Frage von Lukas1638263, 58

Muss ich nach Kündigung meiner Ausbilung (Ich bin Minderjährig) noch meine Minustunden bezahlen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Realisti, 40

Mit dem Kündigungdatum endet das Arbeitsverhältnis, egal wie lang es noch gewesen wäre.

Bis du dem Zeitpunkt nicht geleistete Arbeitsstunden werden mit nicht genommenem Urlaub verrechnet und weiterer Rest dann gff. vom Lohn abgezogen.

Kommentar von Familiengerd ,

So pauschal ist die Antwort falsch!

Es kommt entscheidend darauf an,

> ob es ein Arbeitszeitkonto gibt, das Regelungen zum Umgang mit Minusstunden enthält,

> aus welchem Grunde die Minusstunden angefallen sind.

Und dazu ist hier nichts bekannt! Und ohne Kenntnis der genauen

Umstände und Bedingungen für das Entstehen der Minusstunden kannst Du auch eine solche Antwort nicht geben!!

Bis du dem Zeitpunkt nicht geleistete Arbeitsstunden werden mit nicht genommenem Urlaub verrechnet


Auch das ist falsch!

Eine Verrechnung - so sie denn überhaupt möglich ist - von Minusstunden mit dem Urlaubsanspruch ist nicht erlaubt!

Kommentar von Realisti ,

Wem galt denn jetzt der * mir oder Familiengerd?

Kommentar von Familiengerd ,

Da ich keine eigene Antwort gegeben, sondern "nur" kommentiert habe, hast Du den "Stern" erhalten - zwar unverständlich, weil Deine Antwort teilweise oder völlig falsch ist, aber man muss einen Fragesteller auch nicht immer verstehen.

Kommentar von Realisti ,

@ Familiengerd

Es mag ja sein, dass du die perfekte Antwort gegeben hast, aber vermutlich ist es so gekommen wie ich vermutete. Bei der Kündigung einer Ausbildung einigt man sich nicht immer im Guten.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich habe keine "perfekte Antwort" gegeben, sondern Deine falsche Antwort kommentiert - und Kommentare werden nicht in dieser Art (Stern) "bewertet".

Und was Deine Vermutung betrifft ("Bei der Kündigung einer Ausbildung einigt man sich nicht immer im Guten."), so weiß ich nicht, was das mit dem "richtig" oder "falsch" einer Antwort oder eines Kommentars zu tun hat: Die rechtlichen Gegebenheiten, nach denen gefragt wurde, bestehen unabhängig davon, ob man sich "im Guten" oder "im Schlechten" einigt.

Antwort
von DerHans, 13

Wie kann es bei einem Ausbildungsvertrag überhaupt zu Minus-Stunden kommen?

Antwort
von hauseltr, 33

Seit wann gibt es in der Ausbildung (Lehre) einen Stundenlohn?

Du stehst mit diesem Problem nicht alleine da, immer wieder gibt es
Azubis, die plötzlich von ihrem/r Ausbilder/in erfahren, dass sie
Minusstunden angesammelt haben. In der Regel ist diese Berechnung von
Minusstunden nicht rechtens. Denn die Ausbildungsvergütung muss
weitergezahlt werden, wenn die Ausbildung aus Gründen, für die du nichts
kannst, ausfällt, obwohl du bereitstehen würdest (§19
Berufsbildungsgesetz).

Dir dürfen .... auch keine Resturlaubstage mit Minusstunden verrechnet werden.

http://jugend.dgb.de/ausbildung/beratung/dr-azubi/?fp.l=t&fp.d=83060

Antwort
von conelke, 30

Ja, wird Dir von der Ausbildungsvergütung abgezogen oder Du musst evtl. etwas zurückzahlen. Nicht erbrachte Leistung wird halt nicht bezahlt.

Kommentar von Familiengerd ,

Ja

Woher willst Du das wissen?!?!

So pauschal ist die Antwort jedenfalls falsch!

Es kommt entscheidend darauf an,

> ob es ein Arbeitszeitkonto gibt, das Regelungen zum Umgang mit Minusstunden enthält,

> aus welchem Grunde die Minusstunden angefallen sind.

Und dazu ist hier nichts bekannt! Und ohne Kenntnis der genauen Umstände und Bedingungen für das Entstehen der Minusstunden kannst Du auch eine solche Antwort nicht geben!!

Kommentar von Familiengerd ,

Ergänzung:

Nicht erbrachte Leistung wird halt nicht bezahlt.

Auch das ist so pauschal falsch!

Es gibt genug Fälle, in denen das nicht zutrifft: Urlaub, Feiertage, Krankheit, Annahmeverzug, vorübergehende Verhinderung.

Kommentar von conelke ,

Ich denke, abgesehen von irgendwelchen Paragraphen wird hier auch entscheidend sein, wie man sich getrennt hat. Wenn man einfach so von heute auf morgen sein Ausbildungsverhältnis kündigt, aus welchen Gründen auch immer, entsteht dem Betrieb ein Schaden. Es ist meiner Meinung nach legitim, wenn der Betrieb dann Schadensbegrenzung vornimmt. Aber ich gebe Dir recht, es kommt natürlich darauf an, wie diese Minusstunden zustande gekommen sind und was es genau damit auf sich hat. Aber letztendlich ist es doch in jedem Arbeitsverhältnis so, dass man bestimmte Regeln bei einer Kündigung einhalten muss und sollte es so sein, dass man sein Minuskonto ausgleichen muss, das wird der Frager am besten wissen, dann wird es auch klar sein, dass irgendwo Abzüge erfolgen werden.

Kommentar von Familiengerd ,

Ich will Dir da nicht unbedingt widersprechen.

Aber zunächst muss man wissen, welche Recht man hat - Arbeitgeber und Arbeitnehmer/Auszubildender. Wie dann konkret miteinander umgegangen wird, ist dann noch eine andere Frage.

Wir wissen übrigens nicht, wer hier kündigt - aber das ist für die Frage auch gleichgültig.

Kommentar von conelke ,

Ich hatte es so verstanden, dass der Fragensteller gekündigt hat....

Auch hier gebe ich Dir recht, natürlich muss man erst einmal seine Rechte und Pflichten kennen, aber selten steht das ja alles detailgetreu in den Verträgen.

Ich selbst bin rein logisch an die Sache herangegangen. Wenn man irgendwo ein Defizit hat, muss man es in aller Regel ausgleichen. Aus diesem Grund kam ich zu dem Schluss, dass die Minusstunden nicht unbedingt unter den Tisch fallen. Es sei denn der Arbeitgeber hat fristlos gekündigt, so dass man gar nicht mehr dazu kommt, das Defizit auszugleichen. Das wäre dann wieder eine andere Geschichte.

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