kaefer1002 am 18.12.2007 um 15:04 Uhr
Ich habe mich in der 14. Schwangerschaftswoche von meinem Freund getrennt, was er mir sehr übel genommen hat. Nun hat er mich anwaltlich dazu aufgefordert, ihn über den Verlauf der Schwangerschaft auf dem Laufenden zu halten (bin jetzt in der 23. Woche)...da er so fies und gemein ist, möchte ich das aber nicht. Bin ich ihm gegenüber verpflichtet, Auskunft zu geben?
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Nicht das ich wüßte. Da er aber einen Anwalt eingeschaltet hat, würde ich mir an Deiner Stelle auch lieber einen nehmen.

du wirst Deine Gründe haben, ihn nicht über die Schwangerschaft zu informieren. Rechtlich bist Du ihm nicht verpflichtet und das Menschliche kannst nur Du beurteilen.Stresse Dich und Dein Baby nicht, genieße die Zeit Deiner Schwangerschaft und mach Dir keine Gedanken. Ich wünsche Euch "ZWEI" alles Gute, lg Iris, die schon in der 6. Woche abgehauen ist :-)
kaefer1002 am 18. Dezember 2007 15:22 Danke...;-)

Nein, bist Du nicht. Das ist einzig Deine Entscheidung, ob und inwieweit Du ihn da mit einbinden möchtest.

Gesetzlich bist du dazu nicht verpflichtet, wie ja schon alle schreiben. Du bist noch nicht einmal verpflichtet, ihm mitzuteilen, dass das Kind geboren ist usw. Diese Mitteilung erhält er vom Amt, wegen des Unterhalts. Er dagegen wäre nicht verpflichtet, die Vaterschaft problemlos anzuerkennen. Nur, wenn du jetzt schon ein Schreiben hast, das er über die Schwangerschaft bescheid wissen will, kann er sich bei der Vaterschaft auch schlecht drücken.

Ich denke mal, da hat dein Ex-Freund den Anwalt umsonst bemüht. Er versucht dich dadurch nur einzuschüchtern. Du bist in keinster Weise verpflichtet, ihm Auskunft zu geben.
Warum müssen die "Frauen von heute" eigentlich mit Kerlen ins Bett gehen, mit denen es nicht auszuhalten ist? Wie wäre es, wenn man in der Tat mal das gute Prinzip befolgt, sich kennenzulernen, bevor man sich nackich macht? Dass man lernt, miteinander umzugehen, merkt, ob der andere bereit ist, verbindlich zu einem zu stehen, last, but not least, ob man sich liebt. Wenn die Liebe da ist (Liebe beinhaltet Vertrauen, Verlässlichkeit, Gefühl, Vergebungsbereitschaft, Reife...) dann heiratet man. Denn dann kann man der Verbindung auch verbindlich Ausdruck verleihen. Dann ist sie verantwortungsvoll und auf Dauer angelegt. Und dann kann man miteinander auch Kinder in die Welt setzen. Ich finde nicht, dass es "modern" oder "reif" oder sonstwie positiv ist, wenn man ohne tiefe Empfindungen und all das Sex hat und nicht das Vermögen, eine reife Beziehung zu führen. Das ist keine veraltete oder gar überholte Einstellung. Schaut doch selbst, wohin euch euer ach so modernes Gebaren treibt. Beneidenswerte Situationen/Lebensentwürfe sehen anders aus. Sorry. Ich könnte weinen.
betrax am 18. Dezember 2007 19:51 Ist das nicht sehr rosarotes Wunschdenken? Die Realität sieht nun mal mittlerweile (leider) anders aus. Und bei der Scheidungsrate im Lande, kann man nicht mehr behaupten das eine Eheschließung eine "auf Dauer angelegte" Beziehung garantiert.
Verwechselst du da nicht Ursache und Wirkung, respektive Reaktion? Habe neulich den Satz gelesen: "Je mehr Trennungen vollzogen wurden, desto unwahrscheinlicher ist die Chance, eine auf Langfristigkeit/Dauer angelegte Beziehung erfolgreich zu führen". Die Scheidungsraten resultieren m. E. daraus, dass auf diese Verbindlichkeit bereits im Vorfeld nicht mehr geachtet wird und dass Liebe und Sex nicht mehr in dem Kontext gelebt werden in dem sie gedacht sind. Man schläft miteinander bevor man sich richtig kennt und liebt. Zudem ist Liebe nicht nur dieses "Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl" sondern auch eine Entscheidung. Und genau diese Entscheidung wird nicht mehr von Konsequenz getragen. Sonst würde die Fragestellerin nicht schon vor der Geburt des Kindes vom Kindsvater getrennt sein. Ich bin übrigens mit meinem Mann zusammen seit ich 15 bin. Wir sind jetzt 20 Jahre verheiratet. Klar, gab es auch mal Schwierigkeiten und auch Zeiten, in denen man mal eben gern alles hingeschmissen hätte. Aber eine echte Liebe wächst letztlich auch an diesen gemeinsam überstandenen Krisen. Heutzutage geht es aber eher nach dem Muster: "Boah. Der war ja fies zu mir. So. Jetzt verlasse ich ihn. Und vom Kind kriegt er nix zu wissen. Das hat er jetzt davon..." Im Ernst: Ist das Reife im Sinne des Zeitgeist*? Nicht wirklich - oder?

hi.. bin mir nicht ganz sicher aber meine nicht... bist ja mit ihm nicht verheiratet...also ist das deine sache.. lg
medicangel am 18. Dezember 2007 15:19 auch wenn die beide(miteinander) verheiratet wären,hätte der vermeintliche Vater kein Anrecht über den Schwangerschaftsverlauf auf dem Laufenden gehalten zu werden.

Reiner Selbsterklärungswille,wenn du kein Bock hast ihn darüber zu unterrichten,lässt du es halt. Da kann dich auch kein Anwalt zu zwingen,anders sieht es aus wenn du diese Erklärung unterschrieben zurückgibst.
Es wundert mich immer wieder, auf welche Ideen Exen so kommen, um der Ex das Leben schwer zu machen! Er hat keinen Anspruch auf Infos, ich glaube, sein Anwalt will nur wissen, wie weit er dich unter Druck setzen kann. Geniess die Schwangerschaft und das Baby, lass, wenn du kannst, alles andere vom Amt regeln. Ich selbst habe eine Tochter, die auch sehr überraschend kam, ihr Vater und ich lebten nie zusammen und wollten das auch nicht. Anfangs war es emotional schon sehr belastet! Aber heute, da ist sie 19 und wir haben trotz allem ein super Verhältnis. Was ich damit sagen will ist, es wird irgendwie wieder gut. Du musst offensichtlich durch diese Phase durch, wo er versucht, Druck aufzubauen. Und wenn Du kannst, dann warte erst mal ab. Du bist zu nichts verpflichtet, im Gegensatz zu ihm, wenn das Kind geboren ist (Unterhalt). Ich wünsch dir einen ganzen Eimer voll Geduld und einen zweiten voll Gelassenheit!
wenn er der vater ist, wirst du ihn wohl auch zur kasse bitten (unterhalt). ich finde es nur fair, dass du ihm auskunft erteilst, ob mit seinem kind in deinem bauch alles in ordnung ist. sei doch froh, dass er sich kümmert. das baby kann nix dafür, dass ihr euch nicht mehr versteht. wenn es auf der welt ist, braucht es auch einen vater.. zahlen darf er, aber sein kind dann nicht sehen, oder wie stellst du dir das vor?!

Du musst gar nichts - aber was ist schon dabei, wenn Du ihn informierst? Schliesslich ist es ja auch SEIN KInd und Du willst doch sicherlich nach der Geburt Unterhalt von Ihm haben. Da wäre es menschlich richtig, Ihn von dem Fortschritt zu unterrichten. UND - eventuell besteht ja auch die Chance, dass Ihr wieder zusammenkommt, denn irgendwann müsst Ihr Euch ja auch geliebt haben, denn sonst hättet Ihr beim Sex ja wohl verhütet.
Allgemein noch gefragt: Warum können erwachsene Menschen sich nicht endlich mal zusammenreissen und trennen sich nicht dauernd anstatt an ihrer Beziehung zu arbeiten? Einer MUSS schliesslich mal nachgeben und zrückstecken. Mensch kann nicht alles gleichzeitig haben!
betrax am 18. Dezember 2007 19:53 Zu deiner allgemeinen Frage: Das liegt wohl leider an unserer "Wegwerfgesellschaft", zu der wir immer mehr verkommen sind. :-(
RolfHoegemann am 18. Dezember 2007 19:58 Ja scheint leider so. Zerstörst DU meinen Traum - dann zerstöre ich Dein Leben.... Schade drum.

hi.. bin mir nicht ganz sicher aber meine nicht... bist ja mit ihm nicht verheiratet...also ist das deine sache.. lg

Der Mamn ist lediglich an der Produktion beteiligt, der weitere Verlauf gehört zum Recht auf Persönlichkeit und braucht nicht weiter gegeben zu werden !
Du kannst Ihm aber mitteilen auf welches Konto der Unterhalt zu zahlen ist, dieses Recht steht Ihm zu !
ukulele am 20. April 2008 00:15 Und selbst "Produktion" ist wohl noch geschmeichelt...
Wenn ihm was an Dir und Kind liegen würde,würde ich das verstehen,es könnte eine fiese Methode sein,um irgendwas gegen dich zu unternehmen,ich würde notfalls mit einem Anwalt mich dagegen wehren,habe noch nie gehört,daß eine werdende Mutter dazu gezwungen werden kann,dem Ex Auskunft zu geben..
Das kostet sie doch nur unnötig Geld. Was will der Gegenanwalt denn machen?