Frage von Jathu1018, 59

Muss ich nachhilfe lektionen bezahlen ohne einen Vertrag abgeschlossen zu haben?

Ich ging mal 3 mal hin. Sie gab mir einen Anmeldeformular die ich ihr nie gab. Nachdem 3 mal ging ich nie wieder. Jetzt bekam ich eine Mahnung wo steht : die anmeldung zu unseren kursen erfolgt schriftlich und verbindlich mit Anmeldeformular. Mit der Anmeldung schliessen sie einen Vertrag mit der schule ab. Ich hatte nie die Anmeldeformular abgegen und bin auch noch minderjährig und darf keinen Vertrag abschliessen. Weiter steht ich habe mit der Schule den Vertrag unterschrieben und 4 Termine fest abgemacht. Muss ich jetzt die Mahnung bezahlen oder nicht?

Antwort
von kevin1905, 30

Da es sich um eine Dauerschuldverpflichtung handelt, ist zu einem wirksamen Vertragsschluss ausnahmslos die elterliche Zustimmung notwendig. Die kann ich aus deiner Antwort heraus nicht erkennen.

Verträge können aber auch mündlich oder durch konkludentes Handeln geschlossen werden. Der Gesetzgeber verlangt nur in Ausnahmefällen eine besondere Form.

Ergo: Es gibt nichts zu zahlen.

Antwort
von Jewi14, 33

Verträge müssen nicht zwingend schriftlich sein, nur bestimmte Formen sind schriftlich vorgeschrieben. Andere können auch mündlich sein oder machst du beim Bäcker einen schriftlichen Vertrag über eine Brötchen.

Wurden deine Eltern irgendwie mit in dem Nachhilfeunterricht eingebunden, ich meine waren die anwesend, also du dich angemeldet hast o. ä. Dann kann durchaus eine Pflicht zum bezahlen bestehen.

Kommentar von Jathu1018 ,

Meine Eltern waren nicht dabei

Antwort
von cruscher, 29

Wie wäre es wenn du mal zu deinen Eltern gehst?

Antwort
von MisterRobot, 36

Hast du jetzt eine Dienstleistung in anspruch genommen oder nicht?
Das wird mir nicht ganz ersichtlich...

Kommentar von Jathu1018 ,

Ich habe die Dienstleistung in Anspruch angenommen

Kommentar von kevin1905 ,

Dabei warst du minderjährig und deine Eltern haben nicht gegenüber dem Anbieter ihr Einverständnis erklärt?

Antwort
von Bernerbaer, 32

Da du von 4 Terminen drei wahrgenommen hast bist du stillschweigend einen Vertrag eingegangen. Durch dein Wiederkommen hast du die Vertragsbedingungen angenommen.

Das Schreiben das du bekommen hast ist wahrscheinlich ein Standardschreiben. Die Schule wird sich bei Nichtbezahlung an deine Eltern wenden und - zu recht - das Geld einfordern.

Kommentar von kevin1905 ,

Der Fragesteller kann aufgrund eingeschränkter Geschäftsfähigkeit keine wirksamen Vertragserklärungen abgeben, die nicht ausschließlich zu seinem Vorteil sind.

Das wäre nur der Fall, wenn die Nachhilfe kostenlos wäre.

Deine Antwort ist also juristischer Käse.

Ferner haften Eltern nicht für Ihre Kinder.

Kommentar von Jewi14 ,

Sorry, aber juristisch ist das total daneben. Minderjährige können keine Verträge abschließen, wo Leistung und Zahlung zu verschiedenen Zeitpunkten sind. Platt gesagt: Du gibst mir 30 Cent, ich gebe dir ein Brötchen; das ist erlaubt. Was nicht geht: Du nimmst erstmal paar Unterrichtsstunden und nach Wochen schicke ich dir die Rechnung.

Was "an die Eltern wenden" angeht: Du glaubst wohl auch das Märchen mit den Bauschilder "Eltern haften für ihre Kinder". 

Kommentar von Bernerbaer ,

An das Märchen glaube ich nicht aber ich glaube auch nicht an das Märchen dass Kinder freiwillig ohne Kenntniss der Eltern zur Nachhilfe gehen.

Wenn denn nie etwas ausgefüllt wurde, woher hat die Institution dann die Adresse?

Kommentar von mepeisen ,

An das Märchen glaube ich nicht aber ich glaube auch nicht an das Märchen dass Kinder freiwillig ohne Kenntniss der Eltern zur Nachhilfe gehen.

Derjenige, der etwas fordert, muss aber einen Beweis dafür anbringen. Und solange er das nicht kann, kann er seine Forderung nicht begründen und damit auch nicht einklagen.

So einfach ist das.

Nicht ohne Grund sollte eine seriöse Schülernachhilfe vor den Terminen eine schriftliche Unterschrift von den Eltern einholen oder sich direkt bar bezahlen lassen.

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