Muss ich, obwohl ich per Dauerauftrag meine Schuld abzahle, meinen Arbeitgeber oder meine Bankdaten angeben.?

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3 Antworten

Sorry, ich meine, das das Inkassobüro meine Daten haben will. Ich denke so lange ich pünktlich zahle, geht das Inkassobüro alles andere doch nichts anderes an, oder?

Gruß

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Kommentar von Nightstick
04.02.2016, 20:39

@Herta14, grundsätzlich wäre ich in dieser Situation auch Deiner Meinung.

Trotzdem wäre ich etwas vorsichtig und würde mir noch einmal alle Vereinbarungen (insbesondere das Kleingedruckte) durchlesen, die mit der Inkassostelle getroffen worden sind - und ggf. tatsächlich mit einer Schuldenberatungsstelle Kontakt aufnehmen.

Bis dahin gibt es mehrere (gute?) Möglichkeiten:

1. Nicht auf die Anfragen des Inkassobüros reagieren - mal sehen, was kommt.

2. Schriftwechsel aufbauen, z.B. das Inkassbüro fragen wofür sie das brauchen, auf welche Rechtsgrundlage sich ihre Anfrage stützt, usw., dabei aber auch noch einmal betonen, dass ein DA besteht. Dann wieder warten was kommt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Gruß @Nightstick

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NEIN, natürlich nicht...!
Davon ab, wende dich an eine Schuldnerberatung, die Verbraucherzentrale oder an einen Anwalt!
Der Gläubiger hat eine Schadensminderungspflicht!
Es kann nur 1 x außergerichtlich Gebühr für Inkasso verlangt werden; also entweder von einem Anwalt ODER von einem Inkassobüro, wobei die Rechtssprechung, also die Amtsgerichte, die Erstattungspflicht der Inkassokosten von (vielen dubiosen) Inkassobüros als nicht gerechtfertigt ansehen. Oft werden ungerechtfertigte, oder viel zu hohe Gebühren erhoben. Hierzu gibt es auch unzählige Urteile gegen die ungerechtfertigten Fordrungen von Inkassodiensten/büros.
Werden sowohl Inkassobüro als auch Anwalt außergerichtlich eingeschaltet, um bei Ihnen die Schulden einzutreiben, sind deren Kosten von Ihnen nicht zweimal in der vollen Höhe zu tragen. Hier ist die Kostenbelastung vom Einzelfall abhängig und durch einen Fachmann zu überprüfen.
Hier nur ein Beispiel für Infos; es gibt auch andere: http://www.recht-hilfreich.de/inkasso-frankfurt/inkasso/inkassokosten-erfolgreich-abwehren-so-gehen-sie-richtig-vor/
Zudem kannst du dich an den Datenschutzbeauftragten wenden, wegen dieser unlauteren (Drohungen) Forderungen nach deinen weiteren Daten.
Siehe auch: http://www.123recht.net/forum_forum.asp?forum_id=40
oder unzählige Links durch Suchmaschinen unter dem Begriff Inkassoabwehr (oder ähnlich)
Wenn der Schuldner zahlt, so sind nach vielen AGen die Kosten (Inkassobüro) nicht erstattungsfähig, wenn andere Möglichkeiten des Einzugs kostengünstiger oder erfolgsversprechender sind. 
Auf die Schnelle gefunden: Zulässigkeit von Inkassokosten
http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht-/
[es gibt aber auch unzählige andere Quellen]

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Kommentar von Niusgf
04.02.2016, 20:19

Beauftragt ein Gläubiger ein Inkassobüro, läuft er nach Gerichts-Entscheidung/-Urteil Gefahr, diese Kosten ganz (oder überwiegend) selbst zu tragen.
Bsp.:
Das AG Brandenburg (Urt. v. 23.07.2012 – 37 C 54/12) hat sich mit der Frage der Erstattungsfähigkeit von Inkassokosten intensiv beschäftigt. Ergebnis: Der Händler hatte Inkassokosten von 117 EUR bezahlen müssen und wollte diese vom Kunden erstattet haben. Das Gericht sprach dem Händler nur 3 EUR Inkassokosten zu.
oder
http://www.dasd-aktuell.de/kosten-von-inkassounternehmen-ganz-uberwiegend-nicht-erstattungsfahig/

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Kommentar von Niusgf
04.02.2016, 20:28

Die Geltendmachung von sog. Inkassokosten im Wege des Schadensersatzes verstößt regelmäßig gegen die Schadensminderungspflicht.
http://openjur.de/u/552608.html

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Dein Arbeitgeber hat Deine Bankdaten für die Überweisung des Lohnentgelts. Weiteres geht den Arbeitgeber nichts an.

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Kommentar von wurzlsepp668
04.02.2016, 18:42

Frage nur oberflächlich gelesen?

mit einem Rechtsanwalt / Inkasso wurde eine Ratenzahlung vereinbart. diese fragen regelmäßig nach dem Arbeitgeber / Bankverbindung ...

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Kommentar von Niusgf
04.02.2016, 19:19

die Frage war möglicherweise anders "gemeint"

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