit dem belasteten Grundstück über. Das heißt, wenn du das Grundstück los bist, kann dir die Grundschuld selber nichts mehr. Und wenn die damit abgesicherte Verbindlichkeit der Restschuldbefreiung unterliegt (insbesondere wenn sie in die Insolvenztabelle ohne Zusätze aufgenommen wurde) sollte die dich auch nicht mehr jucken.

Kommentar von miszs ,

Genauso ist auch mein Gedankengang. Aber bei der Rechtssprechung weiß man ja nie. Ich hab allerdings nie eine Insolvenztabelle gesehen.

Kommentar von Lunashine ,

Das kannst Du jederzeit beim InsG. Der InsVerw muss Dir die nicht übersenden. 

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