Frage von Wolfstiger00, 57

Muss ich mich melden wenn ich einen 450€ Job annehme?

Zu meiner Frage um sie besser verstehen zu können.. Meine Mutter bekommt vom Staat Wohngeld in Höhe von ca 110€. Das ist ja davon abhängig wie viel unser Haushalt (im Moment nur sie) verdient. Nun möchte ich demnächst für ca. ein halbes Jahr einen 450€ Job annehmen. Ich bin Schülerin und gehe in die 10. Klasse. Müssen wir dann einen neuen wohngeldantrag stellen? Oder kann ich einfach so arbeiten? Und wenn ich dann nicht mehr arbeite nach einem halben jahr muss man dann erneut einen antrag stellen? Würde mich über eine hilfreiche Antwort freuen ^-^ LG Wolfi :)

Antwort
von TreudoofeTomate, 19

Im laufenden Bewilligungszeitraum sind Änderungen des Gesamteinkommens nur mitteilungspflichtig, wenn sie mehr als 15 % betragen.

Da der Wohngeldlaie jedoch im Regelfall nicht in der Lage ist, sein geändertes Gesamteinkommen zu berechnen, ist es immer besser, Änderungen in der zuständigen Behörde anzuzeigen und mit Nachweisen zu belegen. Verstöße gegen die Mitteilungspflichten erfüllen nämlich den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit und können mit einem Bußgeld geahndet werden. Das will ja niemand. 

Zu deinen weiteren Fragen:

  • Fällt der Arbeitsbeginn in einen laufenden Bewilligungszeitraum und das Gesamteinkommen erhöht sich nicht um 15 %, bleibt alles beim Alten. Was bedeutet, ihr könnt frühestens zwei Monate vor Ende des Bewilligungszeitraumes eine Weiterleistung beantragen.
  • Fällt der Arbeitsbeginn in einen laufenden Bewilligungszeitraum und das Gesamteinkommen erhöht sich um 15 %, ergeht ein neuer Bewilligungsbescheid mit einem neuen Bewilligungszeitraum (i.d.R. 12 Monate).
  • Fällt der Arbeitsbeginn nicht in einen laufenden Bewilligungszeitraum, sind bei der Antragstellung auf Weiterleistung natürlich sämtliche Einkünfte - also auch dein Verdienst - mit anzugeben.
  • Verringert sich das Gesamteinkommen im laufenden Bewilligungszeitraum könnt ihr einen Erhöhungsantrag stellen. Dieser greift allerdings nur, wenn sich das Gesamteinkommen um mehr als 15 % verringert hat.
Kommentar von Wolfstiger00 ,

vielen Dank :) jetzt weiß ich Bescheid ^-^

Antwort
von NameInUse, 46

Wenn ihr Geld von der öffentlichen Hand (Staat/Amt) erhaltet, das einkommensgebunden (Wohngeld) ist, dann muss eine Änderung bei diesem selbstverständlich gemeldet werden. Erfolgt das nicht und es fliegt auf, dann kann man dran sein wegen Erschleichung von Leistungen und sie könnten ganz gestrichen werden.

Zu jeder Änderung muss also ein neuer Antrag gestellt werden.

Kommentar von Wolfstiger00 ,

Ok, vielen Dank für deine ausführliche Antwort ^-^

Expertenantwort
von isomatte, Community-Experte für Geld, 8

@TreudoofeTomate hat dir eine korrekte und verständliche Antwort gegeben,dazu kann man nichts weiter zufügen !

Antwort
von konstanze85, 44

Ja das muss gemeldet werden, wenn du noch zu hause wohnst und dementsprechend wird das verrechnet.

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