Frage von ReProduction, 200

Muss ich mich aufgrund meiner Religion beleidigen lassen?

Guten Tag liebe Community.

Und zwar habe ich folgendes Anliegen: Bei mir in der Klasse (mache derzeit mein abi) gibt es eine Person, die weiß, dass ich sehr religiös bin. Jedes Mal wenn sie mit mir spricht, kommt irgendeine Aussage in Bezug auf meine Religion, um diese ins lächerliche zu ziehen. Ich habe diese Person darauf hingewiesen mich nicht mehr auf meine Religion anzusprechen, jedoch sagt er dass er sich auch über andere Gläubige lustig macht. Ehrlich gesagt ist das für mich keine Erklärung sondern ein Armutszeugnis. Wie kann man denn nur Menschen aufgrund ihrer Werte und Überzeugungen beleidigen oder schmähen? Ich mein, woher nehmen wir uns das Recht. Meine Frage ist: Wie sieht es da rechtlich aus? Muss man sich wirklich immer verbal verletzen lassen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit? Man kann doch nicht uneingeschränkt andere Personen verbal angreifen und dies dann mit der Meinungsvielfalt begründen. Da muss es doch (rechtliche) Grenzen geben?

Ehrlich gesagt kann ich solche Menschen nicht verstehen. Trotz meiner Überzeugung würde ich Andersgläubige nicht aufgrund ihres Glaubens beleidigen oder verletzen, denn das ist meiner Meinung eine wichtige Form der Akzeptanz gegenüber Pluralität. Es tut mir leid, schreibe mir gerade den Frust raus. Ich hoffe meine Frage ist klar formuliert.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von lillian92, 70

Jaein.

Ein paar Bemerkungen für eine Meinung muss man einfach mal einstecken können, oder wie du es schon gemacht hast, die Person darum bitten, das zu lassen. Meinungsfreiheit ist tatsächlich Meinungsfreiheit.

Wo das ganze aber aufhört, wäre, wenn die Person das benützt um dezitiert gegen dich zu hetzen, dich ständig so ins lächerlicher zieht, dass du dich vor anderen bis aufs Blut genierst und ähnliches. Das wäre Mobbing und damit seelische Grausamkeit und damit wirklich ein Straftatbestand. So wie du das schreibst, sind das aber nur vereinzelte Stichelein und klingt für mich nicht dezitiert nach Mobbing, auch wenn die Begründung "ich mache das auch bei anderen Religiösen" sehr fadenscheinig und – da muss ich dir beikräften – armselig ist.

Ich glaube, du tätetst gut daran, einfach über den Kommentaren drüber zu stehen. Du bist die Person sowieso bald los, und bis dahin weißt du ja, dass es auch engstirnige Personen gibt, die die Meinung und den Glauben anderer nicht akzeptieren können. Du läufst ja (scheinbar) nicht rum und versuchst andere zu bekehren. In diesem Sinne fällt mir nur der Satz ein "Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind." Achja, und sollte die Person dir mit "ja, sowas ist eben Meinungsfreiheit", kommen, dann kannst du ja einfach mal zurückschießen und sagen: "Mein Glaube ist eben meine Meinung und im Sinne der Meinungsfreiheit mein Recht." Das dürfte die Diskussion auch recht schnell beenden ;)

Kommentar von ReProduction ,

Dankeschön. Echt tolle Antwort. 

Antwort
von Nordseefan, 83

Eben,es ist ein Armutszeugnis.

Und du reagierst am besten nicht mehr auf diese Provokation. Das du darauf einsteigst, ist doch nur was er will

Antwort
von JTKirk2000, 29

Du hast vollkommen recht: was diese andere Person macht ist (der Inbegriff) ein (-es) Armutszeugnis(-ses). Mit so jemandem zu reden, um etwas Niveau herbeizuführen, vielleicht auch etwas gegenseitiges Verständnis odr gar gegneseitigen Respekt bringt nur dann etwas, wenn eben dieses Armutszeugnis nicht da ist. In diesem Beispiel hilft vermutlich nur, die berreffende Person zu meiden bzw. zu ignorieren soweit dies möglich oder zumindest notwendig ist.

Kommentar von wildcarts2 ,

Stimmt. Ignorieren und aus dem Weg gehen. Das schließt dann auch mit ein, dass man selbst nicht mit seiner Meinung (Glauben) hausieren geht und ständig raushängen lässt, das man xy glaubt. Da dies hier aber nicht explizit so beschrieben wurde, kann man nur vermuten. Meist ist es aber so, dass religiöse Menschen sehr engstirnig und überheblich sind. Ich war selbst so! Während meiner Schulzeit war ich noch religiös und fand andere Religionen lächerlich. Habe daraus keinen Hehl gemacht und sogar meine Lehrerin in peinliche Erklärungsnot gebracht. Das ich dann mit Beleidigungen, Unverständnis und anderen Dingen "belohnt" wurde, ist mein eigener Fehler gewesen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Das schließt dann auch mit ein, dass man selbst nicht mit seiner Meinung (Glauben) hausieren geht und ständig raushängen lässt, das man xy glaubt.

Das muss ja auch nicht unbedingt sein.

Meist ist es aber so, dass religiöse Menschen sehr engstirnig und überheblich sind.

Das gilt aber nicht nur für Gläubige, sondern ebenso auch für welche die keiner Religion angehören.

Ich war selbst so! Während meiner Schulzeit war ich noch religiös und fand andere Religionen lächerlich. Habe daraus keinen Hehl gemacht und sogar meine Lehrerin in peinliche Erklärungsnot gebracht.

Schließt Du von Dich selbst auf andere?

Das ich dann mit Beleidigungen, Unverständnis und anderen Dingen "belohnt" wurde, ist mein eigener Fehler gewesen.

Zumindest war es eine logische Konsequenz. Oder wie das Sprichwort sagt: "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus."

Antwort
von omikron, 82

Bei diesem Problem gehst du nicht rechtlich ran, das bringt nichts. Wenn dir wieder einer blöd kommt, dann solltest du einfach schlagfertig kontern, das wirkt Wunder.

Des weiteren musst du dir klar machen, dass in den lächerlichen Aussagen nur die eigene Unsicherheit zur Sprache kommt: wer nichts hat, woran er sich festhalten kann, der ist neidisch und versucht, anderen ihren Halt zu nehmen. Eigentlich ist er ein armer Schlucker, der dein Mitleid haben sollte.

Kommentar von ReProduction ,

Starke Ansicht, danke. Gefällt mir. 

Antwort
von oelbart, 24

Rechtlich gesehen hast Du - so wie Du das auch in eineigen Kommentaren beschreibst - keine Chance. Solange er Dich nicht als Terrorist, Kinderf*ck*r oder sonstwas bezeichnet, ist es rechtlich auch keine Beleidigung.

Ob Du argumentativ was dagegen tun kannst...schwierig. Wenn Du Dich etwas mit Theologie beschäftigst, findest Du vielleicht Argumente, die die Angriffe entkräften können. Es kann sein, dass Du Dir damit den Respekt der Person verdienst, oder zumindest der Umstehenden, die das ja auch mitkriegen.

Aber mach Dir da auch keine zu großen Hoffnungen: Manche Atheisten sind halten ihren Atheismus genauso hoch wie manche Religiöse ihre Religion, inklusvie der Verachtung "Andersgläubiger" und allen anderen Nebenwirkungen.

Falls es Dir hilft: Schon die Propheten mussten mit solchen Problemen kämpfen. Verschont bleibt davon wohl niemand, der es halbwegs ernst meint und sich nur mit Gleichdenkenden umgibt.

Kommentar von muhamedba ,

Und sollte er ein Moslem sein, dann geht das erste durch, als Meinungsfreiheit oder Satire (je nachdem welche Beleidigung verwendet wurde). Damit ist der erste Absatz gemeint.

Kommentar von oelbart ,

Auch die Verbindung "Katholik = Kinderf*ck*r" kommt häufig vor, spätestens aber "Katholischer Priester = Kinderf*ck*r". Gibts regelmäßig in Satiresendungen, Kabarett, Comedy oder auch Zeitungen. Klar, momentan ist die "Moslem = Terrorist" - Geschichte prominenter, aber auch das wird sich mit der Zeit abnutzen.

Allerdings glaube ich nicht, dass man ein konkretes "Du Terrorist" oder "Du Kinderf*ck*r" auf dem Schulhof irgendwie als "Satire" kennzeichnen kann...

Kommentar von wildcarts2 ,

Nur zur Info: Es ist gemäß oberstem Bundesgericht ERLAUBT die Katholische Kirche als "Kinderf.... -Sekte" bezeichnet werden. Das wurde 2011 entschieden und zur freien Meinungsäußerung gezählt.

Die Verbindung "Moslem = Terrorist" ist zwar auch als Aussage erlaubt, ist aber falsch und kann damit auch nicht satirisch verwendet werden. Richtig wäre eventuell noch "Islamist = Terrorist", definitiv richtig wäre aber "Islamist = Kriegshetzer".

Die wenigsten verstehen den Unterschied zwischen Moslem und Islamist. Ein Moslem ist einfach nur ein Mensch, der auf irgendeine Weise den islamischen Glauben ausübt. Man kann Sunnit, Schiit, Alevit... etc. sein oder sein eigenes Süppchen kochen und so wie die meisten "Christen" nur das aus der Religion nutzen, was einem gefällt.

Ein Islamist dagegen ist ein Verfechter des ursprünglichen Islam, welcher von Mohammed erfunden wurde. Der Islam war ursprünglich Mittel zum Zweck, um Mohammeds Machtbestrebungen umzusetzen. Er wollte genauso wie die Christen und Juden mit einem Buch die Welt erobern. Oberstes Ziel des Koran/Islam ist die Weltherrschaft. Islamisten, zu denen Salafisten und der IS gehören, richten sich nach diesem ursprünglichen Islam. Dummerweise ist der Ur-Islam aber mit Mohammed untergegangen und wurde direkt nach dessen Tod durch seine Nachfolger gespalten.

Der Großteil aller Moslems folgt neuen Koran-Interpretationen und in erster Linie den vielen Zusatzschriften. Sie lkammern den Teil des "Tötet alle Ungläubigen" komplett aus und setzen ihn absichtlich oder unwissend in einen falschen Kontext.

Kommentar von oelbart ,

Der Unterschied zwischen "Die Kirche ist eine Kinderf*ck*rsekte" und "Du bist ein Kinderf*ck*r, weil Du Mitglied der Kirche bist" ist aber doch schon bekannt, oder?

Btw, "oberstes Bundesgericht" - meinst Du das Bundesverfassungsgericht? Den Term "Oberstes Bundesgericht" gibt es in Deutschland nicht.

Antwort
von oxygenium, 69

in so einem Fall würde ich kontern und dem Gegenüber eine Frage stellen,aber so verzwickt,das dieser erst einmal überlegen muss was ich gefragt habe.

Und somit ist der Schachzug deiner.

Kommentar von ReProduction ,

Manchmal wirklich leichter gesagt als getan. Bin auch nicht immer so auf Konfrontation aus und diese Person ist sehr rechthaberisch und stellt fast alles in frage außer die eigene Ansicht. 

Kommentar von oelbart ,

Hmmm...also wenn Du eine Frage stellst, die die andere Person nicht versteht, wird sie Dich eher als "geistig verwirrt" einstufen.

Antwort
von wildcarts2, 7

Zunächst mal muss ich feststellen, dass sich religiöse Menschen in den meisten Fällen wesentlich schneller beleidigt fühlen als nichtreligiöse Menschen. So sehe ich immer wieder, dass sich religiöse Menschen beleidigt fühlen, wenn man ihnen mit Fakten zu ihrem Glauben bzw. ihrer Religion begegnet oder wenn man ihnen logische Fragen stellt, die deren Ansichten in Frage stellen.

Deine Ansicht, als Mitglied einer Glaubensrichtung andere Glaubensarten zu "akzeptieren" ist indes falsch. Denn damit zeigst du, dass du deinen Glauben nicht verstanden hast und ihm nicht folgst. Religiöser Glauben ist grundsätzlich intolerant gegenüber anderen Glaubensansichten. Religion funktioniert nicht, wenn man andere Ansichten akzeptiert (Akzeptanz = Anerkennung, Toleranz = Duldung). Selbst Toleranz funktioniert nicht, da man als Gläubiger jeder Religion verpflichtet ist, über seinen Glauben zu sprechen. Dieses Predigen hat einzig und allein den Zweck der Bekehrung.

Ohne Abgrenzung zu anderen Glaubensansichten funktioniert Religion nicht!

Nun zu deiner eigentlichen Frage:

Religiöse Menschen nutzen gerne die Meinungsfreiheit aus, um Menschen, die ihre Abneigung gegen die Religion äußern, zu diskreditieren. Ich finde das sehr ungerecht! Es ist genau umgekehrt wie du es schilderst! Nicht die Meinungsfreiheit wird als Deckmantel verwendet, sondern der Glaube! Gläubige Menschen sind meist sehr von sich eingenommen und halten sich für etwas besseres. Das müssen sie ja auch, weil das das Ergebnis von Glauben ist. Gläubige wollen Teil von etwas Großem sein. Sie geben sie oftmals als Besserwisser aus. Ich weiss nicht wie das bei dir ist, aber ich kenne sehr sehr viele solcher Menschen. Tatsächlich kenne ich kaum gläubige Menschen, die sich anders verhalten.

Ein Beispiel: Während meines Abiturs hat sich eine Muslima ständig geweigert im Biologie LK die abgefragten Aufgaben sachlich zu beantworten, bei denen es um Evolution ging. Sie beschuldigte den Lehrer als überheblich, weil er Dinge ihrer Meinung nach absolut setzte, ohne Alternativen zu erwägen. Sie schrieb Dinge wie: "Die drei abgebildeten Tiere gehören unterschiedlichen Spezies an, aber gottlose Menschen tun gerne so, als wären diese miteinander verwandt, um die Evolution zu beweisen" ... statt die Aufgabe anhand des gelernten ordnungsgemäß umzusetzen...

Es kommt hier also darauf an, wie persönlich diese "Beleidigungen" sind. Sagen deine Mitschüler das DU "dumm" oder was auch immer bist, weil du xy glaubst, oder sagen sie das der Glaube an xy dumm ist? Das ist nämlich ein enormer Unterschied!

Und wie begegnest du ihnen? Fühlst du dich einfach nur beleidigt und wirst selbst laut oder fordernd? Hast du schon mal das Gespräch gesucht?

Ich VERMUTE, dass du deinen Glauben immer wieder raushängen lässt und damit Angriffsfläche bietest. Mein Rat lautet daher, dass du deinen Glauben einfach für dich behalten solltest. Ich gehe z.B. auch nicht auf die Straße oder erzähle meinen Arbeitskollegen ständig etwas von meinen persönlichen Ansichten. Kommt etwas zur Sprache oder werde ich gefragt, gebe ich eine gut formulierte Antwort und weise darauf hin, dass es meine Meinung bzw. mein Wissensstand ist.

Und vielleicht bist du ja auch mal etwas offener gegenüber anderen Vorstellungen. Warum nicht mal mit deinen "Peinigern" sprechen und den Spieß umdrehen? Lass sie doch erklären, warum sie deinen Glauben als falsch ansehen. Hör dir ihre Argumente an und prüfe sie dann.

Zur Rechtlichen Seite:

Jeder darf in Deutschland frei seine Meinung äußern. Polemisiert er aber, indem er z.B. eine bestimmte Gruppe pauschal beleidgt, kann er wegen Beleidigung angeklagt werden. Derartiges ist aber immer schwer zu beweisen. In manchen Fällen ist es noch schwerer, z.B. weil viele "die Juden" als ein Volk sehen (was de facto nicht der Fall ist. Das Judentum ist eine Religion, gespalten in mehrere sogenannte Schulen. Das Volk Juda gibt es nicht mehr) und somit die Beleidigungen als Rassimus betrachten.

Wenn Kinder sich gegenseitig lustig machen und Religion etc. beleidigen, dann basiert dies meist auf Unwissenheit. Würdest du ein anderes Thema in den Vordergrund stellen, welches die meisten als dumm ansehen, würden sie aus diesem Grund über dich lachen. Stell dir vor du würdest "Gott" durch "UFO" ersetzen...

Antwort
von Giustolisi, 50

Wenn man dich beleidigt, ist das strafbar. Wenn deine Religion und deren Glaubensinhalte Ziel des Spotts sind, ist das was Anderes.

Wenn also deine Religion ins Lächerliche gezogen wird, nimm es nicht persönlich. 

Religionen geben ja auch reichlich Anlass, sich über sie lustig zu machen.
Die Grenze wird da überschritten, wo du persönlich beleidigt wirst, nicht das woran du glaubst.

Kommentar von koten ,

Spott über eine Religion dienst aber oft dazu, den Gläubigen zu verspotten.

Kommentar von Giustolisi ,

Verspottet werden lediglich die Überzeugungen des Gläubigen. 
Wer glaubt dass ein Monster unter seinem Bett wohnt das jedes mal verschwindet, wenn er hinsieht und wer diese Überzeugung öffentlich kund tut, muss eben damit rechnen, dass ihm Mancher sagen wird, dass diese Vorstellung lächerlich ist. Ähnlich verhält es sich mit unsichtbaren Zauberwesen im Himmel.

Kommentar von koten ,

Ich bleibe bei meinem Standpunkt.

Und Du bist der einzige, der hier von Zauberwesen spricht. Berufst Du Dich etwa auf Popper?

Kommentar von Giustolisi ,

Ich berufe mich auf allerlei religiöse Texte die beschreiben, dass diese Wesen Zauberei anwenden, indem sie zum Beispiel die Erde und die Tiere erschaffen, oft aus Erde, Lehm oder Ähnlichem. 
Es sind Beschreibungen von Wesen, die offenbar zaubern können, also Zauberwesen.

Wie man sie auch nennen mag, Ich finde es schon bemerkenswert, dass es noch heute Menschen mit Zugang zu Bildung gibt, die ohne einen einzigen Beleg blind an die Existenz solcher Wesen glauben und sogar ihr Leben nach Büchern ausrichten, die Menschen in der Antike über diese Wesen geschrieben haben. Die tun teilweise wirklich verrücktes Zeug, um diesen Wesen zu gefallen.

Das kann man durchaus komisch finden.

Antwort
von Hamburger02, 25

Inwiefern wirst du denn beleidigt? Muss deswegen nachfragen, weil nach meiner Erfahrung Gläubige Kritik oder Spott an ihrer Religion oft als persönliche Beleidigung auffassen, was es juristisch gesehen allerdings nicht ist. Und das aus gutem Grund, denn (montheistische) Religionen werden zurecht angegriffen, da sie mit Berufung auf einen erfundenen Gott nichts als Unheil über die Welt gebracht haben und immer noch bringen.

Antwort
von Hardware02, 3

Wenn du erst fragen musst, ob du dich beleidigen lassen musst, dann ist die Antwort "ja".

Antwort
von Herb3472, 68

Ich bin Agnostiker und glaube an keinen Gott, aber jemanden wegen seines Glaubens anzugreifen oder gar abzuwerten würde mir nicht einfallen, ich halte das für unfair und billig.

Vielleicht gelingt es Dir, drüber zu stehen und Dich von dem Blödmann einfach nicht beleidigen und provozieren zu lassen. Denn dazu gehören ja immer zwei. Wenn Du ihn ignorierst, wird es ihm wohl bald zu blöd werden.


Kommentar von koten ,

Du glaubst an keinen Gott. Bist Du dann nicht Atheist?

Kommentar von Herb3472 ,

Nein - denn als Agnostiker behaupte ich nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich weiß es lediglich nicht. Das macht einen gewaltigen Unterschied.

https://de.wikipedia.org/wiki/Agnostizismus

Kommentar von koten ,

Ich zitiere Dich; "Ich bin Agnostiker und glaube an keinen Gott".

Kommentar von Herb3472 ,

Lies Dir doch den Wikipediaartikel durch, dann weisse Bescheid. Wenn ich nicht an Gott glaube, behaupte ich ja nicht, dass es keinen Gott gibt. Es tangiert mich lediglich nicht.

Kommentar von koten ,

Dann glaubst Du aber auch nicht, daß es keinen Gott gibt. Die Frage geht Dir sicherlich am Hintern vorbei.

Der Satz "ich glaube an keinen Gott" ist nicht eindeutig. Er kann auch bedeuten, daß Du glaubst, daß es keinen Gott gibt. So hatte ich Dich verstanden.

Die Wiki erspare ich mir. Ich war lange genug im AMB aktiv. Ich weiß genug über Agnostizismus. Das ist nicht mein Weg, aber wie sollte ich behauten können, mein Weg wäre auch für Dich richtig?

Kommentar von Herb3472 ,

@koten: sag, hast Du nichts Besseres zu tun, als in meinen Nasenlöchern zu bohren, Du Erbsenzähler?

Koten, geh koten! (vornehm ausgedrückt!)


Dann glaubst Du aber auch nicht, daß es keinen Gott gibt. Die Frage geht Dir sicherlich am Hintern vorbei

Auf den Punkt getroffen!


Kommentar von koten ,

Wenn Dir die Popel so offensichtlich aus der Nase hängen ...

Und Koten ist ein Substantiv. Ich nehme an, Du meinst abkoten.

Kommentar von Herb3472 ,

Na, Du musst ja ein komischer Heini sein .............

Kommentar von koten ,

Hast Du irgendwelche Hinweise?

Guck mal in mein Profil.

Kommentar von Herb3472 ,

Warum sollte ich?

Kommentar von koten ,

Offensichtlich beschäftigt Dich ja der Begriff "Koten". Sonst hättest Du mich nicht darauf angesprochen.

Oder hängt da sinnbildlich wieder ein dicker Popel aus Deiner Nase?

Antwort
von JustNature, 50

Leider erwähnst Du nirgends, um welche Religion es geht.

Leute, die Dich darauf hinweisen, daß die antiken Religionen abstruser Aberglauben sind, meinen es nicht unbedingt schlecht mit Dir.

Lese religionskritische Bücher und überwinde die jugendliche naive Gläubigkeit.

Kommentar von koten ,

Dieser Paternalismus ist schlecht.

Woher willst Du wissen, daß Religionen "abstruser Aberglauben" sind? Ist es nicht eher ein Aberglaube, daß die Existenz eines Gottes mit naturwissenschaftlichen Methoden nachweisbar sein muß? Lese mal Popper!

Und wieso nennst Du konkret die antiken Religionen? Ist Scientology in Ordnung?

Kommentar von JustNature ,

Ich bleibe bei jedem geschriebenen Wort. Jedoch wende ich mich nur an den Fragesteller und debattiere nicht mit negativen Kommentatoren. Ende.

Kommentar von ReProduction ,

Um ehrlich zu sein habe ich bewusst nicht gesagt welcher Religion ich Zugehöre, denn das spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Es kann sogar gegenteilige Auswirkungen haben, nämlich dass der Leser meiner Frage dadurch eventuell voreingenommen ist, da er Unbehagen gegenüber dieser Glaubensgemeinschaft empfindet. 

Kommentar von JustNature ,

Somit geht es um den Islam.

Lies das Buch:

Hamed Abdel Samad - Mohamed, eine Abrechnung.

Der Autor ist islamisch aufgewachsen und Islamwissenschaftler.

Er zerlegt diesen abwegigen Glauben vollkommen und macht klar, welch schrecklichen Irrtümern über 1 Millarde Menschen aufsitzen.

Ich habe das Buch auch als pdf.

Kommentar von oelbart ,

Somit geht es um den Islam.

Scharfsinnig kombiniert, Watson. Denn andere religiöse Gruppen sind ja jedermanns Liebling.

Antwort
von Zicke52, 13

Nein, deine Frage ist nicht klar.

Du sagst einerseits, die Person hätte deine Religion angegriffen. Und andererseits, sie hätte dich beleidigt. Hat sie beides getan, oder kannst du nicht zwischen dir und deiner Religion differenzieren? 

Falls sie dich ständig beleidigt ("du bist blöd"): ja, dagegen kannst du rechtlich vorgehen.

Falls sie eine Religion beleidigt (Religion 'x' ist blöd): nein, dagegen kannst du zum Glück nichts machen! Das ist durch Meinungsfreiheit gedeckt! Wäre ja noch schöner, wenn Gläubige Religionskritikern den Mund verbieten dürften.

Religionen haben Inhalte, und die dürfen verspottet, kritisiert, verurteilt und sogar bekämpft werden (intellektuell, nicht mit Waffen!). Genauso wie der Inhalt jeden Buches, jeder Politik und jeder philosophischen Strömung.

Antwort
von fricktorel, 5

Die "Religionen" dieser Welt haben "ihren Gott" (Offb.12,9), der dafür sorgt, dass andere über deine "Religion" lachen, denn deren ist genau so falsch (2.Kor.4,4; Eph.2,2).

Unser ewige Schöpfer gibt Seinen Kindern (Joh.1,12) die Kraft Seines Heiligen Geistes, mit dem diese solche "Angriffe" ertragen können (Apg.1,8).

Lachen und sich freuen können langfristig jene Menschen, welche unserem ewigen Vater vertrauen (Offb.20,4).

Unser "ewige Vater" benötigt keine "Religion", denn "Sein Wort" ist die "Wahrheit" (Joh.17,17).

Antwort
von Walum, 68

Jedes Mal wenn sie mit mir spricht

1. Sprich nicht mit der Person. Das ist sinnlos.

2. Behalte Deine Religion für Dich. Die geht andere Leute nichts an und es ist völlig kontraproduktiv, sie damit zu hehelligen oder zu provozieren.

Wie kann man denn nur Menschen aufgrund ihrer Werte und Überzeugungen beleidigen oder schmähen?

Naja, das ist doch exakt das Problem mit Religionen. Die Andersgläubigen sind in den Augen der Religionisten benachteiligt und die Religion ruft dazu auf Andersgläubige zu konvertieren, anders zu behandeln oder gar zu verfolgen.

Pluralität? Wer will die denn? Deine Religion? Wohl kaum.

Kommentar von oelbart ,

die Religion ruft dazu auf Andersgläubige zu konvertieren, anders zu behandeln oder gar zu verfolgen. 

So wie der Fragensteller/die Fragenstellerin die Situation beschreibt, scheint sie eher umgekehrt zu sein: Der Atheist versucht den Gläubigen zu bekehren.

Und so selten ist die Konstellation auch nicht unbedingt...

Kommentar von wildcarts2 ,

der Atheist versucht den Gläubigen zu bekehren.

Das ist nicht möglich, denn Atheismus ist keine Überzeugung und hat keine Inhalte. Man kann nicht zum Atheismus bekehrt werden!

Atheismus ist der natürliche ZUSTAND JEDES Menschen von Geburt an: Unkenntnis von Gottglauben / Ohne Gottglauben. Erst durch Erziehhung/lernen verliert man diesen Zustand und kann dann gläubig werden.

Ich kann aus der Beschreibung des Fragestellers auch nicht erkennen, dass die Mitschüler ihn "bekehren" wollen. Sie machen sich lediglich darüber lustig, dass er glaubt oder was er glaubt.

Kommentar von oelbart ,

Natürlich ist der Atheismus eine Überzeugung. A-Theismus, ein Weltbild, dass es keinen Gott gibt.
Ich weiß, dass es über den Begriff verschiedene Meinungen gibt, aber in diesem Fall haben wir doch ziemlich sicher jemanden, der offenbar fest davon überzeugt ist, dass es keinen Gott gibt, und damit andauernd jemanden konfrontiert, der eine andere Meinung hat.

Und ob es wirlikch "nur" das lustigmachen ist, wenn man ständig das Gespräch mit jemanden sucht und ihm jedes mal darlegt, wie lächerlich die Meinung ist - oder ob da nicht doch ein "Bekehrungswunsch" dahinterliegt...naja...

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Naja, das ist doch exakt das Problem mit Religionen. Die Andersgläubigen sind in den Augen der Religionisten benachteiligt und die Religion ruft dazu auf Andersgläubige zu konvertieren, anders zu behandeln oder gar zu verfolgen.

Der Großteil der Atheisten tut das nicht weniger. Nur haben viele meist nicht das Ziel, dem Gegenüber mit der Geste etwas Gutes zu tun (wie Gläubige aus ihrer Sicht), sondern ihn lediglich von der eigenen Sichtweise überzeugen, wohl wissend der Tatsache, dass sie dem Gläubigen selten etwas Gutes damit tun. 

Kommentar von oelbart ,

Naja, offiziell wollen sie ja nur den armen Gläubigen von seinem schlimmen Wahn befreien. In etwa so wie die Christen damals bei den "Missionen" in Südamerika oder Afrika...

Kommentar von wildcarts2 ,

wohl wissend der Tatsache, dass sie dem Gläubigen selten etwas Gutes damit tun.

Man tut einem Gläubigen generell etwas Gutes damit, wenn man ihm aufzeigt, dass Glauben sinnfrei ist. Schließlich ist Glauben nur Fantasie: Das Fürwahrhalten von Dingen, die sich nicht beweisen lassen. Wenn jemand dagegen Fakten nennt, die den Glauben negieren, tut man dem Gläubigen etwas Gutes, da man ihm Wissen vermittelt hat.

Der Großteil der Atheisten tut das nicht weniger.

Das ist leider falsch. Atheisten tun rein gar nichts, da Atheisten das "Konzept Gott" nicht kennen. Atheismus ist das "Nichtvorhandensein von Gottglauben" und nicht dessen Ablehnung. Man kann nichts ablehnen, was man nicht kennt.

ANTItheisten dagegen sind Personen, die bewusst gegen Gottglauben sind. Sie können dabei aktiv oder passiv sein.

Kommentar von oelbart ,

Atheismus ist das "Nichtvorhandensein von Gottglauben" und nicht dessen Ablehnung

Und wer definiert das so? Ich kenne A-Theismus als ein Gottfreies Weltbild, also ein Weltbild, in dem es keinen Gott gibt.

Ob man dieses Weltbild nun agressiv verbreitet oder nicht ist dabei unerheblich.

Den Begriff "Anti"-Theist musste ich tatsächlich googlen, da ich noch nie jemanden gehört habe, der sich so bezeichnet hat. Aber zumindest Wikipedia zufolge ist er ja genau aus dem Grunde umstritten, weil die Grundüberzeugung ("Es gibt keinen Gott") die gleiche ist wie beim Atheismus, und nur die Einschätzung des GLAUBENS sich unterscheidet.

Man tut einem Gläubigen generell etwas Gutes damit, wenn man ihm
aufzeigt, dass Glauben sinnfrei ist. Schließlich ist Glauben nur
Fantasie: Das Fürwahrhalten von Dingen, die sich nicht beweisen lassen.

Erstaulich, dass Du am besten weißt, welches Weltbild für alle am besten ist.

Antwort
von AntwortMarkus, 65

Ich erlebe das auch oft. Auch hier manchmal, wenn es um religiöse Themen geht. 

Da wird der Glaube ins lächerliche gezogen und der Glaubende als dumm abgestempelt.  

Eine Sache sollte dabei immer im Hinterkopf sein: Selbst Jesus wurde and Kreuz geschlagen, bevor er in den Himmel aufgefahren ist. Er wurde verhöhnt als König der Juden.

Jesus hat alles Leid auf sich genommen. Das ist mein Trost und macht die Sache für mich leichter. Es ist ein Geschenk, an Gott zu glauben.

Nicht jedem ist es gegeben. Es ist etwas besonderes.

Kommentar von koten ,

Wobei man natürlich auch gläubig sein kann, ohne an Jesus zu glauben. Beispiele: Juden, Hindus, Schintoisten, ...

Kommentar von AntwortMarkus ,

Wobei ich aber nur für mich und meinen Glauben sprechen kann. Jesus spielt in der jüdischen Religion und vielen Anderen Religionen ebenfalls eine Rolle. Auch der Koran erkennt an dass es ihn gegeben hat.

Kommentar von oelbart ,

Klar. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass der Gründer der christlichen Religion, die heute die größte Religionsgemeinschaft weltweit ist, damals für seine Überzeugungen sterben musste. * Das ist zumindest ein Hinweis darauf, dass Religion und Anfechtung oft zusammen auftreten.


*Es gibt natürlich auch die Ansicht, Jesus habe als historische Person nicht existiert. Darauf will ich an dieser Stelle nicht eingehen, die Diskussion hat mich schonmal einen ganzen Abend gekostet ;)

Kommentar von AntwortMarkus ,

Keine Angst. Für mich gibt es da nichts zu diskutieren oder anzzweifeln. 

Wenn man es nicht glaubt dann läßt man es. Das ist das Schöne am Glauben. Man Glaubt es ohne Zwang.  Freiwillig.  Oder man läßt es. 

Antwort
von josef050153, 19

Vorweg einmal eine Klarstellung: Sich über eine Religion lustig zu machen, ist keine Beleidigung. Sonst müsste ja der Koran auch eine Beleidigung des Christentums sein und verboten werden.

Das ist der Anteil, den DU in diesem Land begreifen musst. Wenn du das nicht willst, dann musst du auswandern.

Dass es Menschen gibt, die verschieden mit Religion umgehen, gehört auch zur freiheitlichen Grundordnung in diesem Lasnd. Auch das musst DU einmal begreifen. Die Alternative dazu steht oben.

Es mag vielleicht weder intelligent noch höflich sein, was der Typ macht, aber er tut nichts verbotenes, genauso wie Charlie Hebdo nichts verbotenes gemacht hat und dafür von Terroristen angegriffen wurde.

Bist du vielleicht auch so ein Typ, der mit einem Terroranschlag auf den eigenen Frust reagiert oder bist du ein intelligeenter Mensch?


Kommentar von ReProduction ,

Ein intelligeenter Mensch.

Kommentar von josef050153 ,

Dann kontere auch schlagfertig und intelligent.

Antwort
von DieSchiiten, 29

Welche Religion? 

Kommentar von grtgrt ,

Das ist unerheblich.

Antwort
von maxim65, 70

Gefallen lassen musst du dir das natürlich nicht. Warum macht er das den? Aus Jux und Dollerei oder weil du ihm deine Religion immer wieder aufdrängelst und er sich nicht anders wehren kann? Was sagt oder tut er den das er dich beleidigt?

Kommentar von ReProduction ,

ich öffne das Thema Religion nie mit ihm. Er kommt jedes Mal damit an, weil er weiß dass er mit anderen Themen nicht meine Aufmerksamkeit bekommt. Daher versucht er meine Religion im Gespräch mit mir ins lächerliche zu ziehen. Beispielsweise in dem lachend fragen darüber stellt und anhand der betonung merkt man schon dass sie alles andere als ernst gemeint sind. 

Kommentar von maxim65 ,

Hm das heißt er will was von dir oder hat erkannt das du dich leicht provozieren lässt. Ich sehe da zwei Möglichkeiten . Nimm ihn ernst und diskutieren das mit ihm Immer und wirklich ernst auch wenn du weißt er will dich provozieren. Irgendwann wird er aufgeben wenn er merkt das er mehr investieren muss. Oder ignorier ihn

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