Frage von xxMelle, 131

Muss ich Steuern zahlen wenn ich mehr als 450 Euro verdiene?

Ich übe einen minijob neben der schule aus. 53 Stunden im Monat für insg 450 Euro. Für diesen Monat aber bin ich für 80 Stunden eingeteilt & Würde an die 700 Euro brutto bekommen. Muss ich da auch schon steuern zahlen? Habe gelesen dass man bis zu 2x jährlich mehr verdienen darf wenn der Jahreslohn die 5400 Euro nicht überschreitet (was er nicht tut). Aber gibt es da eine gewisse Grenze die ich in dem Monat nicht überschreiten darf?

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 73

Du nicht. Der Minijob ist für den Arbeitnehmer brutto=netto.

Aber Dein Arbeitgeber zahlt 30,99 % pauschale Abgaben für Dich, worin 2 % Steuern enthalten sind.

Du brauchst erst Steuern zu zahlen, wenn Du mal ca. 960,- brutto bekommst.

Die Sozialabgaben sind da viel früher dran, ab 451,- Euro. bis 850,- Euro in der Gleitzone.

Antwort
von isomatte, 68

Steuern würden erst bei ca. 950 € Brutto pro Monat anfallen,darunter dann nur Sozialabgaben wie z.B. KK - Beitrag,Beitrag für die Arbeitslosenversicherung,Beitrag RV usw. !

Deine 5400 € betreffen das Brutto Jahreseinkommen das in der Regel Sozialabgaben frei ist,dass entspricht also einem monatlichen Brutto von 450€.

Du kannst also in einem Jahr diese Grenze von 450 € Brutto zwei mal überschreiten und mehr verdienen,die Hauptsache ist,dass du dann mit diesen zwei Monaten und deinen restlichen 10 Monaten nicht über diese Grenze von 5400 € Brutto kommst.

Denke ich zumindest.

Antwort
von Griesuh, 48

Bei einem Minijob darf das Jahreseinkommen die 5400€ nicht überschreiten um Steuerfrei zu bleiben. Und ja, man darf einmal im jahr auch mehr als diese 450€ an Lohnbekommen.

Siehe auch

www.minijob-zentrale.de

Antwort
von klaerchen1, 69

Wenn du für 80 Stunden eingeteilt bist, dann ist es kein Minijob mehr, den da dürftest du max. pro Woche nur 14,9 Stunden arbeiten also 14,9 x 4 Wochen = 59,6 Stunden, damit liegst du drüber und du wirst versteuert. Kann deine Firma die Stunden nicht aufrechnen? Für Folgemonate? Wäre zumindest ratsam

Kommentar von kevin1905 ,

Minijobs haben de jure keine Stundenbegrenzung.

Durch den Mindestlohn für volljährige ergibt sich aber eine de facto Stundengrenze von 52,94 Stunden im Monat.

Wird mehr gearbeitet, werden die 450,- € auch überschritten.

Antwort
von psalterium, 81

Kann es dir nicht versichern, aber ich denke du hast das schon richtig verstanden. Denke nicht das es eine monatliche Grenze gibt, gibt viele Leute die in den Schulferien 40h/Woche aufm Lager machen oder ähnliches und dabei weitaus mehr als 500€ verdienen.

Kommentar von PatrickLassan ,

Natürlich gibt es eine monatliche Grenze, und die liegt bei Ledigen mit Steuerklasse 1 bei rund 960 €.

Antwort
von Navvie, 35

Hallo Melle!

Das betrifft kurzfristige Beschäftigungen. Also Beschäftigungen, die nur über 2 Monate oder 60 Tage im Jahr gehen. Über die restlichen 12 Monate dürfen dann keine Einkünfte in geringfügiger Beschäftigung erfolgen.

Gruß Navvie

Antwort
von kevin1905, 36

Muss ich da auch schon steuern zahlen?

Nein.

Evtl. aber Sozialabgaben.

Habe gelesen dass man bis zu 2x jährlich mehr verdienen darf wenn der
Jahreslohn die 5400 Euro nicht überschreitet (was er nicht tut).

Ja, das setzt aber voraus, dass die Überschreitung unvorhergesehen war, z.B. Krankheitsvertretung und eben ausgeglichen wird.

Kommentar von TgGt23061997 ,

Klar, wer muss denn aber eben dies nachweisen? Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation und mich würde interessieren wie genau das gehandhabt wird - gerade eben auch, wenn man in einer Übergangsphase z.B. 2 Jobverträge am Laufen hat und bei einem "unvorhergesehen" mehr arbeitet und so insgesamt eben die Grenze überschreitet. LG Tristan

P.S.: Außerdem stellt sich mir die Frage ob KK dann nur für den Überschreitungsmonat bezahlt werden müsste, sofern dieser eben nicht mehr als geringfügig angesehen werden würde.


Antwort
von ErnaDieGrosse, 52

Ja, musst du.

Ich würde dir auch empfehlen nochmal mit deinem Chef zu sprechen. Vielleicht können sie die Stunden dir gutschreiben und einfach auf zwei Monate aufteilen? Dann könntest du weiterhin auf 450 Euro Basis angemeldet bleiben und hättest mehr vom Geld :)

Kommentar von PatrickLassan ,

Nein, muss er nicht. Bei 700 € fällt keine Lohnsteuer an, möglicherweise aber Sozialversicherungsbeiträge.

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