Frage von Ilutit, 34

Muss ich oder meine eigenen Kinder mit Spätfolgen des mir angefochtenen Erbvertrages und der vorgezogenen Pflichtteilsauszahlung rechnen?

Hallo ich bin neu hier und würde gerne von euch Normalos mal beraten werden - Praktisch: Wie es in Deutschland so mit Erbe zugeht. Besonders allgemeine Erbrechtauskünfte sind im Internet unüberschaubar zu erhalten und boten mir keine spezielle Lösung. Hinzu kommt, dass Erbrecht leider sehr kompliziert ist. Daher hier meine Frage nach tatsächlicher Rechtmäsigkeit und danach, ob ich oder meine eigenen Kinder ERNEUT - womöglich nach Jahren - mit "Erbstreitigkeiten" rechnen müssen, obwohl nun alles klar scheint. Denn: Meine verstorbene Ehefrau, die ein Kind mit in unsere Ehe brachte, und ich hatten einen Erbvertrag. Ich dachte, damit wären wir bzgl. einer klaren Regelung ohne Streitigkeiten sicher, besonders im Hinblick auf unsere beiden leiblichen Söhne. Weit gefehlt. Bereits 2 Wochen nach der Bestattung und jenseits der Eröffnung des Erbvertrages durch das Erbschaftsgericht kam vom Anwalt ihrer Tochter ein Brief. Da stand grob, ob wir beide nicht eine Erbengemeinschaft eröffnen würden. Ich antwortete darauf mittels meiner Anwältin. Zumal dachte ich: Hä? Da ist doch ein ErbVERTRAG. Der müsste doch fest sein. Wie sich langsam heraus stellte ging es um die Auszahlung der Tochter - die anscheinend nicht auf meinen Tod warten wollte. Aber NIE wurde geschrieben "Anfechtung des Erbvertrages" oder "Wunsch auf vorgezogene Auszahlung des Pflichtteils". Die Begriffe kamen nicht vor. DAS ergab sich alles so - innerhalb von 4 Jahren...in denen auch meine Ehe angezweifelt wurde! - aus den Briefen. Ich weiß also gar nicht, ob es sich hier wirklich um einen vorgezogenen Pflichtteil handelt oder um sonst irgendwas. Nun gut. Es wurde eine Summe nun ermittelt...übrigens kam einmal ein Brief mit dem Anspruch auf eine Summe, die rund 2,5x höher war als der damals dann bereits errechnete Pflichtteilsbetrag...eine völlig absurde Summe...also, jedenfalls wurde nun eine rechtmäßig errechnete Summe ausgezahlt. Ich denke mir gerade: Punkt, Ende, Aus...immerhin nach ca. 4 Jahren. Aber meine Frage ist nun: Ist wirklich damit alles vorbei? Muss sie nun Ruhe geben? Oder gibts eine Pufferzeitraum? Ich habe alles über Anwältin und Notar regeln lassen. Selbstverständlich haben wir keinen Kontakt mehr und werde ich auch nie wieder haben wollen. Meine Söhne auch nicht. Trotztdem frage ich mich, ob, wenn ich sterbe, meine Söhne mit der Tochter meiner Frau erneut zu kämpfen haben werden. Und ich frage mich, ob mit der ausgezahlten Summe alles ein Ende hat. Ich will einfach nur, dass es vorbei ist...eigentlich hatte ich keine Zeit zu trauern. Um kompetente Antworten wäre ich dankbar.

Antwort
von VictoriAlli, 10

Die Frage lässt sich nur dann gewissenhaft beantworten, wenn man alle im Erbvertrag enthaltenen Regelungen (exakter Wortlaut) kennt und darüber hinaus den nach dem Erbfall zwischen den Anwälten geführten Schriftverkehr bzw. die dabei getroffenen Vereinbarungen.

Durch eine kurze Nachfrage bei Ihrer damaligen Anwältin (die mit den Einzelheiten Ihres Falles vertraut ist und diese bei ihrer Bearbeitung rechtlich gewürdigt hat) ließe sich Ihre Frage wahrscheinlich am einfachsten klären.


Antwort
von wfwbinder, 22

Welcher grottenschlechte Jurist hat Euch blos bei dem Erbvertrag beraten?

Ein Erbvertrag ist nur dann sinnvoll, wenn alle die Ansprüche haben können, auch dabei einbezogen werden. Also hätte natürlich die Tochter Deiner verstorbenen Frau einbezogen werden müssen, um deren Pflichtteilsansprüche mit zu regeln.

Damit hatte die einen schönen Grund den vertrag auszuhebeln.

Aber nun ist Ende. Sie hatte Ansprüche in Sachen der Mutter. Du bist mit Ihr nicht verwandt und sie ist auch kein leibliches  Kind. Also wenn Dir mal was passiert, aber nur noch Deine Kinder.

Kommentar von Ilutit ,

Danke für die Antwort...also du meinst, ich bin durch mit ihr, aber meine Söhne könnten noch mal mit ihr in Streitigkeiten kommen? Mir gehts nur darum, dass die beiden mit der keinen Stress mehr bekommen. Leben ist eh schon schwer genug.

Kommentar von wfwbinder ,

Wieso sollten Deine Söhne mit ihr Probleme bekommen. Wenn Du etwas hinterlässt, werden nur Deine Söhne erben. fertig.

Antwort
von oxygenium, 22

bei sowas würde ich mal hier fragen oder sich schlau machen

http://www.123recht.net/forum_forum.asp?forum_id=24

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community